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Brandenburg Montag, 30 November 2020 von [wp]

Mehr Lebensqualität für weniger Geld?

Mehr Lebensqualität für weniger Geld?

Das Nachbarbundesland von Berlin wirbt aktuell beispielsweise mit dem Slogan „Brandenburg – es kann so einfach sein“ um neue Bewohner. Die Motive auf den entsprechenden Plakaten zeigen verlockende Seen, weite Felder, grüne Felder und glückliche Familien mit ihrem Nachwuchs. Der Manager der Werbekampagne von Brandenburg sagt, dass sich circa die Hälfte aller Berliner durchaus ein Leben in Brandenburg vorstellen könnte. Doch ist ein Umzug aus Deutschlands Hauptstadt ins Umland wirklich lohnenswert?

Aktuell finden viele Berliner im Speckgürtel der Stadt zwar günstige Immobilien, sind dann allerdings mit geringeren Löhnen, teuren Kitaplätzen und einem spärlich gesäten Kulturprogramm konfrontiert. Auch das tägliche Chaos auf den Straßen durch die vielen Pendler muss bei der Entscheidung einbezogen werden. Trotzdem liegt beispielsweise die Stadt Potsdam bezüglich ihrer Lebensqualität weit vor Berlin.

Diejenigen, die eine kostenlose Wertermittlung einer Immobilie wünschen, sollten sich diesbezüglich stets an einen Immobilienmakler wenden, der sich sowohl in Berlin selbst als auch im Umland bestens auskennt.

Die Lebensqualität

Der Faktor der Lebensqualität ist natürlich nicht einfach zu messen, denn die Wünsche der Menschen unterscheiden sich stark voneinander. Dennoch wird hinsichtlich der Lebensqualität in Städten ein regelmäßiges Ranking erstellt.

Berlin landet in diesem Ranking lediglich auf dem Platz 189. Potsdam kann dagegen den vierten Platz für sich beanspruchen. Den siebten Platz erhält die deutsche Hauptstadt in dem Bereich Natur und Freizeit, doch Potsdam belegt dort sogar den ersten Platz – schließlich bietet die Stadt zahlreiche Wälder, Parks und Seen.

Im Bereich Wohnen und Arbeit belegt Berlin den Platz 360, Potsdam den Platz 118. Auch bei Sicherheit und Gesundheit liegt Potsdam weit vor Berlin.

Günstigeres Leben in Brandenburg

Generell muss für das tägliche Leben in Brandenburg weniger Geld ausgegeben werden, als in Berlin. Pro Monat betragen die Verkehrskosten in Haushalten in Berlin beispielsweise im Durchschnitt 349 Euro, in Brandenburg liegen diese dagegen lediglich bei 283 Euro. Ebenfalls sind das Telefonieren und die Lebensmittel in Berlin teurer.

Allerdings fällt die Kraftfahrzeugsteuer in Brandenburg höher aus, als in Berlin – Grund dafür ist allerdings, dass viele Berliner vollständig auf ein eigenes Auto verzichten. Auch wird in Brandenburg mehr Geld für Versicherungen ausgegeben, was der höheren Wohneigentumsquote geschuldet ist.

Die Mieten – Hoppegarten ist teurer als Marzahn-Hellersdorf

Schon heute pendeln mehr als 210.000 Menschen jeden Tag nach Berlin. Zu diesen zählen sowohl ehemalige Berliner als auch Brandenburger Urgesteine. Der Fahrtweg mag zwar circa 60 Kilometer betragen, doch dies hält viele Menschen nicht davon ab, aus Berlin wegzuziehen – denn die Mieten steigen dort immens. Diejenigen, die gerne ein Eigenheim in Berlin bauen möchten, müssen schnell feststellen, dass die Bauplätze rar gesät sind und utopische Preise für diese aufgerufen werden.

Dies ist der Grund, weshalb nicht nur die Einwohnerzahl der Hauptstadt kontinuierlich wächst, sondern auch die des Umlandes. In Zukunft sieht die Landesregierung von Brandenburg allerdings vor, größere Wohngebiete nur noch in der Nähe der Schienentrassen zu genehmigen. Die Berliner führen ihre Suche allerdings ohnehin auch schon jenseits des Autobahnrings von Berlin fort.

Beispielsweise sind die Mieten in Hoppegarten, welches östlich der Hauptstadt gelegen ist, bereits höher, als in dem angrenzenden Plattenbau-Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Generell lässt sich also festhalten, dass auch im Umland von Berlin die Mieten in Zukunft weiter ansteigen werden. Ob die Lebensqualität jenseits der Hauptstadt dabei wirklich höher ist und gleichzeitig bei den Mieten gespart werden kann, ist daher fraglich und liegt in dem individuellen Ermessen jedes Einzelne

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