Brandenburg Mittwoch, 09 September 2020 von [wp]

Die Krise als Chance – Resilienz und der Mut zum Weitermachen

Die Krise als Chance – Resilienz und der Mut zum Weitermachen

Private und globale Krisen sind ein unvermeidbarer Teil des Lebens. Sie können allerdings auch besondere Möglichkeiten sein, zu wachsen und Veränderungen zum Positiven herbeizuführen.

Krisen annehmen

Auch wenn häufig von der „Krise als Chance” die Rede ist, sind Krisen zunächst einmal unangenehm und beängstigend. Wie also überwindet man sie möglichst unbeschadet und nutzt sie als Chance für einen positiven Neubeginn?

Am Anfang dieses Prozesses steht die Erkenntnis: Niemand kann ein vollständig krisenfreies Leben führen. Dieses schlichte Wissen kann jedem helfen, der sich ausgegrenzt fühlt und den Eindruck gewinnt, in einer Kultur der Gewinner keinen Platz zu haben. Fast jeder Mensch stand schon einmal an einem solchen Punkt in seinem Leben – oder hat es noch vor sich. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen und zu verstecken.

Resilienz aufbauen

Resilienz (Lateinisch „resiliare“ – „abprallen“) umschreibt die menschliche Widerstandskraft in psychischer und seelischer Hinsicht. Resiliente Menschen sind überzeugt, dass es sich bei ihren Problemen nicht um Schicksalsschläge handelt, denen man machtlos gegenübersteht, sondern um ertragbare und lösbare Aufgaben. Um sie zu bewältigen, fragen sie bei Bedarf auch nach Hilfe. Das klingt zunächst paradox, ergibt aber durchaus Sinn: Wenn die Bitte um Hilfe ein Teil der Problemlösung ist, dann wählen resiliente Menschen diese Option.

Ansprechpartner finden sich bei Bedarf auch außerhalb von Familie und Freundeskreis: Selbsthilfegruppen oder Seelsorger leisten wertvolle Arbeit in krisenhaften Situationen. Manche Krisen lassen sich auch mit dem Gefühl, die Liebsten für alle Eventualitäten abgesichert zu haben, leichter durchleben. Sorgen Sie also beispielsweise mit einer Risikolebensversicherung vor und verschaffen Sie sich dadurch ausreichend Raum, Ihre Kraft auf den Weg aus der Krise zu konzentrieren.

Wie geht man es an?

Machen Sie sich klar, dass es einen Ausweg gibt – auch wenn er noch schwer zu sehen ist – und nehmen Sie die Dinge selbst in die Hand. Diese Maßnahmen können helfen:

  • Nehmen Sie innerlich eine übergeordnete Position ein: Waren Sie schon einmal in einer ähnlichen Situation? Was hat Ihnen damals geholfen, wie können Sie diese Ressourcen jetzt aktivieren?
  • Extreme Gefühlszustände lässt Ihr Körper nur eine gewisse Zeit lang zu. Wenn Sie sich von Schmerz oder Angst überwältigt fühlen, vergegenwärtigen Sie sich: Nach spätestens 30 Minuten lassen diese Gefühle wieder nach. Sie schaffen das!
  • Schlafen Sie nach Möglichkeit sieben bis acht Stunden pro Nacht – nicht mehr.
  • Engagieren Sie sich in der Nachbarschaftshilfe, suchen Sie sich ein neues Hobby. Kurz: Vernetzen Sie sich und holen Sie sich Unterstützung.
  • Der kürzeste Weg aus der Krise führt durch sie hindurch. Mit jedem „danach“ wächst auch ein wertvoller Erfahrungsschatz heran – und damit Resilienz für zukünftige Herausforderungen.

Das könnte Sie auch interessieren