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Brandenburg Samstag, 07 März 2020 von [wp]

Zukunft mit Präzision

Zukunft mit Präzision

Es gibt junge Menschen, die ticken etwas anders als die meisten ihrer Altersgenossen. Sie sind ruhiger und handeln überlegter. Hektik und Stress liegen ihnen nicht. Dafür vertiefen sie sich gerne in eine Sache und zeigen bei der Arbeit höchste Konzentration. Sie besitzen Geduld und sind dazu in der Lage, längere Zeit an einem Projekt zu feilen, so lange, bis alles perfekt passt. Kurzum, diese jungen Menschen besitzen die Fähigkeit zur Präzision. Und genau diese Eigenschaften sind bei zahlreichen Berufen gefragt. Einer zukünftigen Karriere steht nichts im Wege und die Weichen für die Zukunft sind bereits durch die besonderen persönlichen Fähigkeiten in Richtung Erfolg gestellt. Manch einer schafft es vielleicht sogar, zum Lehrling des Monats aufzusteigen. Doch bis dahin stehen viele junge Schulabgänger vor der schwierigen Frage nach dem passenden Beruf.

Geduld und viel Fingerspitzengefühl

Es gibt eine ganze Reihe an Berufen, die ein ruhiges, geduldiges Arbeiten mit einem Hang zur Perfektion und viel Feingefühl voraussetzen. Dazu gehört zum Beispiel der Hörakustiker. Dieser arbeitet mit hochsensibler Elektronik und verwendet ausgefeilte Messmethoden, um Schwächen am Ohr zu erkennen und auszugleichen. Zum Aufgabenfeld gehören die individuelle und elektroakustische Anpassung der Hörsysteme sowie die Herstellung von Ohrpassstücken. Die Anfertigung erfolgt für jedes Einzelstück individuell und passgenau, damit das Gerät wirklich exakt im Ohr sitzt. Auch ein Augenoptiker verfügt über ähnliche Fähigkeiten. Ein hohes Maß an Präzision ist hier ebenfalls gefragt.

Mit handwerklichem Geschick zum Erfolg

Ein Beruf mit Präzision ist auch der Uhrmacher. Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfordert die Mittlere Reife. Mit viel Liebe zum Detail lernen die Lehrlinge, wie man Uhren herstellt, repariert und auf ihre korrekte Funktion hin überprüft. Mit ein bisschen Glück wechselt der Lehrling später einmal in die Schweiz und profitiert dort von besseren Verdienstchancen. Vielleicht stellt er sogar Luxusuhren von Chopard her und unterstützt damit eine der weltweit besten Unternehmen dieser Branche mit seinem handwerklichen Geschick. Aus der Produktion mechanischer Uhren entwickelte sich im Lauf der Zeit der Beruf des Feinmechanikers. Dieser stellt heute feinmechanische Komponenten für verschiedene Geräte her. Die Hauptgebiete umfassten ursprünglich die Feinmechanik an sich, die Mechanik und die Optik. Später kam die Elektronik hinzu. Wie der Werkzeugmacher arbeiten auch die Feinmechaniker im Bereich von Millimeterbruchteilen äußerst genau. Das gilt insbesondere auch für den Goldschmied. Hier ist neben einem präzisen Arbeiten viel Kreativität gefragt.

Goldschmiede fertigen wunderschönen Schmuck an. Sie verwenden dafür Edelmetalle ebenso wie Edelsteine. Ein Goldschmied verfügt über die Grundlagen der Metallverarbeitung und ist nicht selten künstlerisch begabt. Zum breit gefächerten Tätigungsfeld gehört neben dem Herstellen neuer Schmuckstücke auch das Restaurieren und Umarbeiten wertvoller Unikate. Viel Fingerspitzengefühl benötigt zudem der Graveur. Auch dieser arbeitet häufig mit Schmuckstücken, aber auch mit Schildern, Pokalen, Medaillen und Geschenkartikeln. Der Graveur versieht diese Dinge mit Widmungen, Wappen, Zahlen und Buchstaben, die er mit viel Können in Zinn, Silber, Gold, Eisen, Holz, Keramik, Glas, Kunststoff und andere Materialien eingraviert. Dabei handelt es sich um eine qualitativ sehr anspruchsvolle Arbeit, die viel handwerkliches Geschick erfordert. Wie man sieht, gibt es genug schöne Berufe für den Tüftler, der sich mit Leidenschaft und Hingabe einer bestimmten Sache widmet und dabei mit viel Geduld und Fleiß etwas Wunderbares schafft.

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