Brandenburg Montag, 09 September 2019 von [wp]

Digitale Nomaden und die moderne Form der Heimarbeit

Digitale Nomaden und die moderne Form der Heimarbeit

Die ersten Heimarbeiter der Industriegeschichte waren wohl die Weber, die im Auftrag für seinerzeit 'herrschaftliche Händler', zumeist aus dem Adel, Tücher produzierten. Zugleich war diese Art der Beschäftigung wahrscheinlich auch die erste Art der Scheinselbstständigkeit. Dass diese Arbeitsverhältnisse seinerzeit sklavenähnlich waren, ist in den Geschichtsbüchern unter dem Stichwort Weberaufstand von 1848 nachzulesen. In unserer modernen Welt sieht Heimarbeit, respektive der Nebenerwerb vollkommen anders aus. Wer clever ist, kann mit Jobs in der digitalen Welt sogar seinen Lebensunterhalt bestreiten - und dies recht komfortabel.

Vom Bauchladen zum Dropshipping

Bereits im frühen 19. Jahrhundert verdienten sich Menschen einige Groschen durch Nebentätigkeiten hinzu. Fußläufig wurden in den Unterhaltungsvierteln der Städte Zigaretten, Streichhölzer, Schokolade und auch einzelne Rosen für die gerade erst getroffene Damenbekanntschaft aus dem Bauchladen angeboten. Wer lieber in den eigenen vier Wänden blieb, konnte Briefumschläge zusammenkleben und später auch Kugelschreiber oder Kinderspielzeug aus bis zu 10 Teilen im Akkord zusammenbauen.

Die weltweit größte Handelsplattform heißt aber inzwischen Internet, nimmt man alle Verkaufsplattformen zusammen. Überdies ist es quasi absehbar, wann im Online-Handel mehr Geld verdient wird, als in allen Supermärkten, Kaufhäusern und Fachgeschäften in aller Welt zusammen. So ist es nicht verwunderlich, dass sich im World Wide Web immer neuere Formen des Handels und der Nebentätigkeiten entwickeln, von denen einige eine echte Alternative zum eigentlichen Beruf sein können - darunter auch das Dropshipping.

Die Welt der digitalen Nomaden und Händler im Internet ist bunt

Wer gerne reist und tatsächlich unsere wunderschöne Niederlausitz für eine gewisse Zeit verlassen will, dem bieten sich facettenreiche Möglichkeiten zum Broterwerb. Treiben sich derart reiselustige Niederlausitzer deutlich länger in der Welt herum, als es der reguläre Jahresurlaub zulassen würde, können sie unterwegs Geld verdienen. Je nach Geschick und Art der mobilen Arbeit, kann das Einkommen zum Leben reichen, für die Unterkunft und die Fahrt oder den Flug zum nächsten Etappenziel. Aber auch in den eigenen vier Wänden lässt sich auf diese Weise das Bankkonto füllen, wenn man weiß wie.

Möglichkeiten für Nebenjobs und mobilen Hauptberuf

Wer ein Talent für Worte, Texte und die deutsche Rechtschreibung besitzt, kann auf verschiedenen Schreibportalen aus einem bunten Strauß von Angeboten Texte im Auftrag verfassen. Allerdings wird diese Arbeit eher schlecht bezahlt. Nur wenige Plattformen bietet tatsächlich eine Perspektive zum Aufstieg und einen einigermaßen angemessenen Lohn, der meist je geschriebenem Wort berechnet wird.

Sind Sie Spezialist, haben ein extravagantes Hobby, ist der Job als Influenzier in einer bestimmten Nische interessant. Über accounts auf den Sozial Media Plattformen, über einen eigenen Blog oder eine Internetseite werden geschickt Werbeanzeigen verbreitet oder in einem Text versteckte Kaufempfehlungen gegeben. Klick ein Leser auf den Link oder die Werbung und es kommt zum Kauf, rollt der Euro.

Das eigene Warenhaus für unterwegs oder im Wohnzimmer

Noch innovativer sind Online-Shops. Keine Angst, dafür braucht es weder ein Warenlager noch einen Verpackungsservice oder sonstigen größeren Aufwand. Das Zauberkunststück des Verkaufens ohne Ware funktioniert mit dem sogenannten Dropshipping. Es wird ein virtuelles Kaufhaus oder ein Fachgeschäft digital aufgebaut, was mit verschiedenen Tools denkbar einfach ist. Darin werden die Waren platziert und angeboten, die zum Verkauf stehen - ohne diese Artikel jemals zu Gesicht zu bekommen.

Der Trick ist, dass der Betreiber des Internet Shops zwar nach außen hin verkauft, dies aber nicht wirklich tut. Entschließt sich ein Kunde zur Bestellung, bezahlt dieser digital. Der Online Verkäufer kassiert aber nur einen Teil des Geldes, denn der Rest geht direkt an den tatsächlichen Verkäufer - meist an den Hersteller. Letzterer kümmert sich auch um den Versand der Ware - direkt zum Kunden.

In diesem Bereich gibt es mehrere Anbieter, die auch zumeist die passende Software stellen und als Vermittler zwischen Herstellern und Shop-Betreibern dienen. Besonders interessant ist die App von Oberlo.de, denn durch diese passt ein ganzes Kaufhaus bequem in ein Handy.

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