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Brandenburg Dienstag, 04 Dezember 2018 von [wp]

Zahlen statt Emotionen: Die Mathematik beim Glücksspiel

Zahlen statt Emotionen: Die Mathematik beim Glücksspiel

Das Glücksspiel wirkt verlockend auf Menschen: Schließlich wirken attraktive Gewinne, im besten Fall sogar echter Reichtum. Doch neben dem Glanz und Glamour, den diese Vorstellung umgibt, entscheiden letztendlich nüchterne Zahlen über das Resultat.

Bankvorteil als Lebenselixier für Casinos

Kein Casino könnte langfristig überleben, falls der Hausvorteil nicht auf seiner Seite wäre. Diesen Umstand vergessen Spieler jedoch gerne: Jede Runde ist geprägt von der Hoffnung, die glückliche Ausnahme zu sein und damit leichtes Geld zu verdienen. Diese Mentalität ist die zentrale Motivation für das Glücksspiel an sich, und zwar in allen Disziplinen. Und von diesen gibt es heute mehr als genug: Alleine der Blick auf die Automatenauswahl bei onlinecasino.de spricht für sich.

Ein wenig Basiswissen über das Konzept des Hausvorteils und dessen Bedeutung sollte folglich immer vorhanden sein. Ausnahmen gibt es hier keine und anhand bekannter Beispiele zeigt sich schnell, wie die Lage ist und dass es durchaus auf Details ankommt. Denn nur dann kann man verstehen, wie realistisch die großen Jackpots wirklich sind.

Die Rechnung: Wie hoch sind die Hausvorteile wirklich?

Die ganze Welt spielt und Psychologie ist dabei immer ein Faktor. Doch eigentlich müsste sie das gar nicht sein, oder nur in wenigen Fällen wie Poker, da es dort auch um Bluffs und das Lesen von Gesichtern geht. Denn bei den meisten Spielen entscheidet alleine die Wahrscheinlichkeit: Diese ist theoretisch jederzeit berechenbar, allerdings kennt der Spieler nie alle benötigten Werte. Und selbst wenn, wäre die benötigte Rechenleistung zu hoch für das menschliche Gehirn ohne Hilfsmittel.

Es hilft deswegen, zumindest den Hausvorteil zu kennen. Auch als Bankvorteil bekannt, beziffert dieser den größeren Rahmen, nämlich den Vorteil des Casinos über alle Spiele gerechnet. Daran ändert sich auch in einzelnen Runden nichts, unabhängig davon, was am Tisch oder am Automaten geschieht. An erster Stelle steht dabei Black Jack: Das Kartenspiel mit dem Prinzip 17+4 ist dafür bekannt, den niedrigsten Hausvorteil aller prominenten Glücksspiele zu haben. Im günstigsten Fall liegt er nur bei 0,28 Prozent; dies gilt jedoch nur, wenn die Bank bei 17 nicht mehr ziehen darf. Andernfalls steigt der Vorteil auf 0,8 Prozent an. Wer die Wahl hat, sollte folglich immer die Variante „Dealer stands on soft 17“ bevorzugen.

Wer gerne um hohe Einsätze spielt, für den ist Baccarat eine Option. Elementar für das Kartenspiel sind Wetten: Dabei kann man sowohl auf die Bank als auch auf andere Spieler wetten. Je nach Ausführung kann der Bankvorteil bei nur rund 1 Prozent liegen. In diese Berechnung muss jedoch mit einfließen, dass hohe Einsätze beim Baccarat üblich sind. Der Begriff Kristall der Könige kommt also nicht von ungefähr und das bedeutet, dass sich Verluste umso stärker auswirken.

In den USA ist Craps sehr beliebt. Das Würfelspiel, das auf den ersten Blick recht unverständlich wirken kann, wird in vielen Filmen verarbeitet, da es kurzweilig und ohne lange Ruhephasen abläuft. Außerdem versammeln sich mehrere Spieler um den Tisch und die Stimmung kann schnell sehr munter werden. Der Hausvorteil von Craps beträgt 1,36 Prozent, sofern man sich mit den einfachen Wetten begnügt. Bei diesen sind logischerweise auch die möglichen Gewinne nicht ganz so hoch. Bei komplizierteren Wetten kann der Bankvorteil auf bis zu 17 Prozent ansteigen – dieser Wert spricht eigentlich nur echte Zocker an, die gerne volles Risiko gehen. Das folgende YouTube-Video zeigt übrigens, dass die Grundregeln gar nicht so kompliziert sind:

Was bedeutet der Hausvorteil für die Spielstrategie?

Es gibt viele Wege, den Hausvorteil zu interpretieren und daraus Strategien abzuleiten. Unbestreitbar ist allerdings eine einfache Schlussfolgerung: Da Spieler-Gewinne selbst bei geringem Bankvorteil theoretisch eher unwahrscheinlich sind, sollte jeder einzelne Gewinn umso mehr wertgeschätzt werden. Und das sollte es bei objektiver Betrachtung einfacher machen, rechtzeitig aufzuhören. Glückssträhnen sind zwar verlockend, bewirken aber eine irrationale Haltung: In Wahrheit wird ein Verlust nämlich mit jeder weiteren Runde wahrscheinlicher.

Es schadet also nicht, sich neben den nackten Zahlen auch Gedanken über deren Bedeutung zu machen. Das gilt vor allem für Spieler, die sich gerne vom Fluss der Würfel, Karten und Automatensymbole mitreißen lassen. Der Übergang zur Sucht ist schließlich fließend. Und ohnehin ist bekannt: Die erfolgreichsten Spieler, beispielsweise im Poker, sind jene, die stets nüchtern und mit möglichst wenig Emotionen agieren. Ob online oder offline, macht hierbei keinen Unterschied.

Bild 1: ©istock.com/andresr

Bild 2: ©istock.com/mediaphotos

 

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