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Brandenburg Montag, 03 Dezember 2018 von [wp]

Auswandern, aber richtig!

Auswandern, aber richtig!

Spätestens, seit man im TV verfolgen kann, wie andere Deutsche auswandern, haben sich viele Gedanken darüber gemacht, ob man das nicht auch mal probieren könnte. Leider ist das Auswanderer-Format mittlerweile tief in den Trash-Sumpf gesunken.

Wie man es richtig macht, zeigten zuletzt Olaf und Olena, die sich mit dem guten Konzept, einzigartige Möbel zu verkaufen, auf der Insel Mallorca niederließen. Orientiert man sich an solchen Vorbildern, kann es klappen mit der Auswanderung. Aber was muss man alles bedenken?
Geld

Auch wenn man denkt, man hat eine super Geschäftsidee oder einen super Arbeitsvertrag im neuen Heimatland gefunden, braucht man Startkapital. So sollte man schon vor dem Auswandern bedenken, dass man den Kredit nicht mehr in Deutschland, sondern im Zielland aufnehmen muss. Für viele Länder gibt es im Internet Kreditvergleichsportale. So ist in Dänemark besonders die Seite Tjeklån beliebt, wenn man auf Kreditsuche ist.
Sprache

Es ist so banal, aber so wichtig: Auswanderer sollten die Sprache des Ziellandes sprechen! Um wieder auf das Beispiel des TV-Formats zurück zu kommen, sieht man hier doch immer wieder, wie viel schwieriger der Behördenirrsinn ist, wenn man die Landessprache nicht spricht. Natürlich wird man nicht gleich die selbe Qualität wie ein Muttersprachler haben, aber ein gewisses Grundverständnis und Wortschatz der Sprache sollte vorhanden sein. Natürlich kann auch Englisch sehr hilfreich sein, aber wenn man wirklich heimisch werden und Freunde finden will, sollte man mit hoher Priorität die Sprache lernen.
Job

„Ich kenn da wen und der gibt mir bestimmt einen Job“. Nein, bitte nicht so!!! Gibt man sein Zuhause auf, lässt alles zurück, sollte man dies nicht auf blauen Dunst hin tun. Verlässlich ist nur, was schriftlich festgehalten ist. Also bitte erst die alte Wohnung und den Job kündigen, wenn man einen neuen Job hat. Wandert man als Familie aus, sollten nach Möglichkeit beide Partner einen Arbeitsvertrag haben. Alternativ wirft ein Job genug ab, um die ganze Familie zu ernähren. Will man in der neuen Heimat nicht mehr Arbeitnehmer, sondern Arbeitgeber sein, ist noch mehr zu bedenken. Es sollten Rücklagen für mindestens ein Jahr ohne Einnahmen vorhanden sein. Eine Selbstständigkeit in einem fremden Land nur über Kredite zu finanzieren, kann sehr riskant sein. Schnell können die Kreditraten die Gewinne aus der Selbstständigkeit übersteigen. Auch die beste Geschäftsidee braucht eine gewisse Zeit, um gut zu laufen. Deswegen gilt es, vorher zu sparen und dann erst mit einem guten finanziellen Polster auszuwandern.

Tipp: Plant man gut und langfristig, lernt die Sprache, legt man alles schriftlich fest und hat ein finanzielles Polster, steht einer erfolgreichen Auswanderung nichts mehr im Weg.

 

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