Brandenburg Montag, 03 September 2018 von [wp]

Übergewichtige Kinder: Bewegung muss Spaß machen

Übergewichtige Kinder: Bewegung muss Spaß machen

Übergewicht ist grundsätzlich ein gesundheitliches Problem. Dieses intensiviert sich, wenn es bei Kindern auftritt: Kinder befinden sich im Wachstum und Übergewicht in der Kindheit kann die Gesundheit nachhaltig negativ beeinflussen. In diesem Beitrag wird gezeigt worin das Problem im Detail liegt und wann ein Kind übergewichtig ist, welche Lösungsansätze es gibt und wie Eltern ihre Kinder motivieren können.

Übergewicht spielt in reichen und fortgeschrittenen Gesellschaften eine immer größere Rolle. Vorreiter ist weltweit nach wie vor die USA, doch auch Europa hat mit Übergewicht zu kämpfen. Das beginnt schon in der Kindheit. Es müssen Anreize geschaffen werden, die die Kinder zu mehr Bewegung verleiten.

Besonders gut eignen sich Freizeitbeschäftigungen, die Spaß machen und gleichzeitig Kalorien verbrennen. Skateboard fahren und Trampolin springen sind gute Beispiele dafür. Einen Überblick über empfehlenswerten Gartentrampoline zeigt sport-und-abenteuer.de. Doch zunächst muss geklärt werden, ob ein Kind tatsächlich übergewichtig ist.

Übergewicht oder nicht?

Nur, weil ein Kind bei gleicher Größe etwas breiter und schwerer ist, als ein anderes, muss es nicht gleich übergewichtig sein. Tatsächlich gibt es, was das Gewicht betrifft, einen Spielraum von mehreren Kilogramm, indem man von normalgewichtig spricht. Um sicher zu gehen, dass ein Kind übergewichtig ist, nutzt man den sogenannten BMI (Body Mass Index). Streng genommen wird er in kg/m² angegeben, was logisch betrachtet keinen Sinn macht, deshalb ist er einheitenlos.

Er berechnet sich folgendermaßen: BMI = Körpergewicht [kg]/(Körpergröße [m])²

Um den BMI zu errechnen, benötigt man also das Körpergewicht des Kindes sowie die Körpergröße. Die Daten sollten möglichst genau sein, insbesondere die Körpergröße, da diese quadriert wird und sich der Fehler dadurch exponentiell erhöht. Es wird empfohlen, die Messung mit geeichten Instrumenten durchzuführen. Im besten Fall übernimmt das der Kinderarzt, bspw. bei einer Routineuntersuchung oder extra im Rahmen eines Termins aufgrund von Übergewicht.

Für den berechneten BMI gelten abhängig vom Alter verschiedene Grenzwerte, die eine der vielen Tabellen entnommen werden können (BMI-Tabelle für Kleinkinder). Nur wenn der obere Grenzwert überschritten wird, ist von Übergewicht die Rede. Dann gilt es, Gegenmaßnahmen zu ergreifen:

Übergewicht und Gegenmaßnahmen: Motivation als wichtigster Faktor

Für ein Kind ist es üblicherweise kein Problem, sich zu bewegen. Es mangelt weder an Gesundheit noch an irgendwelchen anderen körperlichen Einschränkungen, insofern es sich nicht um ein extrem hohes Übergewicht handelt. Anstrengung wird von einem Kind üblicherweise nicht als negativ empfunden. Das Problem ist hingegen die Motivation: Es gilt, das Kind dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen. Als Elternteil bzw. als Erwachsener ist man schnell gewillt, effizient zu denken und sich ein Sportprogramm auszumalen, welches dem Kind aufgezwungen werden soll. Das ist der falsche Ansatz. Es darf nicht vergessen werden, dass hier kein Erwachsene, sondern Kinder motiviert werden sollen. Das klappt am besten spielerisch.

Der Trick ist, nicht den Sport, sondern den Spaß am Sport bzw. den Spaß an der Bewegung in den Vordergrund zu stellen. Gemeinsame Ausflüge, bspw. mit dem Fahrrad, sind ein erster Ansatz. Spaziergänge sind aus Sicht eines Kindes erstmal langweilig, aber nicht, wenn man dabei Fußball spielt bzw. wenn ein Ball mit dabei ist. Auch ein Hund kann den Spaziergang deutlich spannender machen – viele Tierheime freuen sich, wenn man die Hunde ausführt. Bei allem sollte Konsistenz gewahrt werden. Die Bewegung sollte regelmäßig stattfinden. Um sich auch als Elternteil etwas Arbeit hinsichtlich der Planung abzunehmen und um sich selbst zu motivieren, hilft bspw. auch der Beitritt in einen Sportverein. Auch gilt es, mehr Anreize für Bewegung in der direkten Umwelt des Kindes zu schaffen.

Wer auf eine sterile Wohnung ohne Spielzeug setzt, hat ganz klar die schlechteren Karten. Familien, die stattdessen ein Trampolin in den Garten stellen, im Sommer einen Pool aufstellen, mit den Kindern Fangen und Verstecken spielen, Seile für‘s Seilspringen und viele weitere auf Bewegung abzielende Spielzeuge bereitstellen, haben es deutlich einfacher, die Bewegungsaktivität der Kinder zu erhöhen. Das klappt auch, wenn das Interesse wie bei vielen Kindern heutzutage im digitalen Bereich liegt: Spielekonsolen wie die Nintendo Wii animieren ebenso zur Bewegung wie moderne VR- und AR-Anwendungen (z.B. Minecraft für die Microsoft Hololens). Weitere Informationen und Maßnahmen finden Sie in den kostenlosen Ratgebern der BZgA. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet auf ihrer Webseite noch viele weitere interessante Beiträge zum Thema Übergewicht bei Kindern.

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