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Brandenburg Mittwoch, 11 Juli 2018 von [wp]

Lohnt eine Haftpflichtversicherung, wenn Haustürschlüssel nicht auffindbar sind?

Lohnt eine Haftpflichtversicherung, wenn Haustürschlüssel nicht auffindbar sind?

Der Verlust oder Diebstahl von Haustürschlüsseln zählt zu den unvorhersehbaren Ereignissen, die grundsätzlich jeden treffen können. Auch in Guben und Umgebung werden regelmäßig verlorene oder gestohlene Schlüssel gemeldet. Von Fachleuten wird Mietern und Eigentümern der Abschluss einer Haftpflichtversicherung empfohlen, um die finanziellen Schäden, die durch den Schlüsselverlust entstehen, möglichst gering zu halten. Doch übernehmen die Versicherer wirklich alle Kosten oder gibt es Risiken, die nicht versichert werden können?

Versicherungskonditionen vorher prüfen

In vielen Fällen lässt sich ein Türschloss nach einem Verlust oder Diebstahl des Schlüssels mit einem Universalschlüssel einfach öffnen. Bewohner, die über einen Zweitschlüssel verfügen und diesen an einem sicheren Platz deponiert haben, gelangen problemlos in ihre Wohnräume. Wer jedoch keinen Zusatzschlüssel besitzt, sollte den Schlüsseldienst in Guben rufen und die Tür nicht in Eigenregie öffnen. Durch eine unsachgemäße Öffnung entstehen weitaus höhere Kosten als durch eine professionelle Türöffnung. Dieser Dienstleister ist rund um die Uhr erreichbar und innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Neben Türöffnungen übernehmen die erfahrenen Monteure auch Autoöffnungen und Tresoröffnungen. Zu den Leistungen des Schlüsselnotdienstes zählt ebenfalls die individuelle Beratung über einen wirksamen Einbruchschutz sowie die Installierung geeigneter Sicherheitstechnik. Manchmal muss das Schloss oder die komplette Schließanlage ausgewechselt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Haustürschlüssel einer Wohnanlage gestohlen wurde oder unauffindbar ist. Das Auswechseln von Schlössern und Schließanlagen kann jedoch hohe Kosten verursachen. Vor allem, wenn es sich bei den verlorenen Schlüsseln um Büroschlüssel oder Schlüssel, die das Betreten eines Firmengebäude ermöglichen, handelt, kann die Rechnungen für den Schlossaustausch mehrere Tausend Euro betragen. Um finanzielle Belastungen zu vermeiden, wird empfohlen, die Haftpflichtversicherung hinsichtlich einer möglichen Kostenerstattung nach einem Schlüsselverlust oder Diebstahl zu überprüfen. Obwohl bei vielen Versicherern eine Erstattung bei Verlust, Diebstahl oder Beschädigung von Haus- und Wohnungsschlüsseln grundsätzlich vorgesehen ist, hängt die Kostenübernahme häufig von der jeweils abgeschlossenen Police ab. Hochwertige Verträge bieten demnach einen vollständigen Versicherungsschutz, der alle denkbaren Versicherungsfälle abdeckt, während günstige Tarife in ihren Leistungen häufig auf bestimmte Summen beschränkt sind.

Welche Kosten werden übernommen?

Fachleute empfehlen, vor Abschluss eines Versicherungsvertrags darauf zu achten, dass ein Schlüsselverlust möglichst doppelt abgesichert ist. Dann sind sowohl der Schlüssel für die Mietwohnung sowie der Haustürschlüssel für die zentrale Schließanlage mitversichert. Neben den Kosten für den Schlüsseldienst, der die Öffnung der Tür übernimmt, bezahlen die Versicherer auch die Rechnung für einen Wechsel von Schlössern und Schließanlagen. Im Versicherungsschutz sollte auch die Kostenübernahme für vorübergehende Sicherheitsmaßnahmen enthalten sein, da in manchen Fällen vor dem Austausch des Schlosses zunächst ein Notschloss eingesetzt werden muss. Eine gute Haftpflichtversicherung bietet Experten zufolge auch die Möglichkeit, neben dem Verlust privater Schlüssel auch geschäftlich genutzte Schlüssel, Generalschlüssel oder Codekarten mitzuversichern. Vor allem Letztere können bei einem Verlust hohe Kosten verursachen, wenn in einem Unternehmen Schlösser gewechselt oder Mitarbeiter mit neuen Codekarten ausgestattet werden müssen. In einer Firma können durch einen möglichen Missbrauch verlorener Büroschlüssel hohe Schäden entstehen, für die der betroffene Mitarbeiter haften muss. Mit manchen Hausratsversicherern lassen sich Zusatzleistungen, wie die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes zur Überwachung des Firmengebäudes für einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen, vereinbaren. Wer bereits über eine Haftpflichtversicherung verfügt, sollte die Versicherungspolice sicherheitshalber auf versteckte Klauseln bezüglich von Schlüsselverlusten und Diebstählen überprüfen.

Sichere Aufbewahrungsmöglichkeiten: Schlüsselsafe und Schlüsseltresor

Bei manchen Privathaftpflichtversicherungen werden ausschließlich private Schlüssel, wie Haustürschlüssel, Wohnungsschlüssel, Kellerschlüssel und Briefkastenschlüssel versichert. Falls sich die Versicherungsleistungen bei Verlust und Diebstahl von Schlüsseln als unzureichend erweisen, sollte über einen Versicherungswechsel nachgedacht werden. Manche Schlüssel können grundsätzlich nicht durch eine Haftpflichtversicherung versichert werden. Dazu zählen Schlüssel für Aktenschränke und Schlüssel zum Öffnen und Schließen anderer beweglicher Gegenstände. Folgeschäden, die unmittelbar durch den Schlüsselverlust entstehen, sind ebenfalls nicht im Versicherungsschutz einer Privathaftpflichtversicherung enthalten. In diesen Fällen greift meist die Hausratversicherung, die bei einem Einbruchdiebstahl Schadenersatz leistet. Für Selbstständige und Freiberufler stellen die gewerbliche Haftpflichtversicherung sowie die Berufshaftpflichtversicherung passende Alternativen dar. Diese Versicherungen kommen für die Kosten auf, die durch den Verlust von Büroschlüsseln entstehen. Dennoch sollten Mitarbeiter mit den ihnen anvertrauten Schlüsseln, die zu ihren Büroräumen oder zum Firmengebäude führen, besonders sorgsam umgehen. Fachleute empfehlen, beruflich genutzte Schlüssel nicht am gleichen Schlüsselbund zu befestigen wie die Schlüssel zur Wohnung. Falls der Schlüsselbund abhandenkommt, ist der Schaden umso größer. Als sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für Schlüssel am Arbeitsplatz empfiehlt sich ein Schlüsselkasten oder ein Schlüsselbrett. Der Schlüsselkasten ermöglicht jederzeit eine Überprüfung aller verfügbaren Schlüssel und stellt deshalb für ein Unternehmen eine wichtige Unterstützung da. Für den Privathaushalt ist der Schlüsseltresor oder Schlüsselsafe die passende Alternative zur sicheren Aufbewahrung von Schlüsseln. Ein Schlüsseltresor lässt sich ausschließlich mit einem zuvor festgelegten Code öffnen und ist deshalb sehr sicher. Ersatzschlüssel und Zweitschlüssel für Haus, Wohnung oder Auto lassen sich dort praktisch unterbringen und sind bei Bedarf jederzeit verfügbar. Der Schlüsselsafe sollte an einem sicheren Platz unmittelbar am Haus, am Schuppen oder an der Garage angebracht werden. Dabei darf der genaue Ort, an dem sich der Schlüsseltresor befindet, ausschließlich den Familienmitgliedern bekannt sein. Aus Sicherheitsgründen sollten weder Nachbarn, Briefträger oder andere Dienstleister den Aufbewahrungsort der Schlüssel kennen. Die Verwendung eines Schlüsselsafes ist immer dann sinnvoll, wenn Schlüssel für Familienmitglieder hinterlegt werden sollen, beispielsweise wenn Kinder aus der Schule kommen, während die Eltern noch am Arbeitsplatz sind. Der Schlüsseltresor ist zudem eine sehr sichere Art der Schlüsselaufbewahrung, der das Anfertigen von zusätzlichen Schlüsseln erspart. Von den klassischen Schlüssel-Verstecken im Pflanzenkübel oder unter der Fußmatte raten Sicherheits-Experten ab, da diese Plätze Einbrechern bekannt sind und diese dort zuerst suchen.