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Welzow Montag, 29 Mai 2017 17:26 |  von Redaktion

116 Hektar neuer Reku-Wald sind jetzt amtlich anerkannt

Michael Rösler von der LEAG; Hans-Jürgen Volkland, Referent Bergbau beim Landesbetrieb Forst Brandenburg; Franziska Uhlig-May, Leiterin Rekultivierung und Naturschutz bei der LEAG, und Revierförster Henryk Siwik (v.l.n.r.) inspizierten am Montag den jungen Reku-Wald im Tagebau Welzow-Süd. Michael Rösler von der LEAG; Hans-Jürgen Volkland, Referent Bergbau beim Landesbetrieb Forst Brandenburg; Franziska Uhlig-May, Leiterin Rekultivierung und Naturschutz bei der LEAG, und Revierförster Henryk Siwik (v.l.n.r.) inspizierten am Montag den jungen Reku-Wald im Tagebau Welzow-Süd.

Landesbetrieb Forst nimmt Mischbaumbestand in Welzow-Süd als gesicherte Kultur ab

Erstmals ist ein junger Mischwald, der sich in den vergangenen 14 Jahren auf den Rekultivierungsflächen des Tagebaus Welzow-Süd entwickelt hat, jetzt auch offiziell vom Brandenburger Landesbetrieb Forst abgenommen und als gesicherte Kultur anerkannt worden. Die Waldflächen liegen auf einem Areal von 116 Hektar im Bereich des Buckwitzberges. Sie wurden überwiegend im Jahr 2003 aufgeforstet und haben einen Mischbaumbestand, zu dem unter anderem  typische in der Lausitz heimische Arten wie Kiefer, Traubeneiche, Robinie, Lärche und  Hainbuche gehören.

„Die behördliche Anerkennung bedarf intensiver Vorbereitung von Unterlagen, Protokollen und Kartenwerk“, erklärt Franziska Uhlig-May, Leiterin Rekultivierung und Naturschutz beim Bergbaubetreiber LEAG. „Im Zuge der Abnahme werden unter anderem die Anzahl und Vitalität der Bäume sowie der Pflegezustand der Fläche bewertet. Das Amt hat uns zwar für wenige Hektar noch Nachbesserungen empfohlen, aber insgesamt bescheinigt, dass die Bergbaufolgelandschaft hier einen kräftigen und gesunden Wald vorweist.“

Hans-Jürgen Volkland, Referent Bergbau beim Landesbetrieb Forst Brandenburg, sagt über den neuen Wald im Rekultivierungsgebiet: „Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Kultur! Den Forstfachleuten und Mitarbeitern des Bereichs Rekultivierung des Bergbaubetreibers LEAG kann ich ein gutes Arbeitsergebnis im geprüften Gebiet bescheinigen. Mit sehr viel forstlichen Know-how und erkennbarer Liebe zum Wald wurde auf geschütteten Flächen ein respektabler Waldbestand gepflanzt und erzogen. Bis auf kleine, kaum nennenswerte Ausnahmen, entsprechen die rekultivierten Flächen in Bezug auf die Pflanzenanzahl, die Standraumverteilung und die Vitalität der Pflanzen, den Anforderungen an eine gesicherte Kultur, die den zukünftigen Lebensumständen gewachsen sein wird und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung erwarten lässt.“

Die Arbeitsgrundlage für das erstmals durchgeführte Prozedere waren „Die Grundsätze der Abnahme gesicherter Kulturen“ vom 12. April 2010. In dieser Vereinbarung wurden zwischen Vertretern der Landesforstämter Brandenburg und Sachsen sowie dem damaligen  Bergbautreibenden Vattenfall Kriterien zur waldbaulichen Entwicklung für die Aufforstungsflächen der Rekultivierung festgeschrieben und abgestimmt.

Weitere 150 Hektar hat die LEAG bereits beim Landesbetrieb Forst zur Abnahme beantragt. „Nach den guten Erfahrungen mit der Pilotfläche gehen wir auch hier davon aus, erfolgreich zu sein und die Bäume als Wald bestätigt zu bekommen“, sagt Franziska Uhlig-May.

PM/red

Foto: LEAG

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