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Spremberg Dienstag, 13 Juni 2017 14:51 |  von Redaktion

KSC ASAHI: Sensation oder Bundesliga Alltag?

Sorgenfalten bei Trainer Mike Göpfert – viele seiner Athleten werden beim Brandenburg Derby gegen den UJKC Potsdam leider fehlen. Sorgenfalten bei Trainer Mike Göpfert – viele seiner Athleten werden beim Brandenburg Derby gegen den UJKC Potsdam leider fehlen.

Nach der grandiosen Aufholjagd in Holle und dem damit verbundenen zweiten Punkt für unsere Lausitzer Judoka, folgte in Hamburg eine derbe aber einkalkulierte Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister. Die Stimmung im Team der Spremberger ist trotz Allem hervorragend. „Niemand hat von uns einen Sieg in Hamburg erwartet, nur die Jungs waren leicht euphorisiert und haben gedacht, es geht nach Holle so weiter. Vielleicht war die Klatsche aber gar nicht so schlecht. Auf jeden Fall hat sie uns auf den Boden der Tatsachen zurück geholt und gezeigt, wir müssen wieder kämpfen und unseren enormen Teamgeist beschwören.“ so Trainer Mike Göpfert

Am Samstag kommt es nun zum Brandenburg Derby gegen den UJKC Potsdam. Die Erfolge der Potsdamer Judoka sind lang und fordern jedem Gegner großen Respekt ab. Aber die Bundesliga ist ein Mannschaftskampf und da gibt es bekanntermaßen eigene Gesetze.

„Zu Hause brauchen wir uns vor Niemanden verstecken, auch wenn Potsdam eine super Truppe zusammen hat und heute der Favorit ist. Wir wollen mit unserem Publikum im Rücken für die nächste Überraschung sorgen.“ so Dirk Meyer

Die Potsdamer sind in der laufenden Saison noch unbesiegt und belegen derzeit Platz 2 in der Tabelle. Zum jungen Team der Potsdamer gehören auch zwei ehemalige Spremberger. Linus Zarse und Paul Böhme begannen ihre Judokarriere beim 1. Spremberger Gesundheitssportverein und trainieren seit mehreren Jahren am Stützpunkt in Potsdam. Von einer brisanten Begegnung will Vereinschef Meyer aber nicht reden: „Die beiden Jungs sind schon lange in Potsdam und sehr faire Sportler. Die Zwistigkeiten der beiden Spremberger Judovereine haben auf der Matte nix zu suchen und dies leben wir schon seit Jahren und die beiden Potsdamer Jungs denke ich auch.“ so Meyer

Neben diesen beiden hoffnungsvollen Talenten, Zarse ist wie ASAHI Talent Luc Meyer zweifacher Deutscher Juniorenmeister, gibt es noch jede Menge großer Namen beim UJKC. Baruch Shmailov der israelische Europameister und WM Dritte der Junioren, Yanislav Gerchev und Ivaylo Ivanov die beiden bulgarischen Europameister und Olympiateilnehmer vom Rio oder der Juniorenweltmeister und Vizeweltmeister der Männer Krisztian Toth aus Ungarn sind die herausragenden Athleten beim nächsten Gegner der Spremberger. Nicht zu vergessen die drei Briten in Diensten des UJKC und für Ihren eigenen Nachwuchs sind die Potsdamer nicht nur Deutschlandweit bekannt. Fast jeder Potsdamer hat zumindest eine Medaille bei Deutschen Meisterschaften auf seinem Konto.

Derweil plagen den Aufsteiger ganz andere Sorgen. Mit Vincet Giller, Emil Kosjanik und Fabian Meyer sind gleich drei Spremberger Talente mit der Juniorennationalmannschaft zum Lehrgang in Brasilien. Luc Meyer weilt mit der Jugendnationalmannschaft in Straßburg beim internationalen Trainingscamp und der etatmäßige 60er Maximilian Zimmermann hat ein gebrochenes Handgelenk. Kapitän Stefan Niesecke befindet sich auf seiner wohlverdienten Hochzeitsreise, in derselben Gewichtsklasse fehlen auch Domenik Schönefeldt (Europacup in Slowenien) und Vladislav Gavrilov (Schulterverletzung) und Schwergewichtler Sebastian Bähr ist im Auslandseinsatz. Hinzu kommen noch die langzeitverletzten Johannes Karsch, Hannes Vetter und Danni Tempel.

Dass die Spremberger Jungs trotzallem immer wieder für Überraschungen gut sind haben nicht nur die beiden Remis gezeigt. Die zwei Punkte in Hamburg durch den 22jährigen Oleg Ilts oder den erst 17jährigen Johannes Limmer sind Zeugnis dafür, dass in dieser jungen Mannschaft mehr steckt als nur die Außenseiterrolle.

Judo Bundesliga 2017

Samstag, 17.06. 18.00 Uhr | Sporthalle Haidemühl | Gegner: UJKC Potsdam
Samstag, 17.06. 18.00 Uhr | Sporthalle Haidemühl | Finalrunde: Schaffen wir die Sensation?

pm/red

Foto: KSC ASAHI Spremberg e.V.

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