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Spremberg Mittwoch, 03 Mai 2017 09:25 |  von Redaktion

KSC ASAHI trotzt zum Auftakt großem Favoriten ein Unentschieden ab

KSC ASAHI trotzt zum Auftakt großem Favoriten ein Unentschieden ab

Nach einer furiosen Zweitliga Saison und dem erstmaligen Aufstieg ins deutsche Judooberhaus setzen die Jungs vom KSC ASAHI Spremberg in ihrer ersten Erstligabegegnung der Vereinsgeschichte gleich ein Ausrufezeichen. Bei den Lausitzern zu Gast war mit der Sportunion Annen Witten der amtierende Bronzemedaillengewinner der letzten Deutschen Meisterschaft und damit auch einer der Staffelfavoriten.

Das Glück des geschichtsträchtigen ersten Kampfes eines Spremberger Judoka in der ersten Liga hatte der 22jährige Oleg Ilts. Mit dem EX – Europameister sowie WM Dritten Loic Korval stand dort ein „Judoschwergewicht“ auf Wittener Seite. Doch bereits dort zeigte sich was in dem jungen Spremberger Team steckt. Angefeuert von seinen Kameraden wuchs Oleg über sich hinaus und brachte Korval schier zum Verzweifeln und ging mit dem 2fachen französischen Meister über die volle Zeit. Auch Johannes Kruse forderte anschließend seinem Gegner alles ab und verlor denkbar knapp. Den ersten Punkt für die Spremberger holte der polnische U23 Meister Mariusz Krueger und geht damit in die ASAHI Geschichte ein. Der 19jährige Pascal Meyer überraschte seinen Kontrahenten mit einer blitzschnell vorgetragenen Fußtechnik und erwischte den Wittener Malewany bereits nach 12 Sekunden mit Ippon. Patryk Ciechomski brachte anschließend die Spremberger sogar mit 3:2 in Führung. Gegen den Britischen Meister und Europacupsieger Max Stewart gewann Patryk mit einer taktischen Meisterleistung. Nun war das Spremberger Publikum völlig aus dem Häuschen. Angepeitscht von knapp 600 Zuschauern wuchsen auch Marcel Schaarschmidt und Michel Daue über sich hinaus. Beide konnten sogar mit Waza – Ari (halber Punkt) in  Führung gehen und hatten die Sensation quasi auf den Füßen. Das Beide am Ende noch verloren tat der Stimmung in der Haidemühler Wettkampfarena keinen Abbruch. Mit 3:4 ging es in die Halbzeitpause und jedes Team musste mindestens drei neue Kämpfer einwechseln. Während es auf Spremberger Seite keine taktischen Überlegungen gab und Mike Göpfert sogar gleich sechs neuen Kämpfern zum Bundesliga Debüt verhalf, wollte der große Favorit natürlich einer Blamage beim Aufsteiger entgehen und wechselte nur die drei Pflichtkämpfer aus.

So war es wieder Europameister Korval der für Witten punkten sollte. Der erst 17jährige Johannes Limmer war damit nicht ganz einverstanden und ließ sich auch vom großen Name nicht beeindrucken. Korval biss sich an Johannes förmlich die Zähne aus und das Spremberger Publikum tobte. Das letztendlich der WM Dritte von Tokio mit einer knappen Wertung gewann schmälerte nicht die Wahnsinns Leistung des 17jähirgen Sprembergers. Auch der 19jährige Emil Kosjanik machte anschließend gegen Altmeister und Vize – Europameister der Studenten S. Oldenburg einen starken Kampf und verlor wie Limmer nur knapp.

Neuzugang Domenik Schönefeldt und einer der Punktgaranten der 2. Liga Maximilian Zimmermann verkürzten mit ihren vorzeitigen Siegen auf 5:6 aus Spremberger Sicht. Patryk Ciechomski konnte danach sogar zum 6:6 ausgleichen. In einem spannenden Kampf mussten beide Athleten ins Golden Score und hier hatte Ciechomski die bessere Kondition und rang den Briten förmlich nieder. Auch der folgende Kampf zwischen dem Spremberger Marcel Jamet und Pierre Borkowski ging in die Verlängerung. Stehend KO aber angetrieben vom fachkundigen Publikum und seinen Mannschaftskameraden packte Marcel mit letzter Kraft noch irgendwie Einen aus und brachte sein Team in Führung. Die große Sensation lag in der Luft. Der Pole Aleksander Beta auf Spremberger Seite hatte mit dem 2fachen Deutschen Juniorenmeister und Europacupdritten Leon Cedric Philipp aber keine leichte Aufgabe vor sich.

„Vielleicht war der Druck für Aleks heute etwas zu groß. Das Team und natürlich auch das Publikum hofften auf den großen Wurf. Die Spannung in der Halle war fast unerträglich. Das Aleks Judo kann hat er schon oft genug bewiesen, aber leider kam er heute irgendwie nicht so richtig zum Zuge.“ so Trainer Mike Göpfert

Am Ende wurde aus der großen Sensation eine Kleine und das Spremberger Publikum bedankte sich bei Beta trotz der Niederlage mit lauten Aleks, Aleks Rufen und tosendem Applaus. Mit 7:7 startet unser KSC ASAHI also absolut überragend in seine erste Erstligasaison und vielleicht gibt es ja doch noch das Wunder der Lausitz und die Spremberger ziehen in die Play Offs ein.

„Wer hätte das Gedacht und als Letztes sicher die Wittener.“ lacht Vereinschef Dirk Meyer „ es war sogar mehr drin. Aber man muss realistisch bleiben, die Punkteteilung geht absolut in Ordnung und wir sind mehr als zufrieden und überaus stolz und glücklich. Micha Rex hatte Recht, wir können hier in Spremberg Berge versetzen. Waaahnsinn.“ erzählt ein freudestrahlender Vereinschef

Bereits dieses Wochenende geht es weiter und die Lausitzer Judoka müssen zum Auswärtsdebüt nach Holle reisen.

Bild: Patryk: der Pole Patryk Ciechomski war mit zwei hart erkämpften Siegen der Matchwinner auf Spremberger Seite

pm/red

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