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Peitz Dienstag, 08 Mai 2018 von Redaktion

B168: Verkehrsunfall mit toter Autofahrerin bei Maust. Vermutlich weitere Tragödie verhindert

B168: Verkehrsunfall mit toter Autofahrerin bei Maust. Vermutlich weitere Tragödie verhindert

Gegen 13:35 Uhr am Montag ereignete sich auf der B 168 zwischen Maust und Peitz ein schwerer Verkehrsunfall. Nach ersten Erkenntnissen überquerte der Fahrer eines PKW VW die Ampelkreuzung Maust/Döbbrick in Richtung Cottbus und beachtete vermutlich das für ihn geltende Rotlicht der Ampelanlage nicht. Die Fahrerin eines PKW KIA kam von der Ortsverbindungsstraße bei Döbbrick gefahren und wollte nach links in Richtung Peitz abbiegen.

 Daraufhin kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, wobei beide Autos mit Beschädigungen in Höhe von geschätzten 20.000 Euro nicht mehr fahrbereit waren. Für die 56-jährige KIA-Fahrerin kam trotz umgehend eingeleiteter medizinischer Sofortmaßnahmen jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Der 69-jährige Fahrer des PKW VW wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus transportiert.

Zum Zeitpunkt des Unfalls überquerte eine Schulklasse die Straße aus Richtung Maust nach Döbbrick. Der erste Radfahrer, ein 12-jähriger Junge, erschrak sich vor dem lauten Knall und sprang von seinem Rad und rettete sich auf die Mittelinsel. Er verletzte sich am Arm. Der unfallverursachende PKW erfasste das Rad. Weitere anwesende Kinder wurden nicht verletzt, mussten jedoch mit Schocksymptomen betreut werden. Der 12-Jährige wurde ebenfalls zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Ein Vater eines der Kinder berichtet, dass durch die KIA-Fahrerin vermutlich eine weitere Tragödie abgewendet wurde, da sonst das Auto ungebremst in die Kindergruppe gefahren wäre. Die Kinder waren seinen Schilderungen zufolge nur Sekundenbruchteile vor und hinter dem Jungen. Der Unfallfahrer nutzte laut Zeugenberichten die linke Spur von Peitz kommend, an den wartenden Autos an der Ampel vorbei zum überholen an der Kreuzung, dadurch war er kaum vorher erkennbar.

Die beteiligten Fahrzeuge wurden im Anschluss der Unfallaufnahme und nach den Ermittlungen der DEKRA abtransportiert. Es kam bis etwa 17:00 Uhr zur teilweisen Vollsperrung der Fahrbahnen.