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Guben Freitag, 28 Oktober 2016 11:51 |  von Redaktion

Stadt- und Industriemuseum holt Sandmann-Ausstellung nach Guben

Stadt- und Industriemuseum holt Sandmann-Ausstellung nach Guben

„Sandmann, lieber Sandmann“ – seit mehr als einem halben Jahrhundert begleitet die bekannte Melodie Kindergenerationen beim abendlichen Zubettgehen. Höchste Zeit, dass die Schlafsand verstreuende Fernseh-Kultfigur auch einmal in die Neißestadt kommt. Ab Freitag, 4. November 2016, präsentiert das Stadt- und Industriemuseum Guben eine Sonderausstellung zum Sandmännchen mit märchenhaften Konstellationen und fantasievollen Fahrzeugen. „Für viele Kinder und ihre Eltern bildet die berühmte Kindersendung mit den verschiedenen Abendgruß-Geschichten noch immer ein festes Ritual, weshalb wir uns schon seit Längerem bemüht haben, der Lieblingsfigur eine eigene Ausstellung zu widmen“, erklärt Museumsleiterin Heike Rochlitz.  

In der Sandmannausstellung sind ausschließlich Originalrequisiten aus den unterschiedlichsten Sandmännchen-Folgen zu sehen, die im Sandmannstudio Berlin produziert wurden. Bereits 1959 hatte sich der Sandmann als Traumbringer im DDR-Fernsehen dazu aufgemacht, seine Heimat und nach 1989 auch den Westen Deutschlands für sich zu gewinnen. Markenzeichen: spitze Mütze, weißer Kinnbart und wehender Umhang. Das Gubener Museum zeigt nun – neben verschiedenen Fahrzeugen, Transportmitteln sowie Trickpuppen und -Tieren – auch die originalen Dekorationsmaterialien der ostdeutschen Sendung. Sei es nun eine Kürbis-Kutsche, Dampflok, eine Sandmann-Figur von 1960 oder Fotoarchivaufnahmen von Szenenbildentwürfen bei den Dreharbeiten. Auch ein Wiedersehen mit weiteren Figuren des Ost-Sandmanns, wie beispielsweise dem Plumps oder Pittiplatsch, wird es geben.  

Die Exponate der neuen Sandmann-Schau sind allesamt Leihgaben der Sandmannstudio- und Trickfilm GmbH Berlin. Der Sandmann-Experte Winfried Kujas organisiert diese Ausstellungen seit 1994 ehrenamtlich und konnte trotz zahlreicher Ausbuchungen in der ganzen Republik für den Standort Guben gewonnen werden, berichtet Museumchefin Heike Rochlitz. Kujas war ab 1961 als Produktionsleiter beim DDR-Kinderfernsehen für das Sandmännchen zuständig. Der 76-Jährige weiß nahezu alles über die Figur und bestückt die Ausstellungen mit Tausenden Originalobjekten.  

Die neue Sonderausstellung „Sandmann, lieber Sandmann“ ist vom 04. November 2016 bis 26. Februar 2017 im Stadt- und Industriemuseum zu den bekannten Museumsöffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt erfolgt nach aktueller Entgeltordnung.

pm/red

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