Samstag, 10.12.2016
*

Bedeckt

7 °C
West-Südwest 5 km/h

Jetzt aktiv Mitmachen!

Eisenhüttenstadt Donnerstag, 14 Januar 2016 14:00 |  von Redaktion

Arbeitsministerin Golze: IQ-Anerkennungsberatung in der Zentralen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt

Arbeitsministerin Golze: IQ-Anerkennungsberatung in der Zentralen Erstaufnahme in Eisenhüttenstadt Foto: BILDHAUS Karoline Wolf

Das IQ Netzwerk Brandenburg zur Arbeitsmarktintegration von erwachsenen  Migrantinnen  und  Migranten  im  Land  Brandenburg bietet ab  dem 13. Januar Asylsuchenden in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt eine regelmäßige Beratung zur Anerkennung von ausländischen Qualifikationen an. Ziel ist es, gleich zu Beginn des Aufenthaltes in Deutschland über die Möglichkeit der Anerkennung zu informieren. Denn eine formale Anerkennung des Abschlusses verbessert die Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Bei bestimmten Berufen wie Krankenpflegerin und Krankenpfleger ist eine Anerkennung sogar zwingend notwendig, um in diesem Beruf arbeiten zu können. 
 

Diana Golze jpg 16112952 F BILDHAUS. Karoline WolfArbeitsministerin Diana Golze: „Uns ist klar, dass Asylsuchende nach ihrer Ankunft in Brandenburg oft erst einmal andere Dinge im Kopf haben, sich orientieren und an die neuen Lebensumstände gewöhnen müssen. Wir möchten ihnen aber gleich zu Beginn die Möglichkeit bieten, sich auch Gedanken über ihren beruflichen Einstieg in Deutschland zu machen. Denn viele der Asylsuchenden möchten gern so schnell wie möglich arbeiten. Dazu ist die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen unumgänglich. Wer rechtzeitig informiert ist, kann sich schneller um Arbeit kümmern, wenn der Deutschkurs absolviert ist und weitere rechtliche Fragen zum Zugang auf den Arbeitsmarkt geklärt sind. Dabei helfen wir sehr gern.“

Vor der Beratung werden Erstinformationsfragebögen ausgefüllt. Erfragt werden unter anderem die Art des ausländischen Schul- und Berufsabschlusses, die Dauer der Berufserfahrung im Herkunftsland sowie das Berufsziel in Deutschland. Als Abschluss gilt dabei eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium. Die ausgefüllten Bögen werden bei Umzug an die zuständige Kommune weitergeleitet, damit auch vor Ort schnellstmöglich Maßnahmen zur beruflichen Integration in die Wege geleitet werden können. Der Erstinformationsfragebogen kann auch von Dritten – beispielsweise Beratungsstellen oder Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in Gemeinschaftsunterkünften – genutzt werden und steht auf der Webseite des IQ Netzwerks Brandenburg auf Deutsch und in mehreren Fremdsprachen zum Download zur Verfügung.

Im Beratungsgespräch werden die Asylsuchenden über die Möglichkeiten der beruflichen Anerkennung, die notwendigen Unterlagen und nächsten Schritte informiert. Mit einer rechtzeitigen Beratung kann eine möglichst frühzeitige Eingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt werden.

Die Beratung zur Anerkennung ist ein freiwilliges Angebot an die Asylsuchenden. Sie wird regelmäßig alle zwei Wochen mittwochs von 09:00 bis 15:30 Uhr in der ZABH Eisenhüttenstadt angeboten. Die Beratung durch das IQ Netzwerk kann auch in Englisch, Französisch oder Russisch erfolgen, für andere Sprachen wird bei Bedarf ein Dolmetscher vor Ort gestellt.

Die Beratung ist für die Asylsuchenden kostenlos. Sie wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ finanziert.

Weitere Informationen unter www.brandenburg.netzwerk-iq.de.

 

 

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

Bewertung:
(0 Stimmen)

Kommentare

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten