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Beeskow Sonntag, 03 April 2016 18:00 |  von Redaktion

Junior-Dozenten beim Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung

Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Lehrveranstaltung? Bei der Informationsveranstaltung zum Trainee-Programm „Junior-Dozent/in" gab die hauptamtliche Dozentin Michaela Oelgeklaus praktische Einblicke in die Lehrdidaktik. Was unterscheidet eine gute von einer schlechten Lehrveranstaltung? Bei der Informationsveranstaltung zum Trainee-Programm „Junior-Dozent/in" gab die hauptamtliche Dozentin Michaela Oelgeklaus praktische Einblicke in die Lehrdidaktik. Foto: Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung

Trainee-Programm bereitet auf Lehrtätigkeit vor

Die Tätigkeit als Lehrkraft in einer Bildungseinrichtung für Verwaltungsberufe stellt eine besondere Herausforderung dar. Nicht jeder, der über entsprechendes Fachwissen verfügt, hat auch die Fähigkeit, dieses anschaulich zu vermitteln. Gerade der starke verwaltungsrechtliche und finanzwirtschaftliche Bezug verlangt nach Dozentinnen und Dozenten mit der Fähigkeit, anschauliche Erklärungsmodelle zu entwickeln und praxisnahe Beispiele zu finden. Neben einem riesigen Fundus an Fachwissen verfügen gute Lehrkräfte idealerweise auch über Qaulifikationen wie Kreativität und kommunikatives Geschick.

Das Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung (NLSI) setzt selbst eine ganze Reihe nebenamtlicher Lehrkräfte für den Unterricht im Bereich der Berufsausbildung des Verwaltungspersonals ein. Als kommunale Bildungseinrichtung trägt das NLSI die Verantwortung dafür, dass das Verwaltungspersonal im Südosten Brandenburgs über eine fundierte und qualitativ hochwertige Ausbildung verfügt.

Vorbereitung auf spätere Lehrtätigkeit

Hinsichtlich der Anwerbung guter nebenamtlicher Lehrkräfte, schlägt das NLSI nun zusätzlich einen neuen Weg ein. Letzte Woche fand im Schulungszentrum des NLSI in Lübben eine Informationsveranstaltung für angehende Juniordozenten statt. „Das Trainee-Programm Junior-Dozent/in richtet sich besonders an junge Menschen, die gerade frisch mit ihrer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten oder der Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt fertig geworden sind", erklärt Lars Gölz, Studienleiter beim NLSI. „Über einen Zeitraum von zwei Jahren führen wir diese mit Schulungen und Unterrichtstätigkeit – vorwiegend im Bereich von Nachhilfeunterricht – an eine mögliche spätere Lehrtätigkeit heran."

Am Ende der zweijährigen Vorbereitungszeit können sich die Absolventen anschließend dem normalen Auswahlverfahren für nebenamtliche Dozentinnen und Dozenten unterziehen. „Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer zwar über gute Abschlussnoten verfügt, andererseits aber noch unsicher ist, ob er für eine Dozententätigkeit überhaupt geeignet ist, kann sich im Rahmen des Trainee-Programms bereits intensiv mit Unterrichtsdidaktik beschäftigen und seine Fähigkeiten entsprechend ausbauen", erklärt Gundula Grönke, Geschäftsbereichsleiterin für Organisation und Personal beim NLSI.

Unterrichtsplanung und Nutzung von Medien

Bei der Informationsveranstaltung wurde den Interessenten, die eigens vom NLSI ausgewählt worden waren, das Trainee-Programm vorgestellt. Demnach gilt es für die angehenden nebenamtlichen Lehrkräfte einige Schulungsveranstaltungen zu absolvieren. Dabei stehen unter anderem Themen wie die Planung von Unterricht, die Nutzung von Unterrichtsmedien oder die Gestaltung von Prüfungsarbeiten auf dem Programm. Hinzu kommen Einsätze im Bereich des Nachhilfeunterrichts und Feedbackgespräche mit der Studienleitung, bei der die Fortschritte und Defizite der Teilnehmer diskutiert und Ansätze zur Verbesserung gefunden werden.

Guter oder schlechter Unterricht?

Später stellte die erfahrene hauptamtliche Dozentin Michaela Oelgeklaus anschaulich und in wesentlichen Punkten dar, was eine gute von einer schlechten Lehrveranstaltung unterscheidet. Dazu schlüpfte sie zunächst in die Rolle einer ausgesprochen schlechten Dozentin, um anschließend zu zeigen, wie eine erstklassige Vermittlung des Lernstoffs idealerweise erfolgt. Viele Teilnehmer erinnerten sich noch lebhaft an ihre nicht weit zurückliegenden Erfahrungen, die sie in ihrer Berufsausbildung gemacht hatten. „Das bloße Abspielen von Fachwissen genügt nicht", erklärt Michaela Oelgeklaus. „Es kommt darauf an, es den Zuhörern so aufbereitet zu vermitteln, dass es bei diesen auch wirklich ankommt und verstanden wird." Hinzu komme, dass ein Lehrkonzept niemals „fertig" sei. Jeder Kurs sei anders, jeder Mensch lerne anders, sodass man als Dozentin stets neue Ansätze entwickeln müsse, wie man das Wissen an die jeweiligen Teilnehmer weitergebe, führt Michaela Oelgeklaus weiter aus.

 

 

schlechte Dozentin F Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung
Quelle & Fotos: Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung

 

 

 

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