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Senftenberg Dienstag, 06 Juni 2017 18:22 |  von Redaktion

Frühzeitige, strukturierte Förderung und Bindung sichert Medizinernachwuchs für die Region

Frühzeitige, strukturierte Förderung und Bindung sichert Medizinernachwuchs für die Region

Senftenberg. Einmal im Jahr treffen sich alle angehenden Fachärzte, die im Klinikum Niederlausitz tätig sind, gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor. Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums, Chefarzt Dipl.-Med. Hendrik Karpinski, hat die jungen Mediziner dieses Jahr (31.05.2017) an den Stadthafen nach Senftenberg eingeladen. Er vermittelte bei diesem Treffen wichtige Fakten sowie die Werte des Unternehmens und sprach über die Bedeutung der Facharztweiterbildung im Klinikum. Die Ausbildungsassistenten haben die Möglichkeit ihre Sichtweisen mitzuteilen und im direkten Austausch Fragen zu stellen und zu diskutieren. Gemeinsam ging es dann zu einer Motorboot-Rundfahrt auf den Senftenberger See, getreu dem Motto „Wir sitzen alle in einem Boot“. Im Anschluss gab es dann am Hafen noch ein gemeinsames Essen und gute Gespräche.

Derzeitig sind insgesamt 54 Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung aus den verschiedensten Nationen im Klinikum Niederlausitz tätig. Sie absolvieren ihre Facharztausbildung unter anderem in den Fachrichtungen Chirurgie, Kinderheilkunde, Innere Medizin, Gefäßchirurgie und Kardiologie.

Das Klinikum Niederlausitz ist durch sein umfassendes Leistungsspektrum und die Vielzahl an qualifizierten Ärzten in der Lage, eine breitgefächerte Facharztausbildung anzubieten. Seit Beginn dieses Jahres ist das Klinikum zudem Akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Brandenburg. Damit bestehen jetzt auch die Voraussetzungen, dass Medizinstudierende nicht nur ihre Famulatur, ein vorgeschriebenes Praktikum von viermonatiger Dauer, sondern auch das sogenannte Praktische Jahr – den letzten praktischen Abschnitt im Medizinstudium, in den Klinikbereichen Senftenberg und Lauchhammer absolvieren können.

Hendrik Karpinski sieht gerade in der frühzeitigen, systematischen Förderung und Bindung angehender Fachärzte eine gute Möglichkeit, den ärztlichen Nachwuchs für die Region zu sichern. Dafür gibt es im Klinikum verschiedene Möglichkeiten. „Wir haben die Nachwuchsförderung für uns schon vor Jahren auf die Agenda gehoben und wissen um die Bedeutung einer guten Ausbildung für Ärzte“, sagt Hendrik Karpinski. „Aktuell werden bei uns vier Medizinstudierende durch ein monatliches Stipendium in Höhe von 500 Euro gefördert. An der Medizinischen Hochschule Brandenburg studieren vier weitere junge Menschen im Fachbereich Medizin und erhalten dafür ein Darlehen“, so Karpinski. Zusammen mit dem Gesundheitszentrum Niederlausitz setzt das Klinikum verstärkt auf die Ausbildung von Allgemeinmedizinern. Hier kann durch ein strukturiertes Rotationsprinzip zwischen den ambulanten Hausarzt- und Facharztpraxen und dem Krankenhaus eine fundierte Weiterbildung aus einer Hand angeboten werden. Das wissen die jungen Ärzte, die diese Ausbildung bereits durchlaufen, sehr zu schätzen.

Die Regelstudienzeit beträgt für alle, die Medizin studieren wollen, sechs Jahre oder anders gesagt insgesamt 12 Semester. Dabei ist die Studienzeit in drei Abschnitte aufgeteilt, die jeweils mit einer Prüfung zu beenden sind. Nach dem Medizinstudium und dem dritten Staatsexamen kann man in Deutschland die Approbation beantragen. Mit der Approbation erhält man die vollständige Berechtigung zur Ausübung des Arztberufes. Nach der Approbation erfolgt der Berufseinstieg als Assistenzarzt und mit dem Antritt der ersten Stelle beginnt für junge Ärztinnen und Ärzte die Facharztweiterbildung.

Der Assistenzarzt legt sich auf eine medizinische Fachrichtung fest und erlernt dieses Fach während seiner ersten Berufsjahre. Nach erfolgreichem Abschluss der Facharztweiterbildung wird der Facharzttitel erworben. Der Facharzt ist also ein Arzt mit einer abgeschlossenen, mehrjährigen Weiterbildung in genau einem medizinischen Fachbereich. Voraussetzung für den Titel des Facharztes ist in Deutschland eine mehrjährige Ausbildung. Diese dauert in der Regel 5 bis 6 Jahre. Die Ausbildungsdauer ist dabei abhängig vom gewählten Fachbereich.

 

Fotos: Klinikum Niederlausitz / Daniela Graß

pm/red

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