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Senftenberg Mittwoch, 17 Mai 2017 13:30 |  von Redaktion

Kalligrafiekurs im Rathaus Senftenberg

Kalligrafiekurs im Rathaus Senftenberg

Künstler der aktuellen Ausstellung im Rathaus gibt Anleitungen

Am 20. Mai von 14 bis 18 Uhr findet im Rathaus Senftenberg, kleiner Ratssaal, unter Leitung von Hobbykünstler Ingo Schiege ein Kalligrafiekurs statt, der die Einführung in die klassische Kalligrafie und das Schreiben mit Tusche und Feder beinhaltet. Der Workshop ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Ingo Schiege aus Lübbenau widmet sich diesem schönen Hobby seit mehr als 25 Jahren. Vermittelt werden die Grundfertigkeiten der Kalligrafie mit Konzentration auf die gängigsten Schriftarten Antiqua und Kursive. Hinzu kommt die Vermittlung historischer Zusammenhänge, die richtige Verwendung von Papier, Farben, Tuschen, Federn und anderen Dingen.

Zurzeit ist die Ausstellung "Wortmark Brandenburg" von Ingo Schiege im Rathaus Senftenberg zu besichtigen, diese bietet einen guten Einblick in das Schaffen des Künstlers.

Obwohl die Kunstschrift immer nur Hobby geblieben ist, hat Ingo Schiege in der Vergangenheit mehrere Schriftkurse geleitet und nicht wenige Ausstellungen (Dom zu Brandenburg, BTU Cottbus-Senftenberg, William Morris Society London) gestaltet. In seinen Arbeiten setzt sich der Künstler mit den unterschiedlichsten Themen, wie Politik, Natur, Literatur, Musik und Katzen auseinander und versucht diese adäquat kalligrafisch umzusetzen. Die Arbeiten reichen von strengen, mittelalterlich anmutenden Schriften bis zu modernen und schwungvoll geschriebenen Buchstaben.

Der Kurs kostet pro Teilnehmer 20 Euro, inklusive Material, und findet ab einer Teilnehmerzahl von sieben Personen statt. Maximal können15 Interessierte teilnehmen.

Anmeldeschluss ist der 15. Mai. Anmeldungen bitte an Elke Rößiger richten: Tel. 03573 701261 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Hintergrund

Der Begriff Kalligrafie kommt aus dem griechischem und bedeutet so viel wie die Kunst des schönen Schreibens. Auch wenn viele das vor allem mit chinesischen Buchstaben verbinden, gibt es in Europa und Deutschland eine Jahrhunderte lange Tradition des künstlerischen Schreibens. Den Anfang bildeten sicher die Klöster, in denen vor allem Bibeln abgeschrieben wurden. Über die Zeit wurden die Werke immer kunstvoller und die weltlichen Herrscher wollten mit ihren Urkunden und Schriftstücken nicht nachstehen. Herausragendes Beispiel früher europäischer Schriftkunst ist das "Book of Kells" aus Irland. Mitte des 15. Jahrhunderts erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck, dabei orientierte er sich zwar eng an den handgeschriebenen Vorlagen, versetzte aber gleichzeitig der Schreibkunst einen fast tödlichen Stoß. Herausragende Buchkünstler wie William Morris und Hermann Zapf waren oft gleichzeitig Kalligrafen und Typografen und befruchteten mit ihren Werken beide Kunstrichtungen.

In der Neuzeit führt die Kalligrafie leider eher ein Schattendasein, die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft gibt zwar jedem die Möglichkeit, eigene Schriftstücke am Computer zu gestalten und zu drucken, nur leider übersteigen die Möglichkeiten meistens die Fähigkeiten.

 

pm/red

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