Samstag, 23.09.2017
*

Regen

13 °C
Ost 1 km/h

Jetzt aktiv Mitmachen!

Senftenberg Sonntag, 11 Dezember 2016 13:45 |  von (Herausgeber)

Bissiger Witz und mitreißende Songs. EWIG JUNG feiert an der neuen Bühne Senftenberg Premiere

Bissiger Witz und mitreißende Songs. EWIG JUNG feiert an der neuen Bühne Senftenberg Premiere

Auf den Hype um die kubanischen Musiker des Buena Vista Social Club reagierte der Autor und Komponist Erik Gedeon gleichermaßen erstaunt wie kreativ: Am Hamburger Thalia Theater kreierte er im Jahr 2001 unter dem Titel Thalia Vista Social Club einen Liederabend um Liebe und Sehnsucht, Frust und Traurigkeit alternder Schauspieler. Später entwickelt er daraus das Songdrama EWIG JUNG. Doch es ist durchaus kein Drama, was sich auf der Bühne abspielt, sondern ein Schauspiel voller bissigem Witz und mitreißenden Songs aus den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern.

Mittlerweile wird das komödiantische Songdrama auf vielen Bühnen Europas gezeigt - in Berlin, München, Oslo, Kopenhagen und Helsinki. In einer Inszenierung der Regisseurin Anita Iselin ist es nun an der neuen Bühne in Senftenberg zu sehen. „Ich habe mich direkt nach der Uraufführung in Hamburg entschieden, dieses Stück zu inszenieren. Ich mag den Humor“, sagt die gebürtige Schweizerin. Am 10. Dezember 2016 feiert das komödiantische Songdrama nun seine Premiere:

Es ist das Jahr 2070. Längst dient das Senftenberger Theater den ergrauten Schauspielern als Altersresidenz. Abends sitzen sie zusammen auf der Bühne, in einem Sammelsurium alter Theaterkulissen und durchleben noch einmal ihre größten Erfolge. Dabei werden Eifersüchteleien gepflegt, Konkurrenzkämpfe ausgetragen, gegenseitige Gunst- und Hassbezeugungen ausgetauscht. Es wird aber auch geflirtet, was das Zeug hält. Wer weiß schließlich, wie viel Zeit noch bleibt?

Es könnte alles so schön sein, wäre da nicht Schwester Katrin, die ihren Schützlingen durch musikalischen Vorträge über Alter, Krankheit und Tod die ganze Stimmung versaut. Doch kaum dreht sie ihnen den Rücken zu, regt sich bei den einstigen Bühnenstars die alte Lebenslust. Mit mitreißenden Evergreens wie „I Love Rock‘n‘Roll“ bis „Staying Alive“ zeigen sie: Der alte Kampfgeist ist noch nicht erloschen, nur etwas eingeschränkt durch morsche Knochen und falsche Gebisse.

Die Zuschauer erleben eine wundervolle Hommage an da Leben, gepaart mit einer schrägen Portion Altersweitsicht.

Weitere Termine

19.12.2016, 18 Uhr / 26.12.2016, 18 Uhr / 08.01.2017, 16 Uhr

Ticketverkauf

Karten erhalten Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, an der Theaterkasse der neuen Bühne Senftenberg, Tel. 03573.801 286 und an den Vorverkaufsstellen. www.theater-senftenberg.de

Fotos: Steffen Rasche

pm/red

Bewertung:
(1 Stimme)

Kommentare

  • von Ulrich Münzberg Montag, 12.12.2016, 11:48

    Die Premiere war ein riesiger Erfolg. Das Publikum jubelt nach dem es gemeinsam mit den Spielern den Song „We shall overcome“ gesungen hatte. Der Song sagt auch, dass es immer Hoffnung auf ein erfülltes ewiges Leben gibt, auch wenn man nicht ewig jung ist. Der Jubel galt aber aber nicht nur den Schauspielern, die hervorragend gesungen haben und alte Menschen einfühlsam und sensibel darstellten, sondern allen Theaterabteilungen Bühne, Schneiderei und vor allem Maske. Man glaubt wirklich im Jahr 2070 zu sein. Auf der Bühne sieht man den am Flügel schlafenden Pianisten (Benjamin Rietz, der auch begnadete musikalische Leiter des Abends ist). Aufgeweckt wird er von der jungen attraktiven Schwester Katrin Flüs, übrigens spielen alle irgendwie sich selbst. Schwester Flüs beglückt die Alten in der Seniorenresidenz mit musikalischen Kinderspielchen und Liedern über Tod und sterben. Nach und nach erscheinen die alten Mimen. Sebastian Volk kommt mit Goldfischglas, Marianne Helene Jordan ist noch immer eine feine Dame, Eva Geiler und Tom Bartels sind altes skurriles Liebespaar und Tom Bartels ist ein dementer schräger Typ, der sogar von der Bühne stürzt und dann von den anderen gerettet wird. Alle erinnern sich an all die großen Rollen, die sie an der neuen Bühne gespielt haben. Dabei bringen sie Figuren und Texte total durcheinander. Es hinreißend komisch. Sie streiten sich. Und immer wieder erwacht ihr Lebensmut und sie werden wieder jung und singen Songs aus den 60er- 90er Jahren. Sie tanzen und rocken. Einfach Toll.

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten