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Senftenberg Dienstag, 18 Oktober 2016 16:54 |  von Redaktion

Knapp 1.000 Bürgerhinweise in sechs Jahren. Virtuelle Meckerecke in Senftenberg etabliert

Knapp 1.000 Bürgerhinweise in sechs Jahren. Virtuelle Meckerecke in Senftenberg etabliert

Seit sechs Jahren ist das Hinweisportal "Maerker" in Senftenberg aktiv und wird pro Jahr zwischen 120 und 160 mal von Bürgern genutzt. Mit Maerker können festgestellte infrastruktuelle Mängel von Bürgern gezielt gemeldet werden. Sie haben auch die Möglichkeit mit der App fürs Smartphone ein Foto vom Missstand zu machen und den Hinweis mit Beschreibung, Ort und Foto der Verwaltung zu schicken. Darüberhinaus gibt es bei Hinterlegung der E-Mailadresse eine Rückmeldung über den Status der Meldung. Ein einfaches Ampelsystem sorgt für Übersicht der gemeldeten Missstände.

Kommt ein Hinweis in der Verwaltung an kümmert sich die zuständige Bearbeiterin im zentralen Service darum, leitet ihn an die entsprechende Abteilung weiter und editiert den Eintrag gegebenenfalls (Rechtschreibung und nicht relevante Inhalte) damit dieser auch auf der Plattform veröffentlicht werden kann. Dazu wird ein Kommentar hinterlegt, das der Hinweis bearbeitet wird.

Intern wird der entsprechende Fachbereich informiert mit einer Terminsetzung zur Bearbeitung. Es kann auch vorkommen, dass eine eine Maßnahme abgelehnt wird, dann erfolgt eine konkrete Begründung.

Maerker-Statistik für Senftenberg

Der Vorteil liegt für Senftenberg klar auf der Hand. Der Service ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag verfügbar und für Hinweise zu erreichen. Es sind anonyme Eingaben möglich und die Stadt hat sich mit der Bereitstellung des Service an ein Serviceversprechen gebunden. Der Umgang mit Hinweisen erfolgt transparent und Bürger sehen den Bearbeitungsstatus mit Informationen jederzeit. Für Senftenberg gilt, ca 25.000 "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" können Mängel feststellen und über ein zentrales Portal melden, so erfolgt auch eine Reduzierung der Mitteilungen per Telefon, Post oder persönlich. Auch bei den Hinweisgebern herrscht eine höhere Zufriedenheit, weil Bürgerinnen und Bürger schneller und gezielter informiert werden und durch Unterstützer auch nicht zwangsläufig an Dritte verwiesen werden müssen. Gemeldete Missstände liegen nicht immer in der Zuständigkeit der Stadt, sie betreffen zum Beispiel auch Spielplätze in Verantwortlichkeit von Wohnungsgesellschaften, Rad- und Wanderwege in Verantwortlichkeit von Zweckverbänden. Bürgermeister Andreas Friedrich: "Damit bieten wir noch mehr Bürgerservice."

Das Zusammenwirken mit verschiedenen Unterstützern wird gefestigt, feste Abläufe mit Kosten- und Zeitersparnissen für alle Beteiligten können letztlich generiert werden. Unterstützt wird der Maerker Senftenberg durch den Abfallversorgungsverband Schwarze Elster (AEV), Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Stadtwerke Senftenberg, Zweckverband Lausitzer Seenland, der kommunalen Wohnungsgesellschaft Senftenberg und den Wasserverband Lausitz. Diese Unterstützer haben das Versprechen abgegeben, Bearbeitungsstände innerhalb von drei Arbeitstagen an die Kommune weiterzuleiten.

Bisher beteiligen sich 89 Gemeinden und Städte in Brandenburg am Maerker Brandenburg.

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