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Lübbenau/Spreewald Freitag, 12 Mai 2017 20:00 |  von Redaktion

"Busy Girl - Barbie macht Karriere" - im Lübbenauer Spreewald-Museum

"Busy Girl - Barbie macht Karriere" - im Lübbenauer Spreewald-Museum

„Barbie“ ist das meistverkaufte Spielzeug aller Zeiten. Alle zwei bis drei Sekunden wandert irgendwo auf der Welt eine Barbie-Puppe über den Ladentisch. Seit 1959, dem Jahr ihres Erscheinens auf dem Spielzeugmarkt, haben Millionen von Kindern mit ihr gespielt. Hausfrau oder Ärztin, Model oder Astronautin - fast 60 Jahre nach ihrem ersten Auftritt im Kinderzimmer ist die Barbie-Puppe nicht nur so modern wie eh und je, sie dokumentiert ganz nebenbei die Entwicklung und Veränderungen weiblicher Lebensbilder seit dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart. Mit über 300 verschiedenen Barbie-Puppen, unzähligen Accessoires vom Cocktailkleid bis zum Ferrari, vom Laptop bis zum Reitpferd lädt das Lübbenauer Spreewald-Museum vom Samstag, 13. Mai bis Sonntag, 15. Oktober 2017 in das Reich der bekanntesten Spielgefährtin der Welt ein. Die neue Sonderausstellung „Busy Girl - Barbie macht Karriere“ geht dem Erfolgsgeheimnis des 29,2 cm kleinen Fashion-Models auf den Grund und beleuchtet die Faszination, die Barbie-Puppen für Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt gestern und heute ausstrahlen.

Die Barbie-Puppe wurde 1959 von der amerikanischen Unternehmerin Ruth Handler entwickelt, die sie nach ihrer Tochter Barbara benannte. Vorbild war der Cartoon einer kecken, jungen, blonden Frau mit Pferdeschwanz, den der Karikaturist Reinhard Beuthin 1952 für die deutsche Bild Zeitung entwarf. Die Barbie-Puppe ist ein „Teenage Fashion Model“, das modisch immer mit der Zeit geht und dabei Trends und Moden, aber auch die gesellschaftliche Rolle der Frau widerspiegelt. Dabei erobert sie mühelos Traumwelten, die in der Realität noch unerreichbar scheinen, sie hat Vorbildfunktion und ist Idol. Sie war als Astronautin im Weltall, hielt als Präsidentschaftskandidatin Reden, war schon Rockstar, Kinderärztin oder Olympiasiegerin. Sie hat bereits 150 verschiedene Berufe ausgeübt und die Geschichten rund um ihre Figur scheinen unendlich.

Die Wanderausstellung „Busy Girl – Barbie macht Karriere“, die nun im Lübbenauer Spreewald-Museum zu sehen ist, wurde von den beiden nordrhein-westfälischen Puppenexpertinnen und passionierten Sammlerinnen Bettina Dorfmann und Karin Schrey entwickelt. Frau Dorfmann steht in Guinnessbuch der Rekorde mit der weltweit größten Sammlung an Barbie-Puppen. Neben den spielbaren Puppen fürs Kinderzimmer sind auch Besonderheiten und Sammlerstücke ausgestellt, darunter Sondereditionen von Stars wie Elvis Presley. Die ältesten Figuren stammen aus den frühen 1960er Jahren und die neusten Barbie-Puppen sind ganz zeitgemäß mit smartphone und laptop ausgestattet. In der Ausstellung sind auch ganze Szenerien aufgebaut, aufklappbare Puppenhäuser, die den Hintergrund für die Geschichten bilden die Barbie und ihre Begleiter erleben. Die ältesten dieser gezeigten Lebenswelten stammen aus den 1960er Jahren. Diese waren noch aufwendig aus Pappe gefertigt und nur in den USA erhältlich. Beispielsweise eine ganze Collegelandschaft, komplett mit Campus, Studentenzimmer, Milchbar und Footballplatz. So können Besucher Barbie-Puppen im hochmodernen 60er Jahre Bungalow, in ihrer Freizeit im Pferdestall oder am Arbeitsplatz entdecken.

pm/red

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