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Lübbenau/Spreewald Montag, 24 April 2017 19:17 |  von Redaktion

Schlüpfzeit. Kleine Pinguin-Küken in den Spreewelten

Schlüpfzeit. Kleine Pinguin-Küken in den Spreewelten

Kurz nach Ostern und pünktlich vor dem Jubiläumsfest der Spreewelten GmbH am 29. April bohren sich kleine Schnabelspitzen aus den weiß-grauen Pinguin-Eiern.

Das erste Spreewelten-Küken in diesem Jahr liegt im Nest von Polly und Papageno. Gefolgt ist ihm der Nachwuchs von Kitty Tupf und Ronald. Beide Humboldt-Pinguin-Paare haben in der Vergangenheit schon erfolgreich Jungtiere groß gezogen. Zwei davon leben auch heute noch in den Spreewelten: Gwenduline-Pingeborg und Lausi.
 
Die erst drei Tage alten Küken mit den grauen Flaumfedern sind nicht mehr als eine Hand groß. Sie wiegen lediglich rund 70 Gramm, soviel wie ein kleiner Apfel. Die Spreewelten-Tierpflegerinnen Laura Schäfer und Sabine Lowka übernehmen die erste Untersuchung. „Wir schauen ob alles dran ist – zwei Beinchen, zwei Flügel“, erklärt Laura Schäfer den Vorgang. Danach legen sie die Küken behutsam wieder zurück ins Nest. „Wir lassen die kleinen Pinguine in Ruhe, damit ihre Eltern sich naturgemäß um sie kümmern können“, verrät sie.
 
Ein Schlupfvorgang kann bis zu drei Tage dauern. „Zunächst bohrt sich der Schnabel durch die Schale. Am nächsten Tag sieht man meist ein Ein-Euro-Stück großes Loch. Maximal 24 Stunden später ist das Küken normalerweise ganz aus dem Ei gepellt“, so die Tierpflegerin. Oftmals helfen die Eltern nach, indem sie letztendlich die Schale kaputt machen. So ist nach dem Schlüpfen nicht mehr viel vom Ei zu sehen. „Lediglich Bruchstücke der Hülle sind im Nest verteilt“, berichtet Sabine Lowka.
 
Dass nicht aus allen gelegten Eiern auch wirklich Küken schlüpfen, ist in der Natur ganz allgegenwärtig – so auch bei den Spreewelten-Pinguinen. „Manchmal liegen die Eier kaputt im Nest oder das Küken im Ei war einfach nicht stark genug und damit nicht lebensfähig“, erklärt Laura Schäfer die Umstände. Doch auch in der Babyzeit sind die Küken noch anfällig. Nicht alle geschlüpften Tiere werden auch groß. In der Biologie spricht man von „natürlicher Auslese (Selektion)“. Rund zwei Monate werden die Vogeljungen in den Bruthöhlen von ihren Eltern versorgt, ehe sie selbst die Umgebung erkunden. Zu erkennen sind sie zu dem Zeitpunkt immer noch an ihren grauen Flaumfedern. Doch aus den wenigen Gramm sind dann etwa zwei bis drei Kilogramm Gewicht geworden.
 
Foto: Spreewelten GmbH
pm/red
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