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Oberspreewald-Lausitz Montag, 14 November 2016 13:21 |  von (Herausgeber)

Grippesaison: Klinikum Niederlausitz ist vorbereitet

Grippesaison: Klinikum Niederlausitz ist vorbereitet

Medizinisches sowie pflegerischen Personal und auch andere Berufsgruppen, die im Krankenhaus arbeiten, haben durch die Vielzahl enger Kontakte zu Patienten, Besuchern und anderen Kollegen ein erhöhtes Risiko, sich mit Influenzavieren zu infizieren und an einer Grippe zu erkranken. Zudem besteht das Risiko, dass sie die Grippeviren an ihre Patienten weiter übertragen – eventuell sogar ohne dass es bemerkt wird.

Deshalb hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Niederlausitz an beiden Standorten,  in Senftenberg und Lauchhammer, bereits im Oktober die Möglichkeit, die jährliche Grippeschutzimpfung direkt am Arbeitsplatz durchführen zu lassen. In direkter Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten des Gesundheitszentrums Niederlausitz wird diese Aktion jedes Jahr angeboten. Auch für die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenpflege sowie Operationstechnische Assistenten an der CampusSchule in Klettwitz besteht das Angebot der Schutzimpfung direkt vor Ort, welches auch gern angenommen wird.   

Die Geschäftsführer, Hendrik Karpinski und Uwe Böttcher, gehen mit gutem Beispiel voran und lassen sich auch impfen. Hendrik Karpinski, selbst Chefarzt in der Kinderklinik in Lauchhammer, weiß: „Die Virusgrippe ist keine Bagatellerkrankung. Herzmuskel- und Lungenentzündung können zum Beispiel die Folge sein. Daher müssen wir im Krankenhaus zum einen unsere Patienten schützen und zum anderen sollten sich auch die Mitarbeiter selbst vor einer Infektion schützen, um nicht zu erkranken.“

Die Gefahr, an einer echten Grippe, auch Influenza genannt, zu erkranken, ist in der nasskalten Jahreszeit am größten, wenn die Abwehrkraft der Schleimhaut in den Atemwegen durch Kälte und trockene Heizungsluft geschwächt ist. Die Influenza tritt daher am häufigsten von Dezember bis April auf. Das ist die typische Grippesaison. Die echte Grippe ist eine akute Erkrankung der Atemwege. Typische Symptome sind Husten, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die plötzlich auftreten und die Patienten fühlen sich sehr schwach. Eine Influenza-Infektion kann aber auch mit leichten oder auch ganz ohne Beschwerden verlaufen. Eine Grippe­welle entsteht, wenn sich das Grippevirus leicht von Mensch zu Mensch überträgt und rasch ausbreitet. Influenzaviren verändern sich ständig. Wer einmal eine Grippe hatte, ist deswegen nicht immun, sondern kann sich im immer wieder mit Grippe anstecken.

Bester Schutz vor einer Grippe ist die Impfung. Laut dem Robert-Koch-Institut, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krank­heits­über­wa­chung und -prävention, erkranken während einer saisonalen Grippewelle in Deutsch­land zwischen zwei und zehn Millionen Menschen an Influenza. Die Zahl der geschätzten Todesfälle kann bei den einzelnen Grippe­wellen schwanken. Die meisten Todesfälle in den letzten Jahren gab es mit geschätzten 21.300 Menschen in der Grippe­saison 2014/15.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Schutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit Grundleiden wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, medizinischem Personal und Schwangeren. Sie zählen zu den Risikogruppen. Die beste Zeit für eine Grippe-Impfung ist von September bis November. Auch später ist eine Grippe-Impfung noch sinnvoll. Doch die Impfung wirkt nicht sofort, sondern erst nach 10 bis 14 Tagen. Der saisonale Grippeimpfstoff setzt sich jedes Jahr aus Bestandteilen der aktuell weltweit zirkulierenden Influenza-Virustypen zusammen. Da sich die Viren ständig verändern, kann es unter Umständen in einzelnen Fällen auch bei Geimpften zu einer Influenza-Erkrankung kommen. Die Grippeschutzimpfung führen in der Regel der Hausarzt und auch das örtliche Gesundheitsamt durch. Die Kosten werden dabei von der Krankenversicherung getragen.

Um sich vor einer Grippe zu schützen ist auch Händehygiene besonders wichtig. Das bestätigen auch die Mitarbeiter des Instituts für Krankenhaushygiene im Klinikum Niederlausitz. „Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab. Vermeiden Sie mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase zu berühren. Verzichten Sie während einer Grippewelle möglichst auf das Händeschütteln. Halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen und vermeiden Sie engen Kontakt zu Erkrankten“, sind die Empfehlungen der Fachleute. Im Klinikum Niederlausitz sind daher, neben den üblichen Spendern in allen Patienten- und Dienstzimmern, auch in öffentlichen Bereichen, wie zum Beispiel in den Haupteingängen, vor den Stationen und vor den Cafeterien, Händedesinfektionsaufsteller vorhanden.

Weitere Informationen unter www.impfen-info.de

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