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Niederlausitz Donnerstag, 13 Juli 2017 12:14 |  von Marco Kloss

Rückblick auf die Landesliga Süd 2016/2017

Rückblick auf die Landesliga Süd 2016/2017

Nach einer spannenden Saison wurden die Hoffnungen im Fußballkreis Südbrandenburg belohnt und Grün-Weiß Lübben vertritt den Fußballkreis wieder in der Brandenburgliga.

Relativ schnell setzten sich vier Mannschaften in der Tabelle an die Spitze und zur Freude des Südbrandenburger Fußballs waren mit Grün-Weiß Lübben, Brieske/Senftenberg und dem VfB Hohenleipisch drei Teams voll im Aufstiegskampf vertreten. Bis zur Ende der Saison blieb auch Wacker-Ströbitz im Rennen um den Aufstieg, der aber knapp verpasst wurde. Nach einer ausgeglichenen Hinrunde setzte sich Grün-Weiß Lübben mit einem Punkt Vorsprung an die Spitze und hatte neben dem besten Sturm auch eine gute Abwehr. Die Knappen vom FSV „Glückauf“ mussten ab dem 13. Spieltag auf Ihren Topstürmer Patrick Wedekind verzichten und hatten auch in der Winterpause kein Glück. Kapitän Robert Rietschel verletzte sich schwer und zahlreiche weitere Stammspieler fehlten in der Rückrunde und kamen nur vereinzelt zum Einsatz. Der zweite Platz zur Winterpause ließ bei Anhängern und Spielern den möglichen Aufstiegstraum präsent werden. Als Absteiger hatte der VfB Hohenleipisch im ersten Drittel der Saison einige Anpassungsschwierigkeiten und begann im Heimspiel gegen Brieske/Senftenberg eine Siegesserie, die im Winter Rang Drei mit einer guten Lauerposition bringen sollte. Nach einer Auftaktniederlage in Mahlow und einem Heimremis gegen Fürstenwalde II rechnete wohl kaum einer mit dem vierten Hinrundenplatz von Wacker Ströbitz. Die Spiele gegen die direkten Konkurrenten brachten jeweils einen Sieg (gegen Hohenleipisch), ein Remis (gegen Brieske/Senftenberg) und eine Niederlage in Lübben. Der vierte Vertreter aus Südbrandenburg, Aufsteiger Vetschau, kam sehr schwer in der neuen Spielklasse an. Im Heimauftakt gegen Brieske kam man mit 0:8 unter die Räder und sammelte fortan die Punkte auf dem heimischen Sportplatz. In der Fremde sollte es bis auf einen Punkt in Erkner nichts zu holen geben. Platz Neun im Winter zeigte dennoch die guten Möglichkeiten der Spreewaldelf.

Auch in der Rückrunde sollte es spannend bleiben und die Topmannschaften gaben sich zu Beginn nur wenig Blöße und sammelten weiter Punkte. Der VfB Hohenleipisch musste Anfang Juni zum Nachholspiel nach Vetschau und verlor am 17. Spieltag kurz den Kontakt zur Spitze. Während Brieske/Senftenberg weiter siegreich blieb verlor Grün-Weiß Lübben in Schöneiche und sorgte damit für einen Wechsel an der Tabellenspitze. Am 21. Spieltag waren dann auch die Knappen in Schöneiche zu Gast und kamen nicht über ein 1:1 hinaus. Dank der Remis von Hohenleipisch gegen Erkner und Lübben in Kolkwitz blieb der FSV an der Spitze, während sich Ströbitz mit der nächsten Niederlage scheinbar aus dem Aufstiegsrennen verabschiedete. Für die Knappen lief auch Spieltag 22 nach Maß, Lübben und Hohenleipisch teilten sich die Punkte und auch Ströbitz kam nicht über einen Punkt hinaus. Beim nächsten Spiel in Kolkwitz erwischte es die Knappen aber doch und Hohenleipisch siegte sich zurück Richtung Spitze, was mit dem Sieg in Brieske fast schon glückte. Die Knappen vergaben hier die große Chance zum Ausgleich eine Minute vor dem Ende aus Elfmetern und hatten fortan einen Knacks. Die Aufstiegssituation spitze sich zum Ende der Saison weiter zu und mit dem 5:1 Sieg von Ströbitz gegen Lübben war die Liga fast komplett auf den Kopf gestellt. Der VfB Hohenleipisch hatte die besten Chancen auf den Staffelsieg und verlor gegen den Angstgegner der Spitzenmannschaften aus der Landesliga, Schöneiche II, auf heimischen Platz. Brieske vergab in Lübben die große Chance auf den Coup und Ströbitz blieb mit einem 0:0 gegen Vetschau im Rennen. Alle vier Mannschaften hatten damit die Chance am letzten Spieltag aufzusteigen und die Spiele waren sehr unterhaltsam. Der VfB Hohenleipisch verlor in Wildau, Wacker Ströbitz gewann knapp in Brieske und Grün-Weiß Lübben drehte die Partei in Blankenfelde-Mahlow zum Sieg, der auch den Aufstieg mit sich brachte.

Als drittbeste Rückrundenmannschaft überzeugte Blau-Weiß 90 Vetschau und möchte nach Rang 9 in der Aufstiegssaison eine Verbesserung einplanen.

Den Aufstieg sicherte sich Grün-Weiß Lübben als beste Heimmannschaft der Saison und musste am Ende nur noch bangen, da von 15 Spielen in der Fremde nur 7 gewonnen werden konnte. Die besten Auswärtsteams waren Hohenleipisch und Blankenfelde-Mahlow. Einen fairen Aufstiegskampf zeigten Brieske/Senftenberg und Grün-Weiß Lübben. Mit Rang Zwei und Drei in der Fair Play Wertung mussten sich die beiden Teams nur dem 1. FC Guben geschlagen geben. Für den VfB Hohenleipisch, auf Rang 13 und Vetschau mit Platz 15, waren sieben bzw. 10 Platzverweise zu viel für eine bessere Platzierung. Mit Romano Lindner von Lübben, setzte sich ein erfahrener Torjäger an die Spitze der Wertung und hatte nur mit Marc Fingas, bei vier Toren Rückstand, einen Verfolger. In der Zuschauergunst liegen die Mannschaften aus Südbrandenburg unangefochten an der Spitzen. Der VfB Hohenleipisch lockte dabei knapp 2500 Zuschauer zu den Heimspielen und hat damit einen großen Vorsprung vor Vetschau (ca. 1900), Grün-Weiß Lübben (ca. 1650) und Brieske/Senftenberg, die mit fast 1000 Zuschauern weniger jubeln durften.

Die neue Saison startet für die Südbrandenburger Vertreter in der Landesliga Süd am 19. August. Blau-Weiß Vetschau erwartet dabei Blau-Weiß Briesen und Brieske/Senftenberg trifft auf den Kolkwitzer SV. Der VfB Hohenleipisch reist zum Absteiger aus der Oberliga, Germania 90 Schöneiche. An Spieltag Drei kommt es zum ersten Südbrandenburger Derby, wenn Brieske nach Vetschau reist.

Foto: Symbolbild; Rainer Sturm, www.pixelio.de

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