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Niederlausitz Mittwoch, 24 Mai 2017 09:29 |  von Redaktion

Aktionsbündnis Klare Spree: Ockerschlamm auf Jahrzehnte eine Herausforderung

Aktionsbündnis Klare Spree: Ockerschlamm auf Jahrzehnte eine Herausforderung

Aktionsbündnis „Klare Spree“e.V. wählt neuen Vorstand – Ockerbeauftragter Hans Georg Thiem sichert die Vorstellung des strategischen Konzeptes der weiteren Maßnahmen gegen die Verockerung der Spree zu

Das Aktionsbündnis „Klare Spree“ hat am 17.05.2017 im Gasthaus „Altes Brauhaus“ in Vetschau seine Jahresmitgliederversammlung durchgeführt. Neben der Wahl eines neuen Vorstandes war dabei der Bericht des Koordinators der Landesregierung und Präsidenten des LBGR, Herrn Hans-Georg Thiem ein wichtiger Teil der Versammlung.

Im seinem Bericht gegenüber den Mitgliedern des Aktionsbündnisses nannte Thiem das jüngst beschlossene Verwaltungsabkommen 2018 -2022 zwischen dem Bund und den Ländern als eine wesentliche Grundlage zur Finanzierung der zukünftigen Maßnahmen im Kampf gegen die Verockerung der Spree. Dem Land Brandenburg stehen aus dem Verwaltungsabkommen heraus für den Zeitraum fast 600 Mill. EURO zur Tagebausanierung Verfügung.

Thiem informierte weiterhin, dass der vom Aktionsbündnis geforderte strategische Gesamtplan zur Senkung bergbaubedingter Einflüsse im Oktober 2017 den Landtagsabgeordneten und dem Aktionsbündnis vorgestellt wird. Schwerpunkt der Maßnahmen wird zukünftig der Südraum um Spremberg sein. Ein Teil der kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen ist die Beräumung der Vorsperre der Talsperre Spremberg noch innerhalb des Jahres 2017. Die Situation an der Talsperre beobachtete das Aktionsbündnis zuletzt weiterhin als sehr kritisch, da die Braunfärbung der Spree dort anhaltend stark ist. Mit der Bereinigung der Vorsperre werden gleichzeitig die Erholungsmöglichkeiten am Spremberger Stausee sowie der Schutz des Spreewaldes verbessert.

In seinem Bericht ging Thiem weiterhin auf das Deponierungskonzept für den anfallenden Eisenockerschlamm ein, welches bis Ende 2017 durch die LMBV erarbeitet werden soll. Thiem hat klargestellt, dass touristische genutzte Seen zukünftig von der Deponierung ausgeschlossen werden sollen.

Da ein wesentlicher Teil der Belastungen auf sächsischer Seite entstehen, forderte das Aktionsbündnis „Klare Spree“ bei der Bewältigung Spreeverockerung noch stärker mit dem Freistaat Sachsen zu kooperieren. Weiterhin wiesen Vertreter des Aktionsbündnisses daraufhin, dass bei der Erarbeitung von Lösungen zur Reduzierung der bergbaubedingten Einflüsse noch stärker das Potential der regionalen, wissenschaftlichen Einrichtungen, wie der BTU Cottbus - Senftenberg genutzt werden muss. Das Aktionsbündnis erkennt durchaus Erfolge zur Vermeidung bergbaubedingter Einflüsse an. Jedoch gibt es in den nächsten Jahrzehnten noch große Anforderungen, insbesondere hinsichtlich der derzeit aktiven Tagebaue.

Die Mitgliederversammlung des Aktionsbündnisses wählte im weiteren Verlauf der Versammlung noch einen neuen Vorstand für die kommenden drei Jahre. Dieser setzt sich künftig aus Peter Stephan (Vorsitzender), Dieter Perko, BM Gem. Neuhausen / Spree (stellv. Vorsitzender), Gisela Hovestadt (Kassenwart) Winfried Böhmer und Edelbert Jakubik zusammen. Dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Wieland Böttger wurde für seine Tätigkeit gedankt.

Auch für das Jahr 2017 hat das Aktionsbündnis „Klare Spree“ wieder zahlreiche Aktivitäten geplant. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Quellenbehandlung der Zuflüsse, die Einhaltung der Grenzwerte von Eisenhydroxid und Sulfat, die Funktion des Brunnengürtels in der Spreewitzer Rinne und der Cottbusser Ostsee sowie die Bildung von Rückstellungen des Tagebaubetreibers LEAG für die aktiven Tagebaue. Weiterhin werden sich Vertreter des Aktionsbündnisses im Oktober zum jährlichen Arbeitsgespräch mit Ministerpräsident Dietmar Woidke treffen. Weitergehende Aktivitäten sind in Planung und können der Website www.klare-spree.de entnommen werden.

pm: Aktionsbündnis „Klare Spree“ e.V. – Marcel Tischer

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