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Niederlausitz Freitag, 17 März 2017 14:58 |  von Redaktion

Forschung für anhaltende Qualität der Spreewälder Gurken

Forschung für anhaltende Qualität der Spreewälder Gurken

Vertreter aus Anbau- und Verarbeitungsbetrieben, Wissenschaftler aus Forschungseinrichtungen und externe Dienstleister kooperieren, um in Zukunft eine noch höhere und gleichbleibende Qualität der Spreewälder Gurken sicherzustellen. Gefördert wird das Vorhaben als Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) aus Mitteln der EU und des Landes Brandenburg in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Die Projektlaufzeit erstreckt sich bis Anfang 2021.

Der gesamte Wertschöpfungsprozess bei Spreewälder Gurken von der Saatgutauswahl, über den Anbau, die Ernte, die Verarbeitung bis hin zur Auslieferung an den Lebensmittel-einzelhandel wird auf den Prüfstand gestellt. Ertragsverluste in der Landwirtschaft und Qualitätsverluste im Glas sollen zukünftig durch geeignete Maßnahmen minimiert werden. Auch der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e.V. (BOGK) begrüßt das Projekt und betont den „unschätzbaren Wert“ der zu erwartenden Ergebnisse.

Projektträger ist der Gurkenhof Frehn. Außerdem beteiligen sich die Knösels Gemüse-Erzeugungs GmbH & Co.KG, die Spreewaldkonserve Golßen GmbH und die RABE Spreewälder Konserven GmbH. Die Hochschule Neubrandenburg und das Leibnitz-Institut für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF) in Müncheberg konnten als Partner für die wissenschaftliche Durchführung gewonnen werden. Die Projektkoordination über-nehmen Dietmar Liedtke und Christian Hopf. Beide arbeiten bereits langjährig als externe Berater für den Spreewaldverein. Kerstin Reise betreut das Projekt finanztechnisch. Die „Europäische Innovationspartnerschaft“ (EIP-Agri) ist von der EU ins Leben gerufen worden, um einen besseren Austausch zwischen Praxis und Forschung zu fördern. Die europäische Landwirtschaft soll dadurch produktiver und gleichzeitig nachhaltiger werden.

Spreewälder Gurken sind als Delikatesse deutschlandweit bekannt. Anbau und Veredlung von Gurken besitzen im Spreewald eine lange Tradition. Grund genug für die Europäische Kommission, Spreewälder Gurken im Jahr 1999 als geographische Angabe (g.g.A.) unter besonderen Schutz zu stellen. Die regionalen Einlegereien und Konservenbetriebe haben sich zudem verpflichtet, hundert Prozent der erforderlichen Rohware für Spreewälder Gurken-Erzeugnisse von Anbaubetrieben aus der Region zu beziehen.

pm/red

Foto: Peter Becker

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