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Niederlausitz Montag, 13 Februar 2017 11:54 |  von Redaktion

Stiftung Warentest beurteilt Kunella "Natives Olivenöl extra" mit mangelhaft

Stiftung Warentest beurteilt Kunella "Natives Olivenöl extra" mit mangelhaft

In seiner neusten Ausgabe hat Stiftung Warentest (02/2017) Olivenöle, die in Supermärkten und Discountern angeboten werden, getestet und dabei das "Native Olivenöl Extra" von Kunella Feinkost aus Cottbus mit "mangelhaft" und der Note 5,1 bewertet. Insgesamt testete Stiftung Warentest 24 Öle, von denen keins mit "sehr gut" oder "gut" abgeschnitten hat. Vierzehn Olivenöle erreichten die Note "befriedigend", die restlichen zehn wurden mit "mangelhaft" bewertet. In ihnen wurden unter anderem gesättigte und/oder aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe gefunden, die potentiell krebserregend sein können. Im "Natives Olivenöl extra" von Kunella Feinkost wurde der Weichmacher DEHP nachgewiesen, der die Fortpflanzungsfähigkeit beeinflussen kann. Zudem beinhaltet es raffiniertes Öl, so dass weder der Produktzusatz "nativ" noch "extra" bei dem Olivenöl gerechtfertigt wäre. Die gute Nachricht des Tests: "Eine akute gesundheitliche Gefahr geht von keinem der geprüften Produkte aus. Mit Pflanzen­schutz­mitteln und poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK) ist kein Olivenöl nennens­wert belastet." so Stiftung Warentest.

Das Unternehmen wehrt sich gegen die Testergebnisse. Auf der Homepage wurde eine Stellungnahme veröffentlicht: "In der Ausgabe Januar 2/2017 der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ wurde das „Kunella natives Olivenöl extra“ getestet und mit „mangelhaft“ bewertet. Grund für die Bewertung ist ein erhöhter Gehalt an Weichmachern (DEHP). Alle Prozessstufen in der Herstellung und im Anbau werden von uns grundsätzlich detailliert geprüft. Eine Eintragung des o.g. Stoffes (DEHP) können wir auf allen Prozessstufen ausschließen. Die Ursache für die Befunde sehen wir in einer leider vorhandenen Grundbelastung der Umwelt. Auch die Fachzeitschrift Öko-Test (MAI 2014) zitiert Herrn Dr. Konrad Grob / Kantonales Labor Zürich und spricht von dieser Grundbelastung. Das Kantonale Labor Zürich ist mit führend in der Analyse von Weichmachern in Lebensmitteln weltweit. Wir können die Abwertung unseres „nativen Olivenöl extra“, durch die Stiftung Warentest nicht nachvollziehen.

Für DEHP ist zurzeit kein gesetzlicher Grenzwert in Speiseölen geregelt. Die einzige  Beschränkungen die es nach REACH VO Anhang XVII gibt sind folgende: Gemäß Nr. 51 darf DEHP nicht in Konzentrationen über 0,1 (Gewichts-)% in Spielzeug und Babyartikeln enthalten sein. Gemäß Nr. 30 dürfen fortpflanzungsgefährdende Stoffe als solche, als Bestandteile anderer Stoffe und in Gemischen nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden, die zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind. Dies betrifft Stoffe wie PVC und Klebstoffe. Unser Olivenöllieferant hat im letzten Jahr Maßnahme unternommen, um den Gehalt an DEHP zu minimieren. Seit dem konnten wir keine erhöhten Werte an DEHP mehr feststellen.

Wir haben parallel zu den Untersuchungen der „Stiftung Warentest“ unser Olivenöl nochmals auf deren Parameter hin prüfen lassen. Es konnte kein erhöhter Wert an DEHP festgestellt werden, auch wurde das Produkt sensorisch für gut befunden. Die „Stiftung Warentest“ beschreibt den Geschmack unseres Olivenöls als „stichig und ranzig“, unser Labor befand „Kunella natives Olivenöl extra“ als „fruchtig und Harmonisch“, zudem konnte eine Vermischung mit raffinierten Öl nicht nachgewiesen werden. Wir arbeiten bei unseren Analysen mit einem akkreditierten Labor zusammen so dass wir davon ausgehen müssen das die Analysen und deren Bewertungen der „Stiftung Warentest“ nicht fehlerfrei sind.

Das „Kunella natives Olivenöl extra“, ist nach unserem Kenntnisstand frei von den genannten Fehlern der „Stiftung Warentest“ und kann bedenkenlos konsumiert werden." so Christoph Kammerer, Qualitätsmanager der Kunella Feinkost GmbH.

Bereits im letzten Jahr wurde das Bio-Leinöl von Kunella von Stiftung Warentest mit "mangelhaft" bewertet. Daraufhin kündigte das Unternehmen an, seine Liefer- und Produktionsprozesse zu überprüfen und erklärte, dass die getesteten Flaschen mit einer verunreinigten Charge Leinsaaten aus Kasachstan belastet seien, die auf Umweltverschmutzungen zurückzuführen sind.

Foto: Symbolbild; Mamas-Hausmittel.de  / www.pixelio.de

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