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Niederlausitz Mittwoch, 11 Januar 2017 13:19 |  von Redaktion

Meisterbriefe für Orgel- und Harmoniumbauer. Handwerkskammer Cottbus ehrt fünf Jungmeister

Meisterbriefe für Orgel- und Harmoniumbauer. Handwerkskammer Cottbus ehrt fünf Jungmeister

Orgelbauer sind gleichzeitig Handwerker, Techniker und Künstler. Im Elbe-Elster-Kreis hat sich mit drei Handwerksbetrieben die bemerkenswerte Tradition des Orgelbaus über Jahrhunderte erhalten. Auf Grund der hohen Anforderungen hinsichtlich der Fertigkeiten in diesem Beruf, bleibt die Ausbildung und Qualifikation als Meister jedoch eine Seltenheit. In den letzten 25 Jahren wurden im Kammerbezirk Cottbus 31 Jugendliche zum Orgel- und Harmoniumbauer ausgebildet. Erstmalig haben fünf Handwerker dieser Zunft die Meisterprüfung abgelegt und erhalten während einer Festveranstaltung am 14. Januar im neuen Kammermusiksaal der Orgelakademie in Bad Liebenwerda ihre Schmuckbriefe und Zeugnisse vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Cottbus, Knut Deutscher.

"Die Jungmeister haben als anspruchsvolle Meisterstücke Orgeln der Kirchengemeinden in Sachsen und Sachsen-Anhalt fertiggestellt. Je nach räumlichen Gegebenheiten bringen diese königlichen Instrumente ihre Klangcharakteristik wieder neu zur Geltung. Es macht mich stolz, dass diese Tradition und Handwerkskunst aus Südbrandenburg kommt", betont Knut Deutscher.

Eine wichtige Rolle bei der Bewahrung dieser Handwerkstradition spielt auch das Unternehmen Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt GmbH aus Bad Liebenwerda: Drei Meisterabsolventen kommen aus diesem Betrieb.

Hintergrund

Die Orgelakademie Bad Liebenwerda hat Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Werkstatträume geschaffen, um Menschen die Orgelkunst und Vielfalt der Instrumente erlebbar zu machen. Domizil der Akademie ist das ehemalige Druckereigebäude am Markt.

Bild: Orgel- und Harmoniumbauermeister Stefan Pilz, Mitarbeiter der Mitteldeutschen Orgelbau A. Voigt GmbH aus Bad Liebenwerda, hat als Meisterabschlussprojekt die Eule-Orgel in der St. Afra Kirche in Meißen rekonstruiert und restauriert. Nach einem Umbau des Instruments im Jahr 1947, wurden Pfeifen entfernt. Seit 2002 konnte sie nicht mehr gespielt werden, im November 2013 begann die Rekonstruktion.

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