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Niederlausitz Donnerstag, 29 September 2016 16:09 |  von Redaktion

Plant Cottbus die Einkreisung von Spree-Neiße? Cottbuser OB gibt Denkanstoß

Plant Cottbus die Einkreisung von Spree-Neiße? Cottbuser OB gibt Denkanstoß

Die Reaktion kam prompt und einhellig. Nachdem die Äußerung von Holger Kelch über eine mögliche Großstadt Cottbus mit den Stadtbezirken Forst, Guben, Spremberg und Drebkau bei der gestrigen Stadtverordnetenversammlung aufgegriffen wurde und sich schnell verbreitete, reagierten heute die Bürgermeister der angesprochenen Gemeinden.

In der gemeinsamen Mitteilung heißt es: Wie die Bürgermeister und Einwohner der Städte Guben, Forst, Spremberg und Drebkau aus den Medien erfahren haben, arbeitet die Stadt Cottbus an Eingemeindungsplänen dieser vier Städte. Einen entsprechenden Vorschlag hat Oberbürgermeister Holger Kelch in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung am gestrigen Mittwoch vorgestellt. Damit würde im Zuge der geplanten Kreisgebietsreform im Land Brandenburg die Stadt Cottbus die Kreisfreiheit behalten können und gleichzeitig zu einer Großstadt werden, da die umliegenden Städte und Gemeinden zu Stadtbezirken von Cottbus werden.

Die betroffenen Rathauschefs Fred Mahro, Philipp Wesemann, Christine Herntier und Dietmar Horke reagieren überrascht und bezeichnen den Vorschlag von Holger Kelch als „ziemlich unausgereift“. „Eine Eingemeindung von Guben, Forst, Spremberg und Drebkau nach Cottbus wird es mit uns nicht geben!“

Besonders verärgert sind die vier Stadtoberhäupter darüber, dass Holger Kelch nicht vorher mit den betreffenden Bürgermeistern gesprochen habe. "Zu einem konstruktiven und partnerschaftlichen Verhältnis in der Region gehört es sich, dass man die betroffenen Städte und Gemeinden erst einmal in Kenntnis setzt, bevor so eine Idee in der Öffentlichkeit preisgegeben wird.“, so die einhellige Auffassung von Fred Mahro, Philipp Wesemann, Christine Herntier und Dietmar Horke.

Gestern schon ließ Holger Kelch seinen Ausführungen ein Lächeln folgen und wollte damit aufmerksam machen auf das "Würfelspiel" um die Kreisgebietsreform, den Beweggründen der Landesregierung und den Umgang mit den Kommunen in der Sache. Aus dem Cottbuser Rathaus hieß es heute: "Sein Lächeln und Augenzwinkern gaben ja die Richtung vor. Es gab schon viele interessante Modell rund um die geplante Kreisgebietsreform, jetzt gibt es eins mehr. Wichtig ist uns der Denkanstoß.". Im Land werden unterschiedliche Modelle mit verschiedensten Zuschnitten diskutiert. Die kreisfreien Städte Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt/Oder stemmen sich gegen die geplante Reform, bei der sie ihre Kreisfreiheit verlieren sollen. Eine Volksinitiative ist geplant.

Foto: Cottbus_Bilder

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