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Nachbarn Mittwoch, 03 Mai 2017 22:30 |  von Redaktion

Neue Elektroautofabrik: Chinesischer Konzern investiert 1 Milliarde Euro im sächsischen Rothenburg

Neue Elektroautofabrik: Chinesischer Konzern investiert 1 Milliarde Euro im sächsischen Rothenburg

Der chinesische Automobilzulieferer Beijing WKW Automotive hat angekündigt, in Rothenburg/Oberlausitz ein Fahrzeugwerk für Premium-Elektroautos zu errichten. Geplant ist die Herstellung von Elektrofahrzeugen für den europäischen Markt. Rund 1,13 Mrd. Euro sollen in die Delon Automotive GmbH investiert werden, über 1.000 Arbeitsplätze sollen entstehen. Der Investor ist ein börsennotiertes Unternehmen und hat seine Investitionsabsicht nach dem Börsenschluss in Shanghai veröffentlicht.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „ Die Ankündigung des Chinesischen Investors habe ich mit großer Freude aufgenommen. Sie ist für mich auch ein Beleg für das große persönliche Engagement des Landrates bei Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Unternehmen in seinem Landkreis. Die Realisierung der Fabrik zur Herstellung von Elektrofahrzeugen für den europäischen Markt wird mithelfen, den Strukturwandel in der Lausitz zu befördern.“

Wirtschaftsminister Martin Dulig: „Diese Nachricht ist ein großes Hoffnungszeichen für eine Region, die sich im Umbruch befindet. Wir werden den Investor gern unterstützen, damit die Ankündigung zu einem Automobilwerk führen wird. Sachsen ist schon heute Automobilland und wir wollen dies auch in Zukunft bleiben. Die angekündigte Investition wird den Automobilstandort Sachsen wunderbar ergänzen. Die Ankündigung der Investoren spricht für dessen Stärke und Innovationskraft.“

Mit rund 750 Unternehmen hat der Freistaat ein dichtes und verlässliches Zulieferernetzwerk. Speziell in Sachen Elektromobilität bietet Sachsen innerhalb dieses Netzwerkes, aber auch in Forschung- und Entwicklung als auch mit Fachkräften beste Voraussetzungen.

Rothenburg konnte sich im Wettbewerb mit anderen Standorten im Süden Deutschlands, Thüringen und Sachsen/Anhalt durchsetzen. „Über die Entscheidung von Beijing WKW Automotive, diese Investition im Landkreis Görlitz durchzuführen, freue ich mich sehr. Sie ist ein zukunftsweisendes Zeichen, die Strukturentwicklung in der Lausitz voranzubringen und mit neuen Wertschöpfungsketten und Produkten unsere Region zu stärken“, so der Görlitzer Landrat Bernd Lange.

Begleitet wurde die Ansiedlung von der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS). In der Wahl des Standortes sieht Geschäftsführer Peter Nothnagel ein besonderes Signal für die Region. „Diese Ansiedlung wird dazu beitragen, bereits vorhandene Kompetenzen zukunftsfähig weiterzuentwickeln, auszubauen und zu etablieren.“

Sachsen arbeitet bereits seit Jahren erfolgreich und vertrauensvoll mit chinesischen Partnern zusammen. Zwischen Sachsen und der Volksrepublik China bestehen bereits seit Anfang der 90er-Jahre intensive Beziehungen durch regelmäßige Delegationsreisen und Besuche von Messen und Konferenzen. Derzeit gibt es in Sachsen 15 chinesische Investoren.

Hintergrund:

Rothenburg/Oberlausitz ist eine Kleinstadt im Landkreis Görlitz im Nordosten des Freistaates Sachsen an der deutsch-polnischen Grenze. Dem Görlitzer Beispiel folgend nennt sie sich „östlichste Kleinstadt Deutschlands“ und „östlichstes Städtchen Deutschlands“. Rothenburgs Einwohnerzahl (nur Stadt Rothenburg und Noes) stieg zwischen 1970 und 1990 wegen des ansässigen NVA-Ausbildungsgeschwaders von 3500 auf 5500 Einwohner. Nach 1990 schrumpfte die Bevölkerung. Ende des Jahres 2013 betrug die Einwohnerzahl 4741.

pm/red

Foto: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported; JuliaRoeser

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