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Nachbarn Dienstag, 14 März 2017 08:49 |  von Redaktion

Zoo Hoyerswerda: Der neuer Star ist im Amazonasbecken eingezogen

Zoo Hoyerswerda: Der neuer Star ist im Amazonasbecken eingezogen

Im neuen Amazonasbecken im Tropenhaus des Zoo Hoyerswerdas ist der neue Star des Aquariums eingezogen – ein Schwarzer Teufelsrochen. Der erst ein paar Wochen alte Rochen hat eine lange Reise hinter sich. Die Nachzucht aus dem Zoo Kopenhagen erreichte gestern Mittag seine neue Heimat im Lausitzer Seenland. Für das Männchen fanden die Tierpfleger auch gleich einen passenden Namen – Leo, der sich vom lateinischen Namen Potamotrygon leopoldi ableitet.

Mit seinen flachen, ovalen und leicht vom Körper abstehenden Augen schaut er ziemlich grimmig drein. Zwar sind Schwarze Teufelsrochen giftig, aber nicht aggressiv. Im Gegenteil, wenn sie durch das Wasser mit ihren Flossen regelrecht fliegen, wirken sie ganz sanftmütig. Mit dem Rochen kommen auch neue Herausforderungen auf die Tierpfleger zu: „ Der Teufelsrochen ist ein hochgiftiges Tier. Unsere Tierpfleger bekamen für den Umgang mit dem Neuling eine extra Schulung, denn der Stachel auf dem Schwanz ist mit einem giftigen Gewebe überzogen. Für den Umgang mit dem Rochen werden spezielle Handschuhe getragen, durch die der Stachel nicht dringen kann“, erklärte der Zoologische Leiter Eugène Bruins.

In den nächsten Wochen bekommt der junge Mann noch eine gleichaltrige Partnerin, deren Name jetzt schon bei den Tierpflegern feststeht – Lea.

Auch Karsten Bormann, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda e.V. ließ sich die Chance nicht entgehen, beim Einsetzten des neuen Stars dabei zu sein. Dank des Zoovereins ist die Umgestaltung des Aquariums überhaupt erst möglich geworden.

Der erst dreizehn Zentimeter breite Roche, der mit den Haien verwandt ist, kann einen Scheibendurchmesser von vierzig bis fünfzig Zentimeter erreichen. Beheimatet ist der Schwarze Teufelsrochen ausschließlich im Xingu Flussbecken in Brasilien. Sie ernähren sich von kleineren Lebewesen des Flusses wie Garnelen, Krebstiere, Muscheln und auch Schnecken. Als Tarnung für die Futtersuche graben sich die Rochen in den Boden ein und nur die Schwanzspitze mit zwei kleinen Punkten schaut heraus. Er besitzt keine Schuppen, sondern viele kleine Hautzähnchen, damit fühlt sich die Haut wie Sandpapier an. Süßwasserrochen sind lebendgebärend (ovovivipar). Einige Monate nach der Paarung werden zwei bis sogar zwölf Jungfische geboren. Der Schwarze Teufelsrochen kann bis zu 20 Jahre alt werden.

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