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Nachbarn Montag, 09 Januar 2017 15:11 |  von Redaktion

Landskron Chef Manfred ten Bosch überraschend verstorben

Landskron Chef Manfred ten Bosch überraschend verstorben

Wie heute bekannt wurde, ist Manfred ten Bosch, Geschäftsführer der Landskron Brauerei in Görlitz, am 05.01.2017 überraschend gestorben. Mitarbeiter und Gesellschafter zeigten sich erschüttert über die Nachricht. Manfred ten Bosch hatte am 1. März 2015 als neuer Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb/Marketing/Verwaltung der Landskron Brau-Manufaktur übernommen. Er führte das mittelständische Unternehmen mit knapp 100 Beschäftigten mit Braumeister Matthias Grall, der die Geschäfte des Bereiches Produktion/ Technik/ Logistik seit 2007 führt.

Manfred ten Bosch hinterlässt seine Ehefrau sowie seine erwachsenen Kinder aus erster Ehe, Natalie und John. Herr ten Bosch begann seine berufliche Laufbahn als Berufssoldat und absolvierte bei der Bundeswehr ein Studium zum Diplom-Pädagogen. 1992 wechselte er zur Holsten Brauerei, Hamburg, wo er in seiner 20jährigen Karriere die Bundesrepublik „einmal in der Ost-West-Ausdehnung durchmessen hat“, wie er selbst sagte. So war Manfred ten Bosch als Verkaufsleiter Berlin-Brandenburg und als Verkaufsdirektor Schleswig-Holstein in der Gastronomie erfolgreich. 2007 übernahm er die Vorstandstätigkeit Marketing/Vertrieb in der Feldschlösschen Brauerei, Dresden, bis diese 2011 an private Investoren verkauft wurde. Er engagierte sich in ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie dem Förderverein der Dresdner Staatsoperette sowie als ehrenamtlicher Richter.

Als neuer Geschäftsführer der Landskron Brau-Manufaktur fühlte sich Manfred ten Bosch ganz in seinem Element. Er war leidenschaftlicher Vertriebsprofi und humorvoller Teamplayer. „Als Biergenießer kann ich mir keine schönere Aufgabe vorstellen, als den Menschen die Görlitzer Braukunst nahe zu bringen.“, so sagte Manfred ten Bosch damals bei seiner Amtsübernahme.

Markus Schobel, Generallbevollmächtigter des Unternehmens sagte im Namen der Gesellschafter: "Manfred ten Bosch trat am 1. März 2015 in unser Unternehmen als Geschäftsführer ein und übernahm eine herausfordernde Tätigkeit. Gemeinsam mit den Mitarbeitern und den Gesellschaftern ist ihm eine erfolgreiche Neuausrichtung des Unternehmens gelungen. Dabei half ihm sein Sachverstand, sein Elan und die menschliche Art, welche ihn prägte. Neben seiner natürlichen Autorität verfügte er über Empathie für seine Mitmenschen und glänzte mit seinem intelligenten Humor, den wir jetzt alle  vermissen werden. Die Landskron Brau-Manufaktur und alle Mitarbeiter haben durch seinen Tod einen großen Verlust erfahren. Er hat tiefe Spuren in unserem Gedächtnis hinterlassen und wird ein Maßstab sein für die, die nach ihm kommen."

Matthias Grall, Geschäftsführer und Braumeister sowie Thomas Strehle, Betriebsratsvorsitzender, sprachen für das Landskron Team: "Durch seinen unermüdlichen Einsatz bei der Entwicklung und Umsetzung der neuen Vertriebs- und Marketingstrategie hat er den Erfolg unseres Unternehmens maßgeblich mitgestaltet. So konnte die Brauerei im Geschäftsjahr 2016 gegen den Trend im Biermarkt wachsen und 4% mehr Bier als im Vorjahr verkaufen sowie den Umsatz um 6% steigern. Er hatte stets ein offenes Ohr und eine offene Bürotür für die Mitarbeiter und war sich seiner Verantwortung für das Unternehmen, die Menschen und die Region immer bewußt. Wir werden ihn in dankbarer Erinnerung behalten."

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