Freitag, 24.03.2017
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Bankautomat in Lauchhammer gesprengt

Ein aufmerksamer Bürger vernahm am Freitag gegen 04:00 Uhr einen lauten Knall sowie die Auslösung der Alarmanlage im Bereich des Marktkaufes an der Liebenwerdaer Straße und informierte daraufhin die Polizei. Die eingesetzten Beamten stellten im Eingangsbereich einer Bankfiliale einen stark beschädigten Geldautomaten fest. Ein von den Tätern zurückgelassener PKW wurde Stunden zuvor in der Region gestohlen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sichert derzeit am Tatort Spuren. Die Schadenshöhe ist nicht bekannt.

pm/red

Foto: VR Bank Lausitz eG

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Streikdemo durch Lübbenau: 250 Beschäftigte der Arbeiterwohlfahrt in Südbrandenburg beteiligten sich

Am Warnstreik bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Regionalverband Brandenburg Süd am Freitag, den 24. März 2017  beteiligten sich 250 AWO-Beschäftigte. Die Streikenden hatten sich schon ab 8 Uhr in Lübbenau/Spreewald vor einem zentralen Streiklokal getroffen. Die Streikteilnehmer aus Königs Wusterhausen sind extra mit 2 Bussen angereist. Ab 9.30 Uhr sind die 250 Streikteilnehmer durch die Neustadt von Lübbenau/Spreewald zur Geschäftsstelle der Arbeiterwohlfahrt demonstriert und haben auf transparenten eine bessere Bezahlung, mehr Wertschätzung und einen neuen Entgelttarifvertrag gefordert. Vor der AWO-Geschäftsstelle wurde eine Kundgebung abgehalten. Der ver.di-Verhandlungsführer Ralf Franke aus Cottbus forderte für die Arbeitsleistung der Beschäftigten bei der Arbeiterwohlfahrt mehr Wertschätzung durch eine spürbar bessere Entlohnung mit einem neuen Entgelttarifvertrag.

Elf AWO-Kindertagesstätten waren infolge des Warnstreiks ganztags geschlossen. Auch die Werkstatt für behinderte Menschen in Lübbenau, Lübben und Luckau (AWO-Spreewaldwerkstätten) wurden infolge des Warnstreiks ganztags geschlossen. In den AWO-Spreewaldwerkstätten werden ansonsten insgesamt 370 behinderte Menschen tagsüber betreut (die Zahl 220 in der PM vom 22.03.2017 war falsch). Die Eltern, Betreuer und Angehörigen wurden schon am Mittwoch, den 22. März mit Elternbriefen über den bevorstehenden Warnstreik informiert.

An dem Warnstreik beteiligten sich auch Beschäftigte aus dem AWO-Pflegeheim in Calau und aus mehreren AWO-Einrichtungen  des betreuten Wohnens für behinderte Menschen. Für diese Einrichtungen wurden jeweils Notdienste zugesagt. Auch Beschäftigte aus der ambulanten Krankenpflege hatte sich an der Demonstration durch Lübbenau beteiligt. Ebenso beteiligten sich auch Beschäftigte aus der AWO-Küche sowie Hausmeister und Reinigungskräfte.

Die Gewerkschaft ver.di hat zum Warnstreik aufgerufen, weil es auch bei der 6. Verhandlungsrunde am 3. März 2017 zu keiner Einigung bei den Tarifverhandlungen mit der AWO-Tarifgemeinschaft Brandenburg gekommen ist.

Die Gewerkschaft ver.di hat der AWO am 21. März 2017 einen neuen Kompromissvorschlag übermittelt, der für die pädagogischen Beschäftigten in den Kitas und in der Kinder- Jugendhilfe sowie für die Sozialarbeiter ab dem 1. Juli 2017 ein Entgeltniveau in Höhe von 88% des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) vorsieht, welches zum 1. Januar 2018 auf 94% des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD, Stand Februar 2017) steigen soll. Die AWO hatte gegenüber der Gewerkschaft ver.di ein Angebot eröffnet, nach welchem sich das Entgelt bei den Erzieher/innen spätestens ab dem 1. Juli 2018 auf durchschnittlich 94% des TVöD entwickeln sollte. Aber bei den Detailfragen besteht bislang keine Einigung. So will die AWO, dass die Beschäftigten erst nach 26 Beschäftigungsjahren die höchste Entgeltstufe erreichen. Die Gewerkschaft ver.di fordert jedoch, dass die höchste Entgeltstufe spätestens mit dem 17. vollendeten Beschäftigungsjahr erreicht werden und der Tarifvertrag in seiner Struktur den Regelungen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes (TVöD) entsprechen muss.

Für die Beschäftigten in der Pflege, in der Betreuung behinderter Menschen (Eingliederungshilfe), in der Verwaltung und in den Servicebereichen sieht der ver.di-Kompromissvorschlag ab dem 1. Juli 2017 ein Entgeltniveau von rund 82% des TVöD vor, welches zum 1. Januar 2018 auf 86% des TVöD steigen soll. Für die Monate von Januar bis Juli 2017 fordert die Gewerkschaft ver.di für alle Beschäftigten eine Einmalzahlung.

Die Tarifverhandlungen werden am 28. März 2017 fortgesetzt.

pm/red

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Lagune Cottbus mit neuem Besucherrekord und Jubiläumsevents

Insgesamt 192.960 zahlende Besucher konnte die Lagune in Cottbus im neunten Jahr ihres Bestehens begrüßen. Zum Vergleich, im Jahr 2015 kamen 183.626 zahlende Besucher ins Bad. Etwa 65.000 Schul- und Vereinsschwimmer nutzten das Bad im vergangenen Jahr zusätzlich. Damit konnte die Betreibergesellschaft die angepeilte Besucherzahl wieder übertreffen und legte im Vergleich zu 2015 nochmal um etwa 10.000 Besucher zu. Unter den zahlenden Besuchern waren auch 22.611 Rehasportler in 46 wöchentlichen Kursen anwesend.

Mit diesen Zahlen wurden ca. 1,4 Millionen Euro Umsatz erzielt, die Stadt Cottbus muss nochmal 700.000 Euro Verlustausgleich beisteuern, was Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro für den Betrieb des Bades bedeutet. Trotz eines höheren Energieverbrauchs wurden durch das BHKW Kosteneinsparungen von etwa 20% erzielt, was ca. 70.000 Euro im Jahr entspricht. Im Gegensatz dazu sind durch die Regelungen bei der Altanschließerthematik die Abwasserkosten seit 01.01.2017 um 19% gestiegen, was bisher 1.500 Euro im Monat mehr ausmacht.

Im vergangenen Jahr war die Lagune insgesamt zwölf Tage zur Reinigungs- und Instandhaltungswoche im September geschlossen, dieses Jahr wird sie im April vom 03.04.-09.04.2017 stattfinden, verbunden mit der Installation einer neuen Software für die Steuerung der Gebäudeleittechnik. 2016 lag der Schwerpunkt in der Erneuerung der Mess-, Steuerungs- und Regeltechnik der Badewasserdesinfektion und der Anschluss des Hallenbades an die Chlorgasanlage des Freibades sowie die Errichtung des ersten Teils des Lagune-Beaches. Hinzu kam die Gestaltung der Kindergeburtstagsecke. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 450.000 Euro investiert.

Zur Sommersaison 2017 will die Lagune Cottbus den zweiten Abschnitt des Lagune-Beaches realisiert haben. Es ist geplant, die Fläche des bestehenden Volleyballplatzes zu erweitern und insgesamt fünf professionelle Beachvolleyballplätze zu errichten. Weiterhin wird ein Sanitärgebäude mit Toiletten und Duschen sowie Umkleidemöglichkeiten im Freibandbereich geschaffen, um die Möglichkeit zu eröffnen, das Freibad über einen separaten Eingang ohne das Hallenbad zu betreiben. Das Vorhaben liegt derzeit zur Genehmigung im Bauamt. In diesem Jahr soll nun auch das Baby- und Kinderbecken an die Wärmeversorgung des BHKWs angeschlossen werden um eine Temperatur von 27 - 29 Grad Celsius in dem Becken zu gewährleisten. Ein kleiner Wasserspielplatz rundet das Projekt Lagune-Beach ab.

Nach der diesjährigen Schließzeit im April wird die Lagune pünktlich zu den Osterferien am 10.04. wieder öffnen, so das im Gegenzug im September keine Schließtage notwendig sind und bei entsprechender Wetterlage das Freibad länger geöffnet bleiben kann.

Für das zehnjährige Jubiläumsjahr hat sich die Lagune einige Events einfallen lassen, wie Jens Hackbart, Geschäftsführer der Lagune Cottbus, im Videointerview berichtet.

 

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Chemie Guben erhält neuen Bus für Nachwuchs

Große Freude im Sportzentrum Guben: Der S.V. Chemie Guben 1990 e.V. erhielt gestern von der Sparkasse Spree-Neiße und der PS-Lotteriegesellschaft der Ostdeutschen Sparkassen einen VW-Transporter. Das Fahrzeug mit der Aufschrift "Glückspilze on Tour" übergaben Ralf Braun, Vorstandsmitglied der Sparkasse Spree-Neiße und Ilona Fischer, Direktorin der Direktion Guben der Sparkasse Spree-Neiße. Mit großer Freude nahm Uwe Koschack, erster Vorsitzender des SV Chemie Guben e.V. im Beisein von weiteren Vostandsmitgliedern, Trainer und Nachwuchshandballern der Altersklassen 11-14 den sparkassenroten Kleinbus entgegen.

"Der SV Chemie Guben leistet als größter Sportverein in Guben mit seinen vielen ehrenamtlichen Trainern, Übungsleitern und Vereinsmitarbeitern eine hervorragende Arbeit", begründet Ralf Braun die Förderung des Vereins. "Durch die Übergabe des VW-Busses möchten wir das engagierte Wirken des Vereins, vor allem seine kontinuierliche Nachwuchsarbeit unterstützen und zur Mobiliätt der Sportler beitragen."

Chemie Guben wurde im Jahr 1990 gegründet und ging aus der Betriebssportgemeinschaft "Chemie" des damaligen Chemiefaserwerkes hervor. Mit einer Mitgliederzahl von rund 500 Sportlern, davon sind die Hälfte Kinder und Jugendliche, ist er der größte Sportverein in Guben. Er vereint unter einem Dach die Sparten Badminton, Billardkegeln, Handball, Kegeln, Schwimmen, Turnen, Reha-Sport und Leichtathletik. In der Leichtathletiksparte, die zum Landesleistungsstützpunkt zählt, sind allein 90 Kinder und Jugendliche aktiv. Genauso sportlich engagiert sind die Handballer mit insgesamt 150 Sportlern, die an die großen Gubener Handballtraditionen anknüpfen möchten, immerhin ist der weibliche Bereich ebenfalls seit vielen Jahren Landesleistungsstützpunkt. Da die Teams in verschiedenen Ligen bei meist überregional stattfindenden Wettkämpfen starten, erforder das ein hohes Maß an Flexibilität und vor allem Mobilität.

"Das ist großartig", freut sich der Vereinsvorsitzende Uwe Koschack, "vielen Dank an die Sparkasse. Wir freuen uns riesig über den neuen Kleinbus, mit dem unser 20 Jahre alter Bus mit fast 300.000 Fahrkilometern abgelöst werden kann und wir somit auch zukünftig zuverlässig zu den Wettkämpfen fahren können".

Ermöglicht hat die Spende an den Verein das gute Abschneiden der Sparkasse Spree-Neiße. In jedem Monat nehmen aktuell über 85.000 PS-Lose an den Auslosungen teil. Die PS-Lotteriegesellschaft der ostdeutschen Sparkassen stellt den erfolgreichsten Sparkassen für ihren Zuwachs an PS-Losen 50% des Kaufpreises für einen neuen VW-Transportzer zur Übergage an gemeinnützige Einrichtungen/Vereine zur Verfügung. "Wir zählen zu den Besten", berichtet Ralf Braun stolz. "Selbstverständlich übernehmen wir sehr gern die anderen 50% des Kaufpreises für den VW-Bus und können deshalb den Sportlern des SV Chemie Guben heute hier eine ganz besondere Freude bereiten."

Uwe Koschack und Ralf Braun standen nach der Übergabe für ein Videointerview zur Verfügung.

 

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Auto fährt frontal in LKW. Schwerer Verkehrsunfall bei Großräschen

Heute morgen gegen 6:30 Uhr ereignete sich zwischen Großräschen und Allmosen ein schwerer Verkehrsunfall. Ein LKW aus Richtung Möbelhaus kommend, bog auf die B96 in Richtung Senftenberg ab. Ein entgegenkommende PKW krachte auf Höhe der Bahnüberführung aus bisher unbekannter Ursache frontal in den LKW. Die B96 ist seitdem voll gesperrt, laut Polizei wird die Sperrung bis mindestens Mittag bestehen bleiben. Die 30-Jährige Fahrerin des PKW ist laut Polizei noch am Unfallort ihren Verletzungen erlegen. Ein zweiter PKW fuhr infolge des Unfalls auf andere Fahrzeuge auf.

Mehrere Einsatzkräfte aus Großräschen, Großräschen Nord, Senftenberg und ein Rettungshelikopter sind vor Ort.

Aufgrund der starken Verkehrsbehinderungen wurde eine Umleitung eingerichtet. Sie erfolgt Richtung Cottbus über die L 53, Woschkow und Lesskow.

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Saisonstart bei den Biotürmen in Lauchhammer

Wie aus dem Nichts tauchen vor dem Besucher trutzige Türme am Straßenrand auf. Überrascht von deren Anordnung und Erscheinung ist die Neugier geweckt. Einmal nähergekommen, säumen bizarr anmutende Bergbaurelikte den Weg. Der Besucher befindet sich an einem Geheimtipp der Energie-Route der Lausitz, an den Biotürmen und Reliktepark in Lauchhammer.

Engagierte ehemalige Bergleute des Traditionsvereinesf Braunkohle Lauchhammer e.V. führen Sie auf die gläsernen Aussichtskanzeln und erzählen Ihnen spannende Geschichte und Geschichten über den Bergbau und über die einstige Großkokerei.

Ab dem 02.April 2017 sind Biotürme und Reliktepark wieder jeweils sonntags und feiertags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Mitglieder des Traditionsvereines Braunkohle Lauchhammer e.V. nehmen auch gerne zu anderen Terminen Vorbestellungen an. Kontakt: straatmann@biotuerme.de

pm/red

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Stickerstars zum Anfassen & HC Spreewald Spieltag

Am kommenden Samstag - 25.03. um 12:00 Uhr - ist es endlich soweit, das Sammelfieber für Groß und Klein geht in eine neue Runde.

Pünktlich zum langen Heimspieltag des HC Spreewalds im Lübbener "Blauen Wunder" startet mit einem passenden Rahmenprogramm (Sportpark und BARMER mit Gewinnspiel sowie einer Hüpfburg für unsere Kleinen) die große Stickersammelaktion des gesamten Vereins. Hier kann man die ersten Startersets (Album sowie 5x5 Stickertüttchen) für 4 Euro erwerben, bevor sie am 27.03. in den Verkauf bei unserem Projektpartner Marktkauf gehen.

Start der großen Sammelaktion ist um 12:00 Uhr. Im weiteren Verlauf des Tages treffen die Jugend- und Männermannschaften auf folgende Gegner:

12:30 Uhr: Weibliche Juggend B vs. SV Herzberg
14:15 Uhr: Männliche Jugend C vs. Ortrand
16:00 Uhr: 4. Männer vs. Ruhland

Die 1. Männermannschaft empfängt den PHC Wittenberge wie gewohnt um 18:15 Uhr.

Also, ab ins "Blaue Wunder" und die ersten Sticker erwerben, tauschen und die passende Unterschrift deiner Stars ergattern.

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Brandenburg: Künftig zwei Leistungskurse an gymnasialer Oberstufe

Die Schulen des Landes Brandenburg mit gymnasialer Oberstufe sollen künftig zwei statt fünf Kurse auf erhöhtem Niveau (Leistungskurse) anbieten. Das kündigte Bildungsminister Günter Baaske am Donnerstag vor dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport des Landtages an. Die Neuregelung soll  mit der  die Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe, die im Schuljahr 2018/19 beginnt, unterrichtswirksam werden. Das Abitur wird nach den neuen Regelungen erstmals im Schuljahr 2020/21 abgelegt.

Das Land Brandenburg reagiert damit auf einen Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) vom Juni 2016, wonach die Oberstufen der Bundesländer stärker vereinheitlicht werden sollen, um eine höhere Vergleichbarkeit des Abiturs zu gewährleisten. Die KMK hat eine Bandbreite von zwei bis vier Kursen auf erhöhtem Niveau beschlossen.

Minister Baaske: „Wir haben die Entscheidung auf der Basis intensiver Fachgespräche getroffen. Mein Dank für die Mitwirkung gilt allen Beteiligten. Das Votum für zwei Kurse war nahezu einhellig. So haben wir eine gute und praktikable Lösung gefunden.“

An den Fachgesprächen nahmen Lehrerverbände, Universitäten, Landeselternrat, Schulleiter, die KMK sowie die bildungspolitischen Sprecher der Landtagsfraktionen teil. Wesentlicher Grund für die Entscheidung für zwei Leistungskurse war, dass bei zwei Fächern mit jeweils fünf Wochenstunden eine fachliche Fokussierung und intensivere Wissensvermittlung möglich ist als bei den anderen Varianten.

pm/red

Foto: Symbolbild; S. Hofschlaeger, www.pixelio.de

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Grüne: "Lausitz ohne neue Tagebaue – Landesregierung muss Farbe bekennen"

Zur gestrigen Sitzung des Braunkohlenausschusses in Cottbus nimmt die energie- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN HEIDE SCHINOWSKY wie folgt Stellung:
 
„Mit ihrer Aussage, dass die Entscheidung über Tagebau-Neuaufschlüsse angeblich allein die LEAG zu treffen habe, versucht sich die Landesregierung aus ihrer Verantwortung für die Zukunft der Lausitz zu stehlen. Tatsache ist: Neue Tagebaue sind unvereinbar mit den Klimaschutzzielen der Brandenburger Landesregierung. Zudem sind sie laut Brandenburger Energiestrategie 2030 energiepolitisch nicht mehr notwendig; letzteres hat vor kurzem auch eine von unserer Fraktion in Auftrag gegebene Studie belegt. Und intern werden im Wirtschaftsministerium längst Kohleausstiegsszenarien durchgespielt.
 
Die Landesregierung muss endlich auch öffentlich zu ihren eigenen Beschlüssen und Zielen stehen und mit Hilfe eines Fahrplans das geordnete Auslaufen der Kohleverstromung mitgestalten. Mit ihrer derzeitigen Verweigerungshaltung riskiert sie den Strukturbruch in der Lausitz und verlängert damit insbesondere die Unsicherheiten für die von Abbaggerung Bedrohten und sowie für die direkt und indirekt bei der Braunkohle Beschäftigten.“
 
pm/red
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Kämmerer weisen falsche Berechnungen der Landesregierung zur Kreisreform entschieden zurück

„Die Rechnung der Landesregierung ignoriert Kosten in Millionenhöhe, die von den kreisfreien Städten im Falle einer Einkreisung dauerhaft getragen werden müssten.“ Das erklärte der Cottbusser Beigeordnete für Finanzen, Dr. Markus Niggemann, am Donnerstag im Finanzausschuss des Landtages. Der Ausschuss beschäftigte sich mit den finanziellen Folgen der Kreisreform für die kreisfreien Städte und führte hierzu ein Fachgespräch mit dem Finanzbeigeordneten der Stadt Cottbus. Auch Corinna Schubert, Kämmerin der Stadt Frankfurt (Oder), und Steffen Scheller, Bürgermeister und Kämmerer der Stadt Brandenburg an der Havel, nahmen an der Sitzung teil. Die drei Kämmerer hatten bereits zuvor handwerkliche Fehler im „Schröter-Görke-Plan“ aufgezeigt.

Dr. Markus Niggemann belegte mit ausführlichen Daten und Erklärungen, warum die Stadt Cottbus finanzielle Schäden von der Kreisreform tragen würde: „Obwohl wir den Rahmen des Finanzministeriums übernommen haben, kommen wir bei Einbezug aller Faktoren auf ein jährliches Minus im Millionenbereich für die Stadt Cottbus. Neben den teilweise falschen bzw. nicht nachvollziehbaren Berechnungen, die das Finanzministerium angestellt hat, fehlen vor allem wichtige Aufwandspositionen, wie zum Beispiel die Kosten der Fusion auf städtischer Seite und der Wegfall von Synergie-Effekten bei Einkreisung einer kreisfreien Stadt. Obwohl wir das Finanzministerium hierauf mehrfach hingewiesen haben, werden die Hinweise weiterhin ignoriert. Umso dankbarer bin ich im Finanzausschuss des Landtages, die Möglichkeit erhalten zu haben, diese Punkte aufzeigen zu können. Es soll für die Einkreisung der kreisfreien Städte viel Geld ausgegeben werden, um anschließend kompliziertere, d.h. teurere Strukturen zu schaffen. Das können wir nur ablehnen.“

Bürgermeister Steffen Scheller, Brandenburg an der Havel, ist ebenfalls entsetzt über die fachlichen Fehler und Falschannahmen im Finanzplan der Landesregierung zur Kreisreform: „Trotz des Austauschs unserer Kämmerei mit dem Innen- und dem Finanzministerium halten Finanzminister Görke und Innenminister Schröter an falschen Berechnungen fest, die nur als Blendwerk bezeichnet werden können. Selbst auf Nachfrage können die verwendeten Werte nicht untersetzt werden, dennoch sind die Minister der Überzeugung, am Ende würde eine Einkreisung unserer Stadt finanzielle Vorteile bringen. Dieses Vorgehen beweist eindeutig, dass die Landesregierung die Kreisreform um jeden Preis durchsetzen will – und den Preis zahlen am Ende wir!“  

„Die Präsentation des Finanzministeriums ist und bleibt insgesamt wenig überzeugend, weil sie zentrale Aspekte einer Reform wie Synergieverluste infolge der Trennung von Aufgaben, der Kreisumlage in den neuen Landkreisen oder der Gestaltung der Hauptansatzstaffel nicht ausreichend berücksichtigt. Die Übertragung von Aufgaben von unseren Städten an die Landkreise wird nach bisherigen Zahlen nicht zu den finanziellen Entlastungen für die bislang kreisfreien Städte führen, die das Land prognostiziert. Klar ist lediglich, dass es für die neuen Landkreise teurer würde. Durch Aufgaben- und Finanzverantwortlichen würde Zwietracht in der kommunalen Familie gesät und zudem der Service für Bürger und Unternehmen verschlechtert, da viele Leistungen künftig nicht mehr aus einer Hand erfolgen“, so Kämmerin Corinna Schubert. Sie fordert das Finanzministerium auf, die im Herbst 2016 aufgenommenen Gespräche mit den kreisfreien Städten zu Finanzierungsaspekten der Reform zügig wiederaufzunehmen und alle Berechnungen auf den Tisch zu legen.

Die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder) kämpfen weiter für den Erhalt ihrer Kreisfreiheit, da nur mit der kommunalen Selbstverwaltung die demokratischen Rechte und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger an die Verwaltungsleistungen gewährleistet werden können.

pm/red

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