Samstag, 19.08.2017
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Forst: Mehr innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 km/h

Zu Beginn des neuen Schuljahres 2017/2018 werden in der Stadt Forst (Lausitz) auf der Frankfurter Straße im Bereich der Grundschule Nordstadt und in der Blumenstraße im Bereich der Kindertageseinrichtung Friedrich-Fröbel Tempo 30–Schilder aufgestellt. Nach Verkehrsfreigabe der Sorauer Straße, die aufgrund von Bauarbeiten an den Kanälen und Leitungen noch bis Ende 2017 voll gesperrt ist, soll auch hier ab 2018 im Bereich der Kindertagesstätte Talita kumi ein Tempolimit von 30 km/h gelten.

Zu diesem Ergebnis sind die Stadt Forst (Lausitz), das Straßenverkehrsamt des Landkreises Spree-Neiße und die zuständige Polizeidienststelle Cottbus in ihrer Verkehrsberatung am 09.08.2017 gekommen. Ein entsprechender Antrag auf Anordnung der zum neuen Schuljahr anzuordnenden Beschilderung ist noch am selben Tag von der Stadt Forst (Lausitz) bei der Straßenverkehrsbehörde eingereicht worden. Seit dem 10.08.2017 liegt die verkehrsrechtliche Anordnung der Straßenverkehrsbehörde vor. Gegenwärtig befinden sich die notwendigen Verkehrszeichen und –einrichtungen in der Beschaffung. Nach Auskunft der Lieferfirma erfolgt die Bereitstellung der Verkehrstafeln für die Frankfurter Straße voraussichtlich in der 37. Kalenderwoche 2017; die Montage erfolgt durch das Betriebsamt der Stadt dann umgehend. In der Blumenstraße wird die Beschilderung mit Tempo 30 in den nächsten 14 Tagen vorgenommen.

Vorausgegangen sind der Entscheidung die seit Dezember 2016 in den Verkehrsberatungen der Stadt Forst (Lausitz) erfolgten Abwägungsschritte, die neben der Erfassung der örtlichen Schulen und Kindertageseinrichtungen auch die Überprüfung der Standorte unter Maßgabe der Gesetzesnovelle und unter Einbeziehung des Rundschreibens vom Juli 2017 des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg beinhaltete.

Dabei waren uunter anderem folgende Kriterien zu beurteilen:

- Verfügen die Einrichtungen über einen direkten Zugang von der betreffenden Straße?

- oder Ist im unmittelbaren Bereich starker Quell- und Zielverkehr (Bring- und Abholverkehr, Fahrbahnquerungen, Aufenthalt am Fahrbahnrand) vorhanden?

- Ist eine Verkehrsverlagerung auf Wohnnebenstraße nach Beschilderung der Tempo 30 zu befürchten?

- Hat die Maßnahme Auswirkungen auf den ÖPNV?

Grundsätzlich wird die Geschwindigkeitsbegrenzung temporär über die Betriebszeiten der jeweiligen Einrichtungen und streckenbezogen gelten, d.h. auf der Blumenstraße aus Richtung Bahnhofstraße auf einer Länge von 100 m, in der Frankfurter Straße auf einer Länge von 200 m gelten.

Die Stadtverwaltung bittet gleichzeitig alle Fahrzeugführer, das angeordnete Tempolimit einzuhalten.

pm/red

Foto: Samy13, www.pixelio.de

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Steigende Bevölkerungszahlen in der Region im Januar 2016

In Berlin lebten Ende Januar 2016 ca. 3.529.000 und in Brandenburg ca. 2.488.000 Menschen. Die Berliner Bevölkerung ist damit seit Jahresanfang um 9.400 Personen bzw. 0,3 Prozent und die Brandenburger um 2.800 Personen bzw. 0,1 Prozent angewachsen.

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg arbeitet nun Monat für Monat die technisch bedingten Verzögerungen in der Bevölkerungsstatistik nach. Der Zuwachs ist ausschließlich auf den Zuzug aus dem Ausland zurückzuführen. Im Januar 2016 nahm die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um ca. 9.600 bzw. 1,8 Prozent in Berlin und um ca. 4.900 bzw. 5,4 Prozent in Brandenburg zu.

Ende Januar lebten ca. 555 000 Ausländerinnen und Ausländer in der Bundeshauptstadt. Hier stieg der Ausländeranteil auf 15,7 Prozent. In Brandenburg lebten Ende Januar ca. 94.700 Ausländerinnen und Ausländer. Damit stieg der Ausländeranteil auf 3,8 Prozent.

In diesen Daten sind zum Teil auch Schutzsuchende enthalten, die nachträglich melderechtlich erfasst wurden. Viele von ihnen reisten bereits im Jahr 2015 ein, konnten aber erst nach der Anmeldung bei der Meldebehörde statistisch als Zuzug registriert werden. In Berlin ist insbesondere die Zahl der Menschen mit syrischer, afghanischer, irakischer oder ungeklärter Staatsangehörigkeit gestiegen, in Brandenburg hauptsächlich mit syrischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit. Die Zahl der deutschen Einwohnerinnen und Einwohner ist in Berlin annähernd konstant geblieben. In Brandenburg ist sie um ca. 2.100 Personen bzw. 0,1 Prozent auf ca. 2.393 000 zurück gegangen.

Die Monatsergebnisse 2016 sind aufgrund methodischer Änderungen bei den Wanderungsstatistiken, technischer Weiterentwicklungen der Datenlieferungen aus den Meldebehörden und der Umstellung auf ein neues Aufbereitungsverfahren bei den Bevölkerungsstatistiken nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

pm/red

Foto: Wikipedia, CC 2.0 Lizenz; Eric Ward

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Eisenockerbelastung der Talsperre Spremberg. Grüne: "Minister Vogelsänger muss endlich Konzepte vorlegen"

Die bündnigsrünen Lausitzer Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke und Heide Schinowsky zeigten sich enttäuscht vom heutigen Besuch des Umweltministers Jörg Vogelsänger (SPD) an der Talsperre Spremberg: „Der Minister hat immer noch kein Konzept zur Beräumung der Hauptsperre vorgelegt“, kritisiert der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Landtag Benjamin Raschke. Auch ist immer noch vollkommen unklar, wo der ausgebaggerte Eisenhydroxidschlamm (EHS) endgültig deponiert werden soll: „Wir erwarten Antworten und keine wohlmeinenden Besuche ohne Substanz in Zeiten des Wahlkampfes.  Minister Vogelsänger sollte endlich seine Hausaufgaben machen“, sagte Raschke.  In diesem Sommer ist die Eisenkonzentrationen im Ablauf der Vorsperre wieder angestiegen, so dass Konditionierungsanlagen wieder angefahren werden und ab dem 16. August 2017 der Regelbetrieb der Wasserbehandlung erfolgt, teilte der bundeseigene Bergbausanierer LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) mit.

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Eisenhydroxids an der Vorsperre gingen zwar in die die richtige Richtung aber immer noch werde das Problem der Ablagerung von EHS in der Hauptsperre ausgeblendet, so Raschke. Ein Teil des Eisenockerschlamms bleibt in der Hauptsperre und setzt diese zu. Früher oder später muss daher die gesamte Talsperre beräumt werden. „Ich erwarte, dass die Landesregierung hierzu endlich einen Plan vorlegt“, fordert der Umweltpolitiker. Dazu gehöre auch die viel häufigere Beräumung der Vorsperre, um die Hauptsperre entlasten. Der bisherige Beräumungszyklus von 10 Jahren reiche nicht mehr aus.

Grundsätzlich müsse man auch an die Ursache der Verockerung heran, sagte die bergbaupolitische Sprecherin der Fraktion Heide Schinowsky: „Stillgelegte wie aktive Tagebaue tragen zu einer weiteren Verockerung bei. Es ist ein absoluter Widerspruch, wenn einerseits Millionen Euro aus Steuermitteln zur Eindämmung des Eisenhydroxids als Folge des jahrzehntelangen Braunkohletagebaus in der Lausitz aufgebracht werden. Andererseits unterstützt Wirtschaftsminister  Albrecht Gerber (SPD) neue Tagebaue und will dafür sogar die Klimaziele des Landes Brandenburgs über den Haufen werfen“ kritisiert Schinowsky: „Der klimaschädliche Strom aus der Braunkohle wird jedoch immer weniger gebraucht. “.

Hintergrund

Die Talsperre Spremberg dient mit Vor- und Hauptsperre als Absetzbecken bzw. Flusskläranlage für Eisenockerschlamm. Die Fließgeschwindigkeit der Spree verringert sich und Eisenhydroxid setzt sich als Schlamm (EHS) in der Vorsperre Bülow, aber auch in der Hauptsperre ab. Zudem sei noch unklar, wie viele Jahre die Hauptsperre den Eisenhydroxidschlamm ohne Ausbaggerung unter Beibehaltung der Rückhaltefunktion bei Hochwasser aufnehmen könne, erklärte die Landesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Dezember 2016. Bei einem HQ25, also einem Hochwasser, das im Schnitt alle 25 Jahre auftritt, bestehe zwar keine Gefahr, dass Eisenockerschlamm aus der Talsperre in den Spreewald gespült wird. Für ein HQ100, also ein  Jahrhunderthochwasser gibt es jedoch keine Daten.

Bild: ideengrün.de | markus pichlmaier

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Wochenendvorschau Fußballkreis Südbrandenburg

In vier Ligen rollt am kommenden Wochenende im Fußballkreis Südbrandenburg wieder der Ball, wir bieten eine Vorschau auf die Spiele.

Brandenburgliga

Samstag, 15.00 Uhr
FSV Bernau – SV Grün-Weiß Lübben

Im Duell der Aufsteiger möchten die Lübbener erfolgreich in die neue Saison starten, um nicht direkt nach dem Pokalsieg wieder negativ zurückzufallen. Der FSV Bernau setzte sich in der Nordstaffel der Landesliga sicher durch und hatte am Ende 14 Punkte Vorsprung, wogegen Grün-Weiß Lübben erst nach dem letzten Spieltag jubeln durfte. Spannung ist im Aufsteigerduell also vorprogrammiert.

Landesliga Süd

Samstag, 15.00 Uhr
SV Germania Schöneiche – VfB Hohenleipisch

SpVgg. Blau-Weiß 90 Vetschau – FV Blau-Weiß 90 Briesen/Mark

Mit dem Blick auf die letzten vier Spiele gegeneinander geht Vetschau als Favorit in das Spiel. Drei der letzten vier Spiele gingen an die Mannschaft von Jörg Handrick, die den Abgang von Sven Konzack nach Krieschow adäquat mit Caio Henrique aus Burg ersetzt haben. Mit der bekannten Heimstärke soll von Vetschau soll der Auftakt erfolgreich gestaltet werden.

FSV Glückauf Brieske/Senftenberg – Kolkwitzer SV

Zwei alte Bekannte treffen in Brieske aufeinander und lassen ein spannendes und enges Spiel erwarten. Ist die Briesker Gesamtbilanz gegen Kolkwitz positiv, schmerzt die Niederlage im April 2017 doch noch etwas nach, verlor man dort die Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg. Nach der ansprechenden Leistung gegen Seelow sind die Knappen aber gewillt, erfolgreich in die Saison zu starten.

Landesklasse Süd

Spannende Derbies und brisante Duelle zum Auftakt der Landesklasse Süd. Bereits am Freitagabend startet der SV Großräschen in die Saison und trifft auf die eigentlich sportlich abgestiegenen Drebkauer. (FuPa.TV ist mit Ticker und Kamera vor Ort) Aufsteiger Brieske/Senftenberg II erwartet mit Altdöbern eine spielstarke Mannschaft der Landesklasse und möchte den Heimvorteil für einen erfolgreichen Start nutzen. Kann der VfB Herzberg erneut eine offensive und erfolgreiche Saison spielen? Im Derby gegen die SG Friedersdorf ist der VfB Favorit. Der TSV Schlieben reist ebenfalls favorisiert zum VfB Hohenleipisch II und geht als einer der Mitfavoriten in die Saison. Während Eintracht Lauchhammer gegen Aufsteiger Spremberger SV zu Hause erwartet, reist der FSV Lauchhammer zum SC Spremberg und hofft auf einen ersten Auswärtserfolg. Rot-Weiß Luckau und Bad Liebenwerda, beide in der Vorsaison lange im Abstiegskampf, wollen mit einem Erfolg besser in die Saison starten.

Kreisoberliga Südbrandenburg

Mit einem kompletten Samstagsspieltag startet auch die Kreisoberliga in die Saison. Ohne klaren Favoriten ist mit einer spannenden Saison zu rechnen und doch haben die Platzierten der letzten Saison die ersten Standortbestimmungen vor der Brust. Während Eintracht Ortrand den Heimvorteil gegen die SpVgg. Finsterwalde nutzen möchte, reist Falkenberg nach Schipkau und möchte bei den runderneuerten Askanen bestehen. Interessant werden auch die ersten Spiele der Aufsteiger von Lok Calau (gegen Ruhland) und dem SV Prösen (gegen den Senftenberger FC), in dem beide Mannschaften nicht chancenlos scheinen.

Foto: Rainer Sturm, www.pixelio.de

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Burg veranstaltet Festwoche anlässlich des 25. Heimat- und Trachtenfestes

Zu seiner Gründung vor 25 Jahren schenkte sich das Amt Burg (Spreewald) das Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg (Spreewald), das erstmals vom 27. bis 29. August 1993 gefeiert wird: Die 25. Auflage des Traditionsfestes bildet vom 25. bis 27. August den krönenden Abschluss einer ereignisreichen Festwoche.

Dass die Einwohner der Amtsgemeinden zu feiern verstehen und ihr Brauchtum gern zeigen, ist nicht erst seit 25 Jahren beim alljährlichen Heimat- und Trachtenfest zu sehen. Schon die Spreewaldfestspiele lockten über Jahrzehnte Besucherscharen nach Burg. Den Traditionen der Spreewälder fühlen sich auch die heutigen Macher des Festes verpflichtet. Nicht namhafte Stars geben sich auf der Bühne ein Stelldichein, sondern vor allem kleine und große Künstler der Region. Auch das Rahmenprogramm mit wendischem Kirchgang, Hahnrupfen der Domowina-Jugend und der inzwischen fast legendäre Festumzug am frühen Sonntagnachmittag geben den Blick frei auf das jahrhundertealte Brauchtum, auf das Leben und Arbeiten der Spreewälder damals wie heute. Dass so ein Veranstaltungskonzept alles andere als verstaubt ist, zeigen die hohen Besucherzahlen in jedem Jahr. Das Heimat- und Trachtenfest ist auch ein Wiedersehensfest. Spätestens beim Tanzabend mit „Na Und“ am Samstagabend treffen sich Hiergebliebene und Weggezogene.

Das Festprogramm

Eingebettet ist das Jubiläumsfest in die Festwoche zum 25. Geburtstag des Amtes Burg (Spreewald). Dieses beginnt mit einer Premiere und einer 700-Jährigen. Während am 19. und 20. August im Burger Kur- und Sagenpark erstmals das Genussfestival „Quark & Leinöl“ zum Schlemmen und Genießen einlädt, feiert das Dörfchen Ruben, ein Gemeindeteil von Werben, seinen 700. Geburtstag u. a. mit Festumzug am Samstag, dem 19. August, um 16 Uhr und Hahnschlagen am Sonntag um 14 Uhr. Den zweiten wendischen Erntebrauch feiert Dissen am selben Sonntag. Dort beginnt das Hahnrupfen um 13 Uhr auf dem Sportplatz. Am Dienstag verwandelt sich die Spreewaldbibliothek „Mina Witkojc“ ab 19 Uhr in einen „Tatort“: Krimiautorin Franziska Steinhauer liest aus ihrem Buch „Fluch über Rungholt“.

Zum zweiten Mal findet ein Tag der Vereine des Amtes Burg (Spreewald) statt. Mehr als 15 Vereine und Interessengruppen stellen sich am Mittwoch, dem 23. August, von 14 bis 18 Uhr, auf dem Burger Festplatz vor, um so auch um neue Mitglieder zu werben.. Den „inoffizielle Auftakt“ des Heimat- und Trachtenfestes bildet seit vielen Jahren die Präsentation des Heimatkalenders „Stog - Der Schober“, so natürlich auch in diesem Jahr. Am 24. August, um 19 Uhr, wird im „Deutschen Haus“ der Heimatkalender für 2018 präsentiert.

Mit der traditionellen Kaffeetafel für alle Senioren des Amtes und einem Kinderfest wird am Freitag, dem 25. August, das 25. Heimat- und Trachtenfest des Amtes Burg (Spreewald) eröffnet, das mit einem vielseitigen Programm und einer Neuerung aufwartet. Der Schaustellermarkt zieht vom Penny-Parkplatz auf Kümmels Wiese neben der Spreewaldmühle.

Verkehrseinschränkungen zum Heimatfest

Auch das 25. Heimat- und Trachtenfest wird für Anwohner und Gäste einige Einschränkungen in Burg (Spreewald) mit sich bringen.

Straße „Am Hafen“
Vollsperrung vom 24. August, 08.00 Uhr bis 28. August, 12.00 Uhr

Parkplatz Festplatz
Vollsperrung vom 22. August, 18.00 Uhr bis 28. August, 12.00 Uhr

Parkplatz Spreestraße
Vollsperrung vom 25. August, 08.00 Uhr bis 27. August, 24.00 Uhr

Parkplatz Spreehafen
Vollsperrung vom 25. August, 08.00 Uhr bis 27. August, 24.00 Uhr

Netto-Parkplatz
Vollsperrung am Sonntag, 27. August, 10.00 bis 17.00 Uhr

Lampionumzug am Freitag, 25. August
Verkehrsbeeinträchtigungen im Ortskern von 19:30 bis 20:30 Uhr

Am Leineweber
Vollsperrung am Sonntag, 27. August, von 12.00 bis 14:30 Uhr wegen Aufstellung für den Festumzug

Hauptstraße/L51 bis Bahnhofstraße– Festumzug!
Vollsperrung am Sonntag, 27. August, 14.00 bis 15.30 Uhr

Bahnhofstraße bis Ringchaussee/Zweite Kolonie - Festumzug!
Vollsperrung am Sonntag, 27. August, von 14.00 bis 15.30 Uhr

Am Bahndamm von Bahnhofstraße bis Kurparkstraße (Schuhhaus)
Vollsperrung wegen des Hahnrupfens am Sonntag, 27. August, 14.00 bis 17.00 Uhr

Innerhalb von Burg-Dorf gibt es nur sehr wenige Parkmöglichkeiten für PKW. Besucher werden gebeten, die ausgewiesenen Parkflächen vor den Ortseingängen aus Richtung Cottbus, Vetschau und Straupitz zu nutzen.

pm/red

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Mehr Aufträge und geringere Umsätze für Brandenburger Industrie

Die Brandenburger Industrie erhielt im Juni 2017 mehr Aufträge als im Vorjahresmonat. Die Umsätze gingen jedoch zurück, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Die 439 Brandenburger Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten setzten im Juni 2017 insgesamt 2,0 Mrd. EUR (–3,3 Prozent) um. Davon waren 1,4 Mrd. EUR Inlands- (+2,3 Prozent) und 0,6 Mrd. EUR Auslandsumsatz (–14,4 Prozent).

Die Zahl der tätigen Personen erhöhte sich gegenüber Juni 2016 um 1.662 Beschäftigte auf 80.795. Das preisbereinigte Auftragseingangsvolumen stieg, bezogen auf das Basisjahr 2010 (=100), um 6,3 Prozent (Inland –5,8 Prozent; Ausland +35,8 Prozent). Die umsatzstärkste Branche in Brandenburg, die Hersteller von Nahrungs - und Futtermitteln, meldete einen Umsatzrückgang um 27,5 Prozent (Inland –7,2 Prozent; Ausland –65,0 Prozent). Die Metallerzeugung und -bearbeitung erwirtschaftete einen Umsatzzuwachs von 14,5 Prozent (Inland +12,4 Prozent; Ausland +16,3 Prozent) und ein Auftragsplus von 10,3 Prozent (Inland +19,8 Prozent; Ausland +1,8 Prozent).

Die Hersteller chemischer Erzeugnisse erzielten ein Umsatzplus von 3,2 Prozent (Inland + 2,2 Prozent; Ausland + 8,3 Prozent) und einen Auftragszuwachs von 32,0 Prozent (Inland + 38,0 Prozent; Ausland + 4,4 Prozent). Im ersten Halbjahr des Jahres 2017 erwirtschaftete das Verarbeitende Gewerbe 11,3 Mrd. EUR Umsatz, 2,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 3,1 Prozent auf 7,9 Mrd. EUR, die Umsätze im Ausland sanken um 12,7 Prozent auf 3,4 Mrd. EUR. Die Auftragsentwicklung veränderte sich hingegen positiv. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nahm das Auftragsvolumen um 11,0 Prozent zu, im Inland um 8,7 Prozent und im Ausland um 15,1 Prozent.

pm/red

Foto: Harry Meyer, www.pixelio.de

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Sechs Auszubildende starten im Lindner Congress Hotel Cottbus

Am 1. August 2017 sind sechs neue Auszubildende im Lindner Congress Hotel Cottbus in einen neuen Lebensabschnitt gestartet. Sie haben sich für eine Ausbildung im Hotelfach entschieden. So hat sich das Direktionsteam des Lindner Congress Hotel Cottbus sehr gefreut, dass in diesem Jahr wieder Köche, Restaurantfachkräfte sowie Hotelfachleute ausgebildet werden können. Am 14. Und 15. August gab es ein Einstiegstraining im Hotel, bevor es jetzt richtig losgeht.

Das Lindner Congress Hotel in Cottbus wurde im Jahr 2016 mit dem Ausbildungspreis des Land Brandenburg sowie mit dem Qualitätssiegel für excellente Ausbildung vom DEHOGA Brandenburg ausgezeichnet.

Bild: Auszubildende: Dominika Wasilewka, Marie Görtz, Julien Jänchen, Jonas Fabel, Simon Janke, Till Zacharias, sowie das Direktionsteam: Konstanze Rasche, Anna Nappert, Michael Fehrmann

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Große Nachfrage nach Gregor Gysi in Cottbus. Zusatztermin vereinbart

Wie kaum ein anderer deutscher Politiker, wurde Gregor Gysi geschmäht und beschimpft. Und kaum einer schlug so erfolgreich durch das Gestrüpp der Anfeindungen zurück – hin zu einer anerkannten Prominenz.

Die 17-Uhr-Veranstaltung am 03. März ist restlos ausverkauft. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage, haben der Veranstalter lausitz.live, das Eventmanagement des Weltspiegels und  Gregor Gysi die eine weitere Lesung für den frühen Nachmittag des gleichen Tages vereinbart: Am 03. März um 14 Uhr im Filmtheater Weltspiegel. Tickets ab sofort überall im Vorverkauf!

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. In seiner Autobiographie „Ein Leben ist zu wenig“, erschienen im Aufbau-Verlag Berlin, erzählt er von seinen zahlreichen Leben: Gregor Gysi der Anwalt, der Politiker, der Autor und Moderator und – nicht zuletzt – der Familienvater. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben, und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.

Seine Autobiographie ist ein Geschichts- und Geschichtenbuch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise widerspiegelt und erlebbar macht. Gregor Gysi erzählt von seiner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten und in die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben seit den historischen Ereignissen im Herbst 1989 nahm. Der Jurist wird Politiker: „Einfach wegrennen, das wollte ich nie“, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten!

Gregor Gysi liest Passagen aus „Ein Leben ist zu wenig. Die Autobiographie.“ und stellt sich den Zwischenfragen des Moderators Hans-Dieter Schütt – live vor Publikum, ohne Netz und doppelten Boden am 3. März 2018 im Filmtheater Weltspiegel in Cottbus. Tickets im VVK: 0355 355 49 94 o. 0355 481 555. 

Termin:

Samstag, 03. März 2018

WELTSPIEGEL COTTBUS

Rudolf-Breitscheid-Straße 78, 03046 Cottbus

Einlass: 13 Uhr / Beginn: 14 Uhr

pm/red

Bild: Gregor Gysi; Fotograf: Joachim Gern

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Streit wegen Hundekot in Senftenberg eskaliert

Wegen der Hinterlassenschaften eines Hundes gerieten am Mittwoch drei Frauen in Senftenberg zunächst in ein Streitgespräch, welches in einer handfesten Auseinandersetzung mündete. Eine 35-Jährige Hundehalterin hatte den Kot ihres Vierbeiners auf einer Wiese an der Stralsunder Straße nicht entfernt. Das missfiel zwei 30 und 37 Jahren alten Passanten. Nach einem kurzen Wortgefecht schlug die Hundehalterin die beiden anderen Frauen mit dem Griff der Leine und trat mit den Füßen nach ihnen.

Mit leichten Verletzungen ließen sich beide Geschädigte durch ihre Hausärzte medizinisch versorgen. Gegen die Besitzerin des Hundes ermittelt nun die Kriminalpolizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

pm/red

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Gesehen im Staatstheater Cottbus. WOZZECK

Wer „Wozzeck“ hört, meint „Woyzeck“ zu verstehen - und liegt damit richtig und falsch zugleich. Alban Berg (*1885) sah Büchners unvollendetes Drama 1914 in Wien und begann bald darauf mit einer musikalischen Umsetzung. Diese allerdings verwendet nicht Georg Büchners Originaltexte sondern eine stark veränderte Fassung von Karl Emil Franzos, bereits unter dem Titel „Wozzeck“.

Erst zwei Jahre nach Beginn der Arbeit an seiner Oper erfuhr Berg, dass seine Textquelle durchaus kritisch zu betrachten sei, doch erst nach weiteren zwei Jahren lagen ihm nah an Büchner orientierte Fassungen vor. Die Oper war zu diesem Zeitpunkt nahezu fertig und durch die enge Verbindung von Musik und Text nur schwer zu ändern. Alban Bergs Medium war die Musik, und so entschloss er sich, in den Franzos-Texten fehlende Aspekte des Dramas mit musikalischen Mitteln hinzuzufügen - und zur Kenntlichmachung seiner Bezugsquelle den Titel „Wozzeck“ zu übernehmen.

Im Ergebnis steht ein außerordentliches Stück Musik, das allein wegen dieser Komposition bereits jede Empfehlung verdient. In Cottbus nahmen sich ausgesuchte Könner des Werkes an und schufen ein Erlebnis der Sonderklasse.

Die Wienerinnen Christiane Lutz (Regie) und Natascha Marval (Bühne, Kostüme), Ring-Award-Finalisten 2014, verstärkten in Bild und Ausdruck nochmals die bereits von Büchner gestellten Fragen zwischen Verantwortung und Fortschritt, Not und Erniedrigung, Pflicht und Schuld.

Evan Christ (musikalische Leitung) setzt mit dem Philharmonischen Orchester die phasenweise fabelhaft irre erscheinenden Musik in großartiger Weise um. Zu laut allerdings für die gesprochenen Worte von Marie (Gesine Forberger) und Margret (Carola Fischer), und auch sonst hätte etwas Mäßigung im Graben es den Sängern leichter gemacht.

Den eindrucksvollsten Part des Abends liefert Dirk Kleinke gleich zu Beginn und mit jedem seiner Auftritte. Sein Hauptmann ist bei weitem nicht die Hauptrolle, Dirk Kleinke spielt seine Figur auch nicht im Mindesten in den Vordergrund, dafür jedoch gesanglich absolut eindrucksvoll und darstellerisch auf den Punkt. Das geht kaum besser.

Da rückt selbst Wozzeck, Andreas Jäpel, anfangs in den Hintergrund. Szenisch so gewollt, doch lassen Regie und Jäpel eben Kleinke auch den Raum, das Beste zu zeigen. Ein Umstand, der sich im Übrigen als roter Faden durch die Inszenierung zieht. Jede Rolle ist wichtig, jede mit Bedacht gestaltet, und jede Sängerin, jeder Sänger hat den richtigen Spielraum, das eigene Können hinein zu legen.

Natürlich kommen dieser Stückanlage die hohe Spielfreude und die hohe darstellerische Kompetenz des Cottbuser Ensembles sehr entgegen. Zu diesem zählt, hier kurz im Einsatz, dann jedoch sehr prägnant - und auch einige Nebenrollen gestaltend - der Opernchor, perfekt einstudiert von Christian Möbius.

Das reduziert, großartige Bühnenbild und die Ausstattung, funktioneller Minimalismus, teils mit überblendeten, nie aber überlagernden Projektionen, geben dem Ganzen die ideale Umgebung.

Bereits erwähnt ist die Musik, die mich oft an Siegfried Matthus´ „Cosima“ erinnert (wobei rein zeitlich gesehen, der Zusammenhang nur andersherum sein kann). Für Orchester und Sänger eine Herausforderung - auch für einige der Zuhörer, man sieht es ihnen an. Aus meiner Sicht einfach nur faszinierend und zum Stoff so disharmonisch passend und damit so perfekt - wie auch die klangliche Umsetzung. Mit genannter, dynamischer Einschränkung allerdings; gut, dass kaum jemanden gibt, der die Handlung nicht kennt, denn aus der Verständlichkeit der Texte konnte sie sich nicht erschließen.

Insgesamt jedoch entstand ein Stück, dem der Titel „Das besondere Opernereignis“ gebührt. Mutig, nötig und sehr gelungen. Mit einer Sichtweise auf Woyzeck, die ihn aus der Opferrolle holt und neue Antworten auf die zuvor genannten Fragen fordert. Von jedem.     

Die Sängerinnen und Sänger sind: Wozzeck, Andreas Jäpel - Marie, Gesine Forberger - Tambourmajor, Jens Klaus Wilde - Hauptmann, Dirk Kleinke - Doktor, Ulrich Schneider - Andres, Hardy Brachmann/Matthias Bleidorn - Margret, Carola Fischer - Handwerksburschen, Ingo Witzke, Christian Henneberg - Narr, Thorsten Coers - Mariens Knabe, Reik Wolke (Kinderchor) - die Damen und Herren des Opernchores und Mitglieder des Kinder- und Jugendchores.

Bild: v.l.n.r.: Ulrich Schneider (Doktor), Andreas Jäpel (Wozzeck) und Dirk Kleinke (Hauptmann) © Marlies Kross 

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