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Herzberg Samstag, 08 April 2017 15:26 |  von Redaktion

Gäste aus Polen besuchten Elbe-Elster-Klinikum in Herzberg

Gäste aus Polen besuchten Elbe-Elster-Klinikum in Herzberg

Delegationen aus den beiden Partnerlandkreisen Nakielski und Ratibor in Polen besuchten am 4. April den Landkreis Elbe-Elster. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski begrüßte dazu seine beiden Amtskollegen Tomasz Miłowski (Nakielski) und Ryszard Winiarski (Ratibor) sowie Gesundheitsfachleute aus Politik und Wirtschaft aus allen drei Landkreisen. Bei der diesjährigen Arbeits- und Informationsvisite stand ein Besuch beim Elbe-Elster-Klinikum im Mittelpunkt. Der Landkreis ist Eigentümer des regionalen Gesundheitsdienstleisters im Süden Brandenburgs mit seinen drei Standorten in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg. In der Kreishauptstadt stellten Klinik-Geschäftsführer Michael Neugebauer und der Ärztliche Direktor, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin sowie Leiter des Endoskopiezentrums Südbrandenburg, Prof. Dr. med. Roland Reinehr, das Klinikum näher vor. Mit 1.060 Mitarbeitern ist das Unternehmen größter Arbeitgeber der Region. Hoch qualifizierte Fachleute bieten in den drei Krankenhausstandorten das komplette Spektrum der gehobenen medizinischen Grundversorgung an. In Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg werden jährlich rund 20.000 stationäre und die gleiche Anzahl ambulante Patienten in den Fachgebieten Anästhesie/Intensivmedizin, Chirurgie mit Teilbereich Orthopädie, Gynäkologie/Geburtshilfe, Innere Medizin, Pädiatrie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik sowie Radiologie wohnortnah versorgt. Dass moderne Gebäude und zeitgemäße Medizintechnik dafür beste Voraussetzungen bieten, davon konnten sich die polnischen Gäste bei einem Rundgang durch das Herzberger Krankenhaus überzeugen. Dabei erfuhren sie, dass sich die einzelnen Häuser des Klinikumverbundes über die Region hinaus anerkannte medizinische Profilierungen erarbeitet haben. Dazu gehören u.a. die Implantation von Herzschrittmachern, die Telemedizin und die neurologische Intermediate Care Station zur Behandlung von Schlaganfallpatienten sowie ein umfangreiches Leistungsangebot im Bereich der interventionellen Endoskopie mit 6.000 Eingriffen pro Jahr in Herzberg, dem Endoprothetik-Zentrum in Elsterwerda und dem sich im Aufbau befindlichen Wundzentrum in Finsterwalde. Mit seinem Medizinischen Versorgungszentrum ergänzt und unterstützt das Klinikum im Auftrag des Landkreises die ambulante medizinische Versorgung in der Region.

Die Idee für einen fachlichen Austausch zu Fragen der Gesundheitsversorgung kam Landrat Christian Heinrich-Jaschinski bei seinen Reisen zu den polnischen Partnern. So hatte er in beiden Landkreisen die Gelegenheit genutzt, die dortigen Kreiskrankenhäuser näher kennenzulernen. Dabei informierte er sich über aktuelle Entwicklungen und die Fachkräftesituation und berichtete über das erfolgreiche Studienbeihilfeprogramm des Landkreises in Elbe-Elster. Der Erfahrungsaustausch soll auch in Zukunft fortgesetzt werden. Adrianna Nowicka, Präsidentin des Neuen Krankenhauses im Landkreis Nakielski und Ryszard Rudnik, Krankenhausdirektor aus Ratibor signalisierten u.a. Interesse an Hospitanzen in den Elbe-Elster-Krankenhäusern.

Am Nachmittag legten die Landräte einen Zwischenstopp bei der Heeresinstandsetzungslogistik GmbH in Doberlug-Kirchhain ein. Das Unternehmen ist Dienstleister für die Bundeswehr und einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Stadt. Es sorgt dafür, dass die landbasierten Waffensysteme (Schwerpunkt derzeit Fahrzeuge aus dem Afghanistan-Einsatz wie Dingo, Eagle und Co.) in definierter Verfügbarkeit bereitstehen. In Doberlug-Kirchhain stellen sich rund 250 Mitarbeiter dieser Aufgabe, sagte Werkleiter Peter Beuckmann. Mehrere Millionen Euro seien in den vergangenen Jahren in den Standort investiert worden, u. a. in eine neue Lackiererei, die Werkhallen und in eine neue Teststrecke, die Fahrten durch die Stadt erspart.

Zum Abschluss ihres Besuchs im Landkreis Elbe-Elster schauten die Gäste im Museum Schloss Doberlug vorbei. Dort überreichte ihnen Christian Heinrich-Jaschinski einen persönlichen „Luther Pass“ mit den Stätten der Reformation in Elbe-Elster und darüber hinaus. Im Museum tauchten die Besucher dann in die Regional- und Schlossgeschichte ein und schauten sich Teile der aktuellen 11. Ausstellung der bildenden Künstler des Landkreises Elbe-Elster an. Mit dem Blick des Künstlers nähert sie sich bis 2. Juli dem Thema Reformation. Neben den Berufskünstlern des Landkreises beteiligten sich diesmal Gäste aus Polen, Wales, Nordrhein-Westfalen, Nordsachsen, Wittenberg und Teltow-Fläming an der Schau. Die Ausstellung wird zu einem späteren Zeitpunkt auch in den Partnerlandkreisen zu sehen sein.

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