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Herzberg Sonntag, 09 Oktober 2016 20:59 |  von Redaktion

Abschlusskonzert der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ in Frauenhorst

Abschlusskonzert der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ in Frauenhorst

Die Frauenhorster Kirche gehört zu den seltenen vollständig aus Raseneisenstein gebauten Kirchen, einer in der Region sehr seltenen Baumaterie. Viele bewerten die Kirche als eine echte regionale "Perle". Sie ist zudem die einzige Dorfkirche im Pfarrbereich Herzberg, die den 30-jähigen Krieg überdauert hat. Die vom Friedhof umgebene Saalkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Grund genug, Gesangstalente, „Jugend musiziert“-Preisträger, Solisten und Ensembles hier in einem Konzert spielen zu lassen, um die sehenswerte Dorfkirche zu erhalten bzw. in Erinnerung zu bringen. Dies gilt natürlich für alle Kirchen und auch 2016 waren für Musikbegeisterte die Termine der Reihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ in Elbe-Elster eine gute Gelegenheit, Kulturdenkmäler zu entdecken und Ausflüge in die Natur zu unternehmen. Den Schlusspunkt unter die Konzertreihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ im Musikjahr 2016 setzte am Sonntag, 9. Oktober, das Konzert in der Dorfkirche Frauenhorst bei Herzberg.

Gleich der erste musikalische Beitrag „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther, gespielt vom 9-köpfigen Trompetenensemble, reihte sich ein in die Reformationsdekade und Moderatorin Cornelia Brünnich wusste, dieser Einstieg ist genau richtig für das bevorstehende Lutherjahr 2017. Das Konzert der Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“, Regionalstelle Herzberg beinhaltete dann auch einige Stücke, die zur Zeit Luthers entstanden sind bzw. Texte, die Luther selbst schrieb. So konnten sich die Konzertbesucher in Frauenhorst wieder auf hervorragende Darbietungen an einem weiteren kulturhistorischen Ort mit besonderer Atmosphäre freuen. Unter der künstlerischen Leitung von Thomas Brünnich näherten sich die Schüler der Kreismusikschule musikalisch nicht nur der Reformationszeit, sondern spielten auch internationale Kompositionen an. Neben Renaissancemusik auf der Gitarre erklungen u.a. Pia und Luise Staab auf der Blockflöte, der „Blues in D“ am Klavier von Celina Michelle Schmidt oder „Concerto op.34“, vorgetragen von Amelie Gödicke auf der Violone. Anschließend schenkte der Gemeindekirchenrat Kaffee und Kuchen aus. Musikfreunde waren aber auch eingeladen, neben musikalischer Vielfalt mit ihrer Spende einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Kirche zu leisten. Auch das verbirgt sich in der Veranstaltungsreihe, denn mit dem gesammelten Geld wird zur Sanierung und dem Erhalt der Kirche sowie für künftige Restaurierungen gesammelt. Die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Heike Bachmann wusste auch, wozu die gespendeten Gelder eingesetzt werden. Sie sagte: „Von außen sieht man die Bauarbeiten kaum. Doch derzeit wird die komplette elektrische Anlage umgebaut bzw. in der gesamten Kirche erneuert. Alle alten Leitungen, die bisher über Putz waren, werden nun neu unter dem Putz verlegt. Auch die alten Holzfenster im oberen und unteren Kirchenschiff wurden ausgebaut und durch eine Finsterwalder Firma aufgearbeitet.“ Beides wurde durch den Kirchenbaureferenten Heiko Müller begleitet und war das Hauptanliegen der Kirchengemeinde für 2016. Pläne für 2017 gibt es natürlich auch schon, wusste Heike Bachmann. Im dann 3. Bauabschnitt hoffen die Frauenhorster, dass die Turmsanierung und seine Anbindung an die Kirche beginnen werden. Abhängig ist dies von Fördermitteln und das Aufbringen der notwendigen Eigenmittel. Deshalb freuen sie sich, wenn durch die Konzertreihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ Spendengelder eingenommen werden können. Bis es soweit ist, wird die Kirche als Mittelpunkt des kleinen Ortsteils, wohl noch manchen Tag den Feierabend einläuten.

Foto 1: „Ein feste Burg ist unser Gott“, gespielt vom Trompetenensemble mit Konrad Angelow, Annika Maria Röck, Lukas Klonneck, Danny Zöllner, Daniel Handschack, Simon Hesse, Conrad und Thomas Brünnich und Leonard Kiepisch.

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