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Crinitz Dienstag, 06 April 2010 08:07 |  von (Kunde4)

Mit Wanderschuhen auf den Crinitzer Töpfermarkt – zuvor rund herum

Mit Wanderschuhen auf den Crinitzer Töpfermarkt – zuvor rund herum

Unsere Wanderung am Rande des Crinitzer Töpfermarktes hat nun schon eine kleine Tradition und eigentlich findet dieser größte Töpfermarkt in Südbrandenburg ja auch in der Regel am 1. Wochenende im April statt, aber in diesem Jahr kam kalendarisch das Osterfest dazwischen...
Auf der Website visionae.de haben wir eine sehr treffende und wettbewerbsneutrale Beschreibung dieser großen Verkaufsausstellung gefunden: „Beim traditionellen Töpfermarkt stellen Töpfer aus ganz Deutschland ihre Töpferwaren aus. Es wird Schautöpfern an der Drehscheibe gezeigt und der Sonderzug der Museumseisenbahn fährt an diesen Tagen von Finsterwalde nach Crinitz... Über viele Jahrhunderte lebte das Handwerk in den Orten des Elbe-Elster-Landes fort. Traditionelle Handwerke wie Töpfer, Korbmacher, Glasbläser, Sattler und Seiler waren hier ansässig. Heute ist nur noch das Töpferhandwerk in der Gegend weit verbreitet. Dort werden unter anderem Blumentöpfe, Keramikplatten, Skulpturen, Gebrauchsgegenstände aller Art aber auch künstlerisch gestaltete Töpferwaren hergestellt. Wer ein selbst getöpfertes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen möchte, kann unter Anleitung des Meisters ein Stück Keramik gestalten...“
Wir, Die Niederlausitzer Wandergurken, laden alle interessierten Wanderfreunde aus Nah und Fern ganz herzlich ein, am Sonnabend, den 10.04.2010, mit Wanderschuhen zum Crinitzer Töpfermarkt zu kommen, um vor dem Besuch des Marktes gemeinsam mit uns in großem Bogen um diesen Markt und um Crinitz herum im Naturpark Niederlausitzer Landrücken zu wandern.
„Zum 14. Großen Crinitzer Töpfermarkt - Links und rechts des Landrückenwegs von Crinitz nach Fürstlich Drehna, Groß Mehßow und Schrackau - durch den Ursulagrund nach Babben und zurück nach Crinitz“ heißt es dazu in unserem Programm 2010, welches wir auch immer zum Mitnehmen dabei haben. Höhepunkte dieser 17 Kilometer langen Tour sind wie immer das Durchwandern des Schlossparks in Fürstlich Drehna sowie des Ursulagrunds bei Babben.
Nach der Wanderung kann man dann individuell über den Töpfermarkt schlendern und/oder sich den selbstgebackenen Kuchen der Crinitzer Landfrauen schmecken lassen.
Auch wir werden die Gelegenheit nutzen, um nach dem Tag der offenen Töpfereien im März erneut mit Töpferinnen und Töpfern ins Gespräch zu kommen. Bei der Gelegenheit wollen wir einigen von ihnen zur Erinnerung an unsere Plauderei die Goldenen Regeln der Kaufleute und Fabrikanten überreichen, die wir uns vor Jahren einmal während eines Besuches der Manufaktur der Deutschen Kunstblume in Sebnitz von einem Plakat abgeschrieben hatten und von denen wir meinen, dass sie eigentlich auch in der heutigen Zeit für alle Handwerker, Gewerbetreibenden und ehrbaren Kaufleute zutreffen (sollten):
Goldene Regeln für Kaufleute und Fabrikanten
Achte dein Fabrikat und werfe deine Ware nicht auf die Straße!
Arbeite nicht über deine Kräfte!
Achte das Talent und fordere nicht, das sich dasselbe blindlings dem
Geldbeutel unterwerfe!
Behandle deine Arbeiter und deine Angestellten als deine Mitmenschen!
Bezahle deine Schulden aufs Pünktlichste!
Beachte die Fortschritte auf dem Gebiete der Industrie und stecke
von Zeit zu Zeit eine neue Fahne auf!
Behalte die Concurrenz im Auge, kümmere dich sonst aber weniger
um die Geschäfte anderer und gehe deinen eigenen Weg!
Begnüge dich mit einem bescheidenen Nutzen, suche dir stets
zahlungsfähige Kundschaft aus und verkaufe möglichst nur
gegen Kasse!
Beim Verborgen deiner Waaren siehe auf den Charakter des Käufers,
dessen Ehrlichkeit und Tüchtigkeit, achte und schätze auch die kleinen ordentlichen Kunden!
Die Verkaufslust lasse nicht gar zu sehr merken und mache dich von
deinen Kunden nicht abhängig!
Die besten Geschäftsleute sind die, welche Ordnung in ihren
Büchern und Finanzen halten!
Fabrizire nur solide Waare!
Gehe nicht mit den großen Haufen!
Halte auf dein Renomme!
Hüt dich so viel wie möglich vor Wechsel-Accepten und gib keine
Gefälligkeitsgiros!
Halte deine Geschäftsstunden strengstens inne!
Habe stets ein Stück Bleistift oder Kreide in der Tasche, um sogleich
rechnen zu können!
Hüte dich vor unnützen Ausgaben! Spare in der Jugend, so brauchst du
im Alter nicht darben!
Kaufe für deine Fabrikate gutes Material!
Lasse dich von deiner Kundschaft nicht treten!
Merke dir genau deine Kunden, ihre Eigentümlichkeiten und die
Artikel, welche sie kaufen!
Meide langsame Zahler und Chikaneure!
Poche mehr auf deine Solidarität als auf deine alte Firma, sonst
überholen dich jüngere Kräfte!
Ueberstürze dich nicht in deinem Geschäftseifer und lasse deine
Concurrenz auch leben!
Um nicht zurückzugehen, so pflanze auf den alten Stamm ein
junges Reis, d.h. ziehe junge tüchtige Kräfte in dein Geschäft,
damit der alte Stamm nicht vertrocknet!
Unterstütze die Talente und du unterstützt den Fortschritt und
dich selbst!
Verliere niemals den Muth, wenn hin und wieder
Geschäftsstockungen eintreten; die Welt dreht sich!
Vergeude deine Zeit nicht mit unnützen Dingen; der Vormittag
ist die beste Zeit zur Arbeit; meide das Arbeiten bis in die
Nacht hinein!
Wiegen andere zu leicht, so wiege du schwerer; bleibe stets beim
richtigen Gewicht; messen andere zu kurz, so gieb eher ein
Stück zu und liefere richtiges Maass!
Zersplittere deine Kräfte nicht und verwende sie vorherrschend
auf ein Ziel, wenn du bestehen willst!
Zeit ist Geld!
(Vermeintliche Fehler hier im Text sind wohl der Schreibweise der damaligen Zeit geschuldet – G.L.)
Wir sind davon überzeugt, dass diese Goldenen Regeln bereits auch das Credo der töpfernden Zunft und der anderen Aussteller bei diesem Marktreiben bisher war, ist und auch bleiben wird.
Über Einzelheiten wie Treffpunkt und Beginn informieren wir gern auf Anfrage bzw. bei der Anmeldung unter Rufnummer 03542-3792. Bitte auch an Rucksackverpflegung und Getränke für einen kleinen „Stehimbiss im Freien“ denken. Keine Teilnahmegebühr - um einen Obolus in unseren Fontane-Wanderhut wird gebeten. Urkunde für gutgelauntes und blasenfreies Mitwandern. Parkmöglichkeiten am Rande des Töpfermarktes. Hinleitung durch Einweiser.
Weitere Fotos vom Wandergebiet findet man auch in "Bilder der Region" Elbe-Elster :: Crinitz oder Dahme-Spreewald :: Luckau :: Fürstlich-Drehna
Gerd Laeser
Gästeführer Niederlausitz
Lübbenau/Spreewald

Auf dem Crinitzer Töpfermarkt (2)

Auf dem Crinitzer Töpfermarkt (3)

Trauerschwäne auf dem Schlossteich in Fürstlich Drehna

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