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Elbe Elster Freitag, 03 März 2017 07:09 |  von Redaktion

Wie klingt ein Landkreis? Komposition zum Jubiläum der Partnerschaft Märkischer Kreis und Elbe-Elster

Wie klingt ein Landkreis? Komposition zum Jubiläum der Partnerschaft Märkischer Kreis und Elbe-Elster

Eine Komposition zu Ehren des 25 –jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster und dem Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen und ein Sommer-Konzertprogramm, das vom Märkischen Jugendsinfonieorchester gemeinsam mit Musikschülern aus Elbe-Elster gestaltet wird. Gibt es ein besseres Symbol für eine lebendige Partnerschaft? Komponist John Rausek ist auf der Suche nach Inspirationen. Im Auftrag des Landkreises Elbe-Elster und des Märkischen Kreises soll er gemeinsam mit dem Schlagzeuger Lars Weber, Lehrer an der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ Elbe-Elster ein Musikstück zum 25- jährigen Partnerschaftsjubiläum schreiben. Kein leichtes Unterfangen, soll es doch im Sommer das Publikum bei gemeinsamen Konzerten des Märkischen Jugendsinfonieorchesters (MJO) und Schülerinnen und Schülern der brandenburgischen Kreismusikschule in beiden Partnerkreisen begeistern. „Wir haben dabei an Popularmusik, leichte Rockmusik, gedacht und möchten in drei Themen den Elbe-Elster-Kreis, den Märkischen Kreis und den Partnerschaftsgedanken charakterisieren“, erklärt der 47- jährige Familienvater aus Elbe-Elster. Er hat in Dresden und Budapest Komposition, Klavier und Kammermusik studiert und ist musikalisch sehr breit aufgestellt. Die Arbeit mit jungen Menschen und verschieden Musikrichtungen macht ihm Spaß.

Um typische Geräusche und Töne aus dem Märkischen Kreis einzufangen hat er ein paar Tage in Altena und Umgebung verbracht, ist viel spazieren gegangen und hat mit offenen Augen und Ohren Eindrücke gesammelt und Gespräche geführt. Unter anderen mit Isabelle Schöneborn, der Partnerschaftsbeauftragten des Märkischen Kreises, die ihm einiges über die Geschichte der Partnerschaft und die laufenden Projekte in den Bereichen Kultur, Jugend, Bildung und Verwaltung erzählen konnte. Sie war es auch, die den Kontakt zu Bernd Falz, Geschäftsführer der Claas/Klincke Drahtwerke in Altena hergestellt hat. Die Drahtindustrie hat die Region um Altena, Iserlohn und Lüdenscheid über Jahrhunderte hinweg bis heute geprägt. Was liegt da näher, als in einem Drahtwerk auf klangliche Spurensuche nach dem ‚Herzschlag‘ des Märkischen Kreises zu gehen? Für Bernd Falz, der sicherlich schon einige Besuchergruppen durch sein Unternehmen geführt hat, war es eine neue Herausforderung, die ihm sichtlich Spaß machte. Mit seinem Aufnahmegerät fing John Rausek monotone Motorengeräusche ebenso ein, wie das ‚pfft‘ der Druckluftpumpen, klirrende Geräusche, wenn sich der Draht von den Spule abwickelt oder der satte Sound, wenn Tonnen von frischgezogenen Draht maschinell auf eine neue Spule gesetzt werden.

Rausek, der u.a. schon mit dem Opernprojekt „Orpheus an der Elster“ Erfolge feiern konnte und unter anderem auch Filmmusiken geschrieben hat, ist zuversichtlich, dass er gemeinsam mit seinem Musikerkollegen die gesammelten Bilder und Töne zu den beiden Kreisen auch musikalisch umsetzen kann. Dabei werden beim Elbe-Elster-Kreis die eher ländliche Prägung im Vordergrund stehen und beim Märkischen Kreis die wirtschaftliche Stärke der vorwiegend mittelständischen Betriebe. Doch wie klingt Partnerschaft? Was macht eine Partnerschaft zwischen zwei Kreisen aus Ost- und Westdeutschland nach 25 Jahren aus? Das sind Fragen, die John Rausek beschäftigen. Auf die Antwort dürfen alle Besucher der Jubiläumsfeierlichkeiten und geplanten Sommerkonzerte des MJO und der Musikschule „Gebrüder Graun“ in Elbe-Elster und im Märkischen Kreis gespannt sein.

Foto Ulla Erkens/ Märkischer Kreis: Auf klanglicher Spurensuche nach dem „Herzschlag“ des Märkischen Kreises: Bernd Falz, Geschäftsführer der Claas/Klincke Drahtwerke in Altena im Gespräch mit Komponist John Rausek (v.l.).

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