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Elbe Elster Dienstag, 03 Januar 2017 11:19 |  von Redaktion

Arbeitslosenquote in Elbe-Elster leicht gestiegen

Arbeitslosenquote in Elbe-Elster leicht gestiegen

Die Arbeitslosigkeit im Elbe-Elster-Kreis ist im Dezember jahreszeitlich bedingt um 133 Personen auf 4.951 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 605 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 9,0%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 9,8% belaufen. Im Rechtskreis SGBIII lag die Arbeitslosigkeit bei 1.096, das sind 144 mehr als im Vormonat und 235 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGBIII-Arbeitslosenquote lag bei 2,0%. Im Rechtskreis SGBII gab es 3.855 Arbeitslose, das ist ein Minus von 11 gegenüber dem November; im Vergleich zum Dezember 2015 waren es 370 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGBII-Arbeitslosenquote beträgt im Dezember 7,0%.

Arbeitslosenquoten im Landkreis:

Bad Liebenwerda Dezember 2016: 7,3% Vorjahr: 8,3%
Herzberg Dezember 2016: 8,7% Vorjahr: 9,7%
Finsterwalde Dezember 2016: 10,8% Vorjahr: 11,4%

Die Zahl der Arbeitslosen verringert sich im Dezember durch fast alle Personengruppen im Vergleich zum Vorjahresmonat. So reduziert sich die Zahl der arbeitslosen Frauen mit einem Minus von 13,9% oder 361 Personen weniger im Vergleich zum Dezember 2015 am stärksten. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderung bleibt im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich und erhöht sich um eine Person. Die Zahl der arbeitslosen ausländischen Personen erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 65 Personen oder 52,4%.  

Im Dezember meldeten sich 1.078 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 17 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 935 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 96 weniger als im November 2015. Seit Jahresbeginn gab es 13.092 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 203 Meldungen.  

Arbeitnehmer nutzen zunehmend die Möglichkeit der Arbeitssuchendmeldung bei der Agentur für Arbeit um sich nach beruflichen Alternativen umzusehen oder wieder in die Region zurückzukehren. Aktuell sind 32 „Rückkehrwillige“ gemeldet.

Jugendarbeitslosigkeit

Die Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis (U 25) beträgt 5,4 % und sinkt im Vergleich zum November 2016 um 0,4 Prozentpunkte. Es waren 168 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Die ausgewählte Zeitreihe zeigt die Entwicklung.

Stellenmarkt

Ein zunehmend hoher Arbeitskräftebedarf besteht in vielen Bereichen. Den Schwerpunkt bilden hier weiterhin ungebrochen die Gesundheitsbranche, das Handwerk und Teile des Dienstleistungsgewerbes. Aber auch im Bauhaupt- und Nebengewerbe nimmt die Nachfrage nach Fach- und Hilfskräften weiterer drastisch zu. Einige Arbeitgeber passen bereits ihre Aufträge der Arbeitnehmeranzahl an und melden keine neuen Stellen. Die Einstellung von Fachkräften reguliert sich immer häufiger über den gezahlten Lohn bzw. die Perspektiven im Unternehmen.  Im Dezember waren 825 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber November sind das 15 Stellen weniger. Im Vergleich zum Dezember 2015 gab es 43 Stellen mehr. Seit Jahresbeginn sind 2.691 Stellen eingeworben worden, 78 Stellen weniger als im Vorjahreszeitraum.   

Ausbildungsmarkt  

Auch für das Jahr 2017 stehen bereits mehr als 500 Ausbildungsstellen im Landkreis Elbe-Elster zur Verfügung. Dabei umfasst das Angebot insgesamt 119 Ausbildungs- bzw. duale Studiengänge.

Aktuelles  

Ab dem 01.01.2017 werden Leistungsempfänger, die gleichzeitig Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II erhalten durch die Agentur für Arbeit beraten und betreut. Diese Betreuung war bisher durch die Jobcenter zu leisten. Die Gründe für diese Umstellung liegen im Versicherungsgedanken des SGB III, dass Personen, die Ansprüche gegen die Arbeitslosenversicherung erworben haben, alle Leistungen der aktiven Arbeitsförderung von den Agenturen für Arbeit erhalten. Zudem erfolgt die Betreuung bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit und es bleibt ein Ansprechpartner für den Kunden verantwortlich. Dies bietet die Chance auf eine schnellere Integration und Verkürzung der Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Vermeidung von ständigen Betreuerwechseln bei unsteter Beschäftigung. Letztlich wird die Grundsicherung entlastet und in den Jobcentern ergeben sich größere zeitliche Spielräume für die Integration langzeitarbeitsloser Arbeitnehmer.

pm/red

Foto: Matthias Bozek, www.pixelio.de

 

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