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Dahme Spreewald Freitag, 21 April 2017 11:54 |  von Redaktion

Gefahr durch Zecken? Amtsärztin gibt Hinweise

Gefahr durch Zecken? Amtsärztin gibt Hinweise

Dem  Gesundheitsamt im Landkreis Dahme-Spreewald wurden in den ersten vier Monaten des Jahres schon 17 Erkrankungen an Borreliose gemeldet. Im Jahr 2016 waren es insgesamt 128 Fälle.

Amtsärztin Dr. Astrid Schumann gibt Hinweise: „Zecken sind das ganze Jahr über aktiv. Sie warten auf Gräsern und in Hecken darauf, von einem potentiellen Wirt abgestreift zu werden. Nur starker Frost oder größere Schneemengen verhindern, dass wir von Zecken befallen werden. Im Sommer ist in Trockenperioden auch eine geringere Aktivität der Zecken zu beobachten.

Zecken, die sich auf unserer Haut krabbelnd befinden, können einfach abgesammelt werden. Hat die Zecke jedoch schon gestochen und sich mit ihren Beißwerkzeugen festgesaugt, sollte sie mit einer geeigneten Zeckenzange so schnell wie möglich aus der Haut entfernt werden. Je länger die Zecke in der Haut verbleibt, umso größer ist die Gefahr, dass Bakterien oder Viren aus dem Zeckenspeichel auf den Menschen übertragen werden. Ein Arztbesuch zur Zeckenentfernung ist nicht erforderlich.

Zeckenzangen können in Drogerien und Apotheken erworben werben.

Durch den Zeckenstich können Borrelien auf den Menschen übertragen werden. Diese Bakterien lösen in einigen Fällen die Borreliose beim Menschen aus. Die Symptome dieser Erkrankung sind sehr vielfältig und reichen von Hauterscheinungen über Gelenkbeschwerden bis zu Nervenentzündungen und Lähmungen.

An eine Borreliose sollte gedacht werden, wenn sich Tage bis Wochen nach einem Stich um die Zeckenstichstelle ein sich ständig vergrößernder roter Hof auf der Haut bildet. Dann sind ein Besuch beim Hausarzt und eine Antibiotikagabe erforderlich.

Die beste Vorbeugung sind das Meiden von hohem Gras und das Durchstreifen von Hecken. Nach Spaziergängen oder Gartenarbeiten sollte die Haut auf Zecken abgesucht und diese entfernt werden. Zecken suchen im Allgemeinen auf der Haut recht lange nach einer geeigneten Stichstelle, so dass dafür meist genügend Zeit bleibt. Mückenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut bieten auch einen gewissen Schutz vor Zecken“.

pm/red

Bild: Symbolbild; Dieter Schütz  / www.pixelio.de

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