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Cottbus Samstag, 26 April 2014 00:00 |  von (Leserreporter)

Staatstheater Cottbus: Das "amerikanische Konzert" mit Evan Christ 7. Philharmonisches Konzert mit Werken von Sherwood, Gershwin, Pena, Copland

Staatstheater Cottbus: Das "amerikanische Konzert" mit Evan Christ  7. Philharmonisches Konzert mit Werken von Sherwood, Gershwin, Pena, Copland

Zum 7. Philharmonischen Konzert lädt das Staatstheater Cottbus am Freitag, 2. Mai 2014, 20.00 Uhr, und am Sonntag, 4. Mai 2014, 19.00 Uhr, in das Große Haus am Schillerplatz. In den Mittelpunkt stellt Chefdirigent Evan Christ Werke amerikanischer Komponisten, wobei sich im Programm Bezüge zu Europa ergeben. Es spielt das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus.

Gershwin verband in seiner "Rhapsody in Blue" Elemente des Jazz und der klassischen Musik zu einer neuen Einheit. Bei der Uraufführung 1924 wurde das Werk stürmisch gefeiert - ein Erfolg, der bis heute anhält. Die "Rhapsody" mit ihrer markanten Klarinetteneinleitung ist aus dem Konzertrepertoire nicht wegzudenken. Gershwin war Pianist, was sich auch im brillanten Klavierpart der "Rhapsody" niederschlug. Im Konzert spielt ihn die junge Pianistin Claire Huangci.
Mit der Uraufführung von Gordon Sherwoods "Blues Symphony" erwartet die Hörer ein besonderes Highlight. Gordon Sherwood studierte Komposition u. a.. bei Aaron Copland, dessen beliebtes Werk "Appalachian Spring" ebenfalls im Konzert zu hören ist. Nach ersten Erfolgen im institutionalisierten Musikleben schlug er einen überraschenden Weg ein: Er zog hinaus in die Welt, verdiente sein Geld als Barpianist im Libanon, schrieb Filmmusik in Ägypten und lebte in Indien, Japan und Lateinamerika. In den 80er-Jahren brachte er viele Jahre als Bettler in Paris zu. Schließlich fand er im bayrischen Sozialdorf Herzogsägmühle ein Zuhause. Das Komponieren aber blieb der rote Faden in seinem Leben. Er hinterließ über 140 Werke, die zum großen Teil noch auf ihre Uraufführung warten. Die "Blues Symphony" wird auf den Tag genau ein Jahr nach Sherwoods Tod - er starb am 2. Mai 2013 - erstmals öffentlich gespielt.

Luís Antunes Pena stellt sein Auftragswerk "1441" vor, das im Rahmen des "Cottbus SoundLab" entstand.

Claire Huangci
Die junge amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung hat die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, längst hinter sich gelassen und überzeugt durch ausgeprägte künstlerische Reife, mit der sie ihr Publikum in den Bann zu ziehen weiß. Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dessen Musik sie 2009 ihren internationalen Durchbruch erreichte. Inzwischen ist sie als eigenständige, beeindruckende Künstlerin in den Konzertsälen der Welt zu Hause.

Karten:
Karten für beide Konzerttermine sind erhältlich im Besucher-Service, Ticket-Telefon: 0355/ 7824 24 24 und an der Abendkasse.

Foto: Claire Huangci (Klavier)
Foto ©Maike Helbig

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