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Cottbus Sonntag, 11 Februar 2018 von Redaktion

Zug der fröhlichen Leute zieht Zehntausende nach Cottbus

Zug der fröhlichen Leute zieht Zehntausende nach Cottbus

Heute fand der 27. Zug der fröhlichen Leute in Cottbus statt. Der größte Karnevalsumzug Ostdeutschlands zog bei winterlichen Temperaturen zehntausende Schaulustige in die Lausitzmetropole.

Bis zu 3.500 aktive Karnevalisten bereiteten sich auf den heutigen Tag vor. Aus dem Schwarzwald und fast ganz Südbrandenburg kamen sie mit 91 Wagen, insgesamt 10 Pferden und fünf Kutschen nach Cottbus um ihre Mottos zu präsentieren. Dabei war ein Seitenhieb auf die neue große Koalition natürlich genauso mit dabei wie reine Feiermottos und Geburtstage der einzelnen Karnevalsvereine.

Das Wetter hielt und der Zug begeisterte die Schaulustigen mit viel Kamelle, aktueller Musik und guter Stimmung. Aufwendige Wagen und Darbietungen waren zu bestaunen, Funkenmariechen tanzten entlang der Strecke, die Tüten vieler Kinder füllten sich schnell mit allerlei Süßigkeiten.

Für die Rettungskräfte bot sich ein ruhiger Tag, die Polizei war mit drei mobilen Wachen entlang der Strecke präsent. Es kam zu wenigen Zwischenfällen. Die Polizei berichtet: "Am Rande des Aufzuges wurden im Bereich der Karl-Liebknecht-Straße von vier Männern im Alter von 19 bis 33 Jahren die Identität festgestellt und Platzverweise ausgesprochen. Die der Polizei als rechtsextrem bekannten Männer trugen Plakate bei sich, die die Grenzen der politischen Satire überschritten. Zur Gefahrenabwehr wurden diese sichergestellt und den Personen Platzverweise ausgesprochen. Eine Person trug Tierabwehrspray bei sich, welches ebenfalls zur Gefahrenabwehr sichergestellt wurde.

Weiterhin musste eine Anzeige wegen Körperverletzung aufgenommen werden, da es zwischen zwei alkoholisierten Männern zu einer handfesten  Auseinandersetzung gekommen war. In der Gesamtschau wird durch die Polizei eingeschätzt, dass der „Zug der fröhlichen Leute“ in entspannter und ausgelassener Stimmung verlief."

Der ganze Zug der fröhlichen Leute noch einmal zum anschauen:

Fotos: Simone Noack