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Cottbus Donnerstag, 13 Juli 2017 09:51 |  von Redaktion

Tagebau Cottbus-Nord: Feiern auf dem künftigen Ostseegrund

Tagebau Cottbus-Nord: Feiern auf dem künftigen Ostseegrund

Nicht mehr Tagebau und noch nicht Cottbuser Ostsee – auf der größten Landschaftsbaustelle Brandenburgs werden derzeit die Voraussetzungen für das künftige Naherholungsgebiet vor den Toren der Stadt Cottbus geschaffen. Insgesamt 17 Millionen Kubikmeter Erdmassen müssen dafür von mehr als 100 Dumpern und Baggern bewegt werden. Im Herbst 2018 soll die Flutungsbereitschaft hergestellt sein. Bis zu fünf Kubikmeter Spree-Wasser pro Sekunde fließen dann über das derzeit entstehende Einlaufbauwerk zum Seegrund. In den folgenden fünf bis sieben Jahren soll der Cottbuser Ostsee seinen endgültigen Wasserstand erreichen.

Das Interesse der Lausitzer an der Entstehung des neuen Sees ist groß, zumal er mit 19 Quadratkilometer Wasseroberfläche einmal das größte künstlich geschaffene Gewässer in Deutschland sein wird. Darum bietet die LEAG am Samstag, 15. Juli 2017, von 9 bis 14 Uhr zum letzten Mal die Möglichkeit, die Baustelle auf dem Seegrund aus der Nähe in Augenschein zu nehmen.

Besucht werden kann der künftige Ostsee allerdings nicht auf direktem Wege, sondern ausschließlich mit Shuttlefahrzeugen. Diese starten zwischen 8.30 Uhr und 12.30 Uhr jede halbe Stunde vom Parkplatz der Tagebau-Tagesanlagen Jänschwalde an der Bundesstraße 97. Festes Schuhwerk ist eine zwingende Voraussetzung für den Besuch am Seegrund.  Dort erwartet die Gäste dann ein vielseitiges Programm im Festzelt mit dem Orchester Lausitzer Braunkohle (9 bis 12 Uhr), der Kita „Vier Jahreszeiten“ aus Willmersdorf (10 Uhr) und den „Seemannsbräuten“, begleitet vom Schifferklavier (13 Uhr). Für die kleinen Besucher steht eine Piratenhüpfburg zum Toben bereit, und sie können mit Piraten-Jo auf Schatzsuche gehen. Auch die Versorgung mit „Ostseespezialitäten“ wie Grubenpfanne, Kartoffel-Gemüse-Pfanne, Matjesbrötchen und anderem frischen Fisch, Blechkuchen und Eiscreme ist gesichert. Außerdem gibt es die Gelegenheit, eine Chronik des Tagebaues Cottbus-Nord zu erwerben. Ein Teil des Kaufpreises kommt einem wohltätigen Zweck zugute.

Mit Mannschaftstransportwagen der LEAG können Gäste außerdem auf Erkundungstour im ehemaligen Tagebaugelände gehen, mit Abstechern zur Rütteldruckverdichtung und einem Blick auf die künftige Bärenbrücker Bucht. Und wer es lieber ganz aktiv mag, ist zum Power-Walking auf einem 1,5 Kilometer langen Wanderweg vom Festgelände zur Naturschutzinsel im künftigen See eingeladen.

An den Tag der offenen Baustelle auf dem Seeboden schließt sich ab 15 Uhr das 12. Ostseefest der Ostseekommunen am benachbarten Mauster Kiessee an.

pm/red

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