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Cottbus Donnerstag, 30 März 2017 09:58 |  von Redaktion

LEAG entscheidet über neue Tagebaue in der Lausitz

LEAG entscheidet über neue Tagebaue in der Lausitz

Am heutigen Donnerstag wird der Aufsichtsrat der Lausitz Energie Bergbau AG das künftige Revierkonzept des Unternehmens in der Lausitz beraten und beschließen. Es geht um die möglichen Aufschlüsse der Tagebaufelder Jänschwalde Nord, Welzow-Süd II und Nochten II. Am Abend wird eine Entscheidung erwartet.

Die drei möglichen Tagebaufelder unterscheiden sich in ihrer Größe und Auswirkungen auf Umsiedlungen.

Verteilung der Kohle auf die Kraftwerke; Quelle: VattenfallWährend bei einen Aufschluss von Jänschwalde Nord ca 900 Menschen in Grabko, Atterwasch und Kerkwitz von einer Umsiedlung betroffen wären und ca 250 Millionen Tonnen Kohle gefördert würde, müssten bei Welzow-Süd II undgefähr 800 Menschen in Proschim, Lindenfeld und Welzow einer Abbaggerung weichen um an 200 Millionen Tonnen Kohle zu gelangen. Ein Aufschluss von Nochten II in Sachsen würde die Umsiedlung von etwa 1.700 Menschen bedeuteten und einer Kohleförderung von ca 300 Millionen Tonnen.

Insgesamt arbeiten derzeit 8.316 Personen direkt bei der LEAG. Davon sind 2/3 über 46 Jahre alt und darunter 1/4 über 56 Jahre, die Belegschaft ist im Durchschnitt 47 Jahre alt. Weiterhin gibt es ca 8.000 - 12.000 weitere Arbeitsplätze in der Region durch Unternehmen, die Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten sowie Dienstleistungen für die LEAG erbringen.

Die Grünen äußern sich skeptisch: "Mit einem Neuaufschluss würde die LEAG weitere Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen über Jahrzehnte ausstoßen und damit sowohl die deutschen Klimaziele ignorieren als auch jene für Brandenburg und Sachsen."

Kraftwerk

Inbetriebnahme

Bruttoleistung

Netto-Stromerzeugung 2015 (TWh)

Wirkungsgrad

Sonstiges

Jänschwalde (Brandenburg)

1981-89

3.000 MW
(6 Blöcke à 500 MW)

20,2

35-36 %

1.10.2018/19: Block F/E Überführung in die Sicherheitsreserve, vier Jahre später Stillegung

Schwarze Pumpe (Brandenburg)

1997-98

1.600 MW

11,5

41 %

 

Boxberg
(Sachsen)

1979-80 (N, P)

2000 (Block Q)

2012 (Block R)

2.575 MW

18,5

N/P: 35 %

Q: 42 %

R: 44 %

 

Lippendorf

(Sachsen)

2000 (Block R)

920 MW

5,4 (LEAG-Anteil)

43 %

2. Block zu EnBW

 

 

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