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Cottbus Freitag, 10 März 2017 12:19 |  von Redaktion

Baubeginn für Einlaufbauwerk. Ostsee-Rundkurs wird für Bauarbeiten unterbrochen

Baubeginn für Einlaufbauwerk. Ostsee-Rundkurs wird für Bauarbeiten unterbrochen

Einmal um den künftigen Cottbuser Ostsee zu radeln oder zu wandern, ist ein Weg von 26 Kilometern. Der Rundkurs, auf dem das bislang schon möglich war, wird ab April und bis in den Winter 2017/18 auf einem Abschnitt von etwa fünf Kilometern zwischen der künftigen Bärenbrücker Bucht und der ehemaligen Dorflage Lakoma unterbrochen. Grund sind die bereits begonnen Arbeiten zur weiteren Abflachung der Uferböschung und die Errichtung des Einlaufbauwerkes, das mit Flutungsbeginn ab November 2018 den Zufluss von Spreewasser aus dem Hammergraben in den See regulieren soll.

Auch ein weiterer Abschnitt muss für längere Zeit gesperrt werden. Dies betrifft den Bereich des zukünftigen Hafenzentrums der Stadt Cottbus südlich des Aussichtsturmes Merzdorf. Hier beginnen die Abflachungs- und Auffüllarbeiten südlich der Kaimauer im April dieses Jahres. Für die Baufeldfreimachung zum Bau der Kaimauer der Stadt werden Anlagen und Bedienweg der LEAG umgebaut. Der Bau der Kaimauer selbst ist von Oktober 2017 bis August 2018 vorgesehen. In diesem Zeitraum ist der Abschnitt des Rundkurses ebenso nicht passierbar.

„Auch während der zeitweisen Sperrung von Uferabschnitten bleiben natürlich der Aussichtspunkt Lakoma, der Aussichtsturm bei Merzdorf, das Boot Mia und das Südkap bei Schlichow für Ausflügler und Erholungssuchende jederzeit erreichbar“, versichert Birgit Schroeckh, Referentin Bergbauplanung der Lausitz Energie Bergbau AG und Leiterin des Ostseeprojekts der LEAG. „Wir wollen von diesen Orten aus die Ostseebaustelle erlebbar machen und einen Ausblick auf den künftigen See geben. Darum freuen wir uns, dass sie von den Cottbusern und ihren Besuchern oft und gern genutzt werden und sind deshalb bemüht, diese Orte so lange wie möglich zugänglich zu halten. Leider beobachten wir aber auch zunehmend, dass es scheinbar einige gibt, die anderen dieses Erlebnis nicht gönnen wollen. Mehrfach wurde die Innenausstattung des Bootes Mia zerstört, es wurden Tafeln abgerissen und Graffiti gesprüht. Das ist schade. Aber jeder, der mit offenen Augen am künftigen See unterwegs ist und auffällige Beobachtungen uns oder der Polizei mitteilt, kann mithelfen, dass solchen Leuten das Handwerk gelegt wird.“

Von den Aussichtspunkten gut zu beobachten, gehen indessen die Arbeiten am künftigen Seegrund weiter. Etwa 100 Dumper sind noch bis zum Sommer nächsten Jahres mit den Erdtransporten beschäftigt. Von insgesamt 17 Millionen Kubikmeter Erde, die bis zur endgültigen Gestaltung des Seegrundes bewegt werden müssen, sind bereits 8 Millionen Kubikmeter abgetragen und zur Verfüllung der Grubenzufahrt des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord verwendet worden.

Der Tagebau hatte 2015 die Kohleförderung planmäßig beendet. Er war der letzte in der Lausitz, in dem noch Kohlezüge bis in die Grube fuhren und direkt vom Bagger beladen wurden. Die Gleisanlagen, die dafür genutzt wurden, sind mittlerweile ebenfalls vollständig zurückgebaut. Zusammen mit Teilen der ehemaligen Förderbrücke F 34 und anderer nicht weiter verwendbarer Maschinentechnik seien insgesamt 5000 Tonnen Altmetall aus dem ehemaligen Tagebau geborgen und verwertet worden, bilanziert Birgit Schroeckh.

Mit einer Wasseroberfläche von etwa 19 Quadratkilometern soll der Cottbuser Ostsee einmal der größte künstlich geschaffene See in Deutschland werden.

pm/red

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