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Cottbus Sonntag, 12 Februar 2017 00:41 |  von Redaktion

1:0 gegen Schönberg. Energie Cottbus wird durch Joker Marcelo erlöst

Neuzugang Marcelo kam als Joker und macht das 1:0 Siegtor für Energie Cottbus Neuzugang Marcelo kam als Joker und macht das 1:0 Siegtor für Energie Cottbus Lichtpunkt Fotografie

Nach einer ersten Halbzeit nahe dem Gefrierpunkt gelingt Energie durch Neuzugang Marcelo nach 74 Minuten vor etwas mehr als 4.000 Zuschauern das 1:0 Siegtor gegen Schönberg und hält so Anschluss an Carl-Zeiss Jena.

Der zweite Anlauf sollte es richten. Nachdem der eigentliche Auftakt ins Pflichtspieljahr 2017 am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig II aufgrund der Witterung ausgefallen ist, tritt nun der FC Schönberg im rasenbeheizten Stadion der Freundschaft an. Die restliche Liga guckt zu wie sich heute die beiden Titelaspiranten Jena und Cottbus ein Fernduell in ihren heimischen Stadien liefern. Vor der Partie wurden die Energie-Fußballer des Jahres 2016 gekürt. Keeper Avdo Spahic wurde von den Fans auf Platz drei gewählt, Torjäger Benjamin Förster wurde Zweiter und Fabio Viteritti landete auf Platz 1. Chefcoach Wollitz kündigte unter der Woche eine konzentrierte Partie seiner Mannschaft an und will sich für die unglückliche 1:2 Hinspielniederlage revanchieren.

Ganz vorn gibt heute Tom Nattermann sein Startelfdebüt, da Förster weiterhin verletzt ist. Energie ist von Beginn am um Vorwärtsbewegung bemüht, Schönberg aber meist sofort mit fünf, sechs Spielern hinten drin, so dass wenig echte Torraumszenen entstehen. Die Gäste verlagern sich auf schnelle Gegenstöße und Standards. Nach Ecken führt Schönberg nach 24 Minuten bereits 3:0, drei Minuten später schafft auch Energie da den Anschluss zum 3:1, ungefährlich waren alle vier. Während Energie sich weiter die Zähne an der Schönberger Abwehr ausbeißt, sorgen die Gäste mit einem schnellen Konter in der 37. Minute über Scherff für die gefährlichste Szene bisher, Spahic ist noch dran und lenkt den Schuss zur Ecke, die verpufft. Das Spiel in der ersten Halbzeit lässt viel von Pele Wollitz Ankündigungen unter der Woche vermissen und zur Halbzeit ist es etwa auf Außentemperaturniveau. Zu behäbig und durchsichtig versucht Energie gegen den Abwehrriegel der Gäste anzukommen.

Der FCE wechselt nach der Pause, Streli Mamba soll vorn für weiteren Druck sorgen, Tim Kruse bleibt in der Kabine. Das ist auch nötig, Jena gewinnt gegen Bautzen klar mit 4:0 und erfüllt seine Pflicht. Auf dem Platz gibt es allerdings wenig neues, Energie bemüht, Schönberg verteidigt clever. Das muss auch der Grund gewesen sein als Nattermann in der 55. plötzlich mutterseelenallein im Strafraum von Baude bedient wird. Anstatt direkt abzuziehen legt er sich den Ball nochmal zurecht und wird in letzter Sekunde gestoppt, das war die Einhundertprozentige und hätte nicht nur seinem Startelfdebüt gutgetan. Nach einer Stunde gibt es noch ein zweites Debüt, Neuzugang Marcelo de Freitas Costa darf sein Können in der Offensive beweisen, allerdings muss Nattermann dafür runter. Die Höhepunkte bleiben rar gesät, nach 66 Minuten geht Energie zumindest nach Ecken mit 6:5 in Führung. Während Pele Wollitz schon nervös auf die Uhr guckt, führt Schlüter die achte Ecke für Energie in der 74. Minute aus, Marcelo Freitas stand goldrichtig und schießt den FCE mit seinem Einstandstor in Führung! Nur zwei Minuten später hat Mamba das 2:0 auf dem Fuß, sein Schuss verfehlt das Tor denkbar knapp. Energie jetzt wie frisch aufgezogen. Eine Offensivaktion folgt der nächsten, Hauptsache sie vergessen die Abwehrarbeit nicht. 13 Minuten brauchte Costa de Freitas für sein erstes Tor im FCE-Dress, allgemein sorgt er aber auch für Belebung im Vorwärtsgang. Cottbus muss jedoch aufpassen, vorn vergeben sie Hochkaräter und Schönberg selbst drückt nun aufs Tempo. Der erlösende Pfiff des Schiris

Stimmen zum Spiel:

FC Schönberg, Axel Rietentiet: „Glückwunsch an Energie, verdienter Sieg. Unser Ziel war es, das Spiel möglichst lange offen zu gestalten und ein paar Konter zu fahren. Das ist uns in der ersten Hälfte ganz gut gelungen, in der zweiten Hälfte gar nicht. In der zweiten Halbzeit war es nur eine Frage der Zeit bis das Tor fällt, nichts desto trotz war es für uns ein ordentlicher Auftritt. Insgesamt haben wir uns vernünftig präsentiert, man hat gesehen das der Rhythmus bei Cottbus nicht immer stimmt, viele Bälle sind ins Aus gegangen, aber am Ende ein verdienter Sieg.

Energie Cottbus, Claus-Dieter Wollitz: „Ich habe in der Halbzeit in den Jungs gesagt das wir mit dem Feuer spielen. Das Eckenverhältnis war da 1:5, wir waren sehr fahrig. Unsere Organisation war nicht gut, wir haben keine 1:1 Situationen gehabt, sind zu zeitig zu tief reingerückt und haben die Breite des Platzes nicht genutzt. Das hat Schönberg gut genutzt um schnelle Gegenstöße zu realisieren. Ich habe in der Halbzeit reagiert und wir brauchten mehr Kreativität. Dadurch haben wir mehr Dominanz bekommen und Druck ausgeübt. Dass Marcelo das Tor nach einer Ecke macht freut mich für ihn, insbesondere das wir danach keinen mehr rein bekommen haben. Ich habe den Schiri nach dem Spiel gefragt, warum er das 2:0 nicht gegeben hat. Er meinte die Hand wäre auf dem Ball gewesen, ich habe mir die Szene angeschaut, ein klareres Tor habe ich noch nicht gesehen. Viteritti hat das dem Schiri gesagt, selbst Gästekeeper Hahnel hat es ihm so gesagt, aber anscheinend zählt das nichts.

Fotos: Lichtpunkt Fotografie

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