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Cottbus Samstag, 10 Dezember 2016 16:15 |  von Redaktion

107 Ankommenspatenschaften. Alltagsbegleitung für Neucottbuser*Innen ist angekommen

107 Ankommenspatenschaften. Alltagsbegleitung für Neucottbuser*Innen ist angekommen

Ob Ali und Simone oder Günter und Mourad – die Idee der ‚Ankommenspatenschaften‘ ist für alteingesessene Cottbuser wie für geflüchteten Menschen ein attraktives Format. Seit April dieses Jahres bringt Julia Kaiser, Mitarbeiterin der Freiwilligenagentur (FWA), Menschen jeglicher Herkunft zusammen. Das Projekt der ‚Ankommenspatenschaften‘ setzt sich zum Ziel zwischen Altcottbuser*innen und Neucottbuser*innen zu vermitteln, hierbei liegt der Fokus auf der Alltagsbegleitung und auf der Hilfe bei den täglichen Fragen des Lebens. „In sehr kurzer Zeit ist bereits viel entstanden“ sagt Julia Kaiser und meint damit zum Beispiel die monatlich in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf e.V. statt findenden internationalen Abendessen oder das wöchentliche Sprechcafé. Letzteres bietet eine einfache Art sich kennen zu lernen. „Hier kommen alle Menschen zusammen die gemeinsam Deutsch sprechen wollen. Dieses Angebot nehmen nicht nur Geflüchtete sondern auch Migrant*innen aus z.B. Kolumbien, Spanien und Polen war“ so Kaiser.

Anfang des Jahres entschied sich die Freiwilligenagentur Cottbus in Trägerschaft des Paritätischen Landesverbandes Brandenburgs e.V. an dem Modellprojekt ‚Ankommenspatenschaften‘ teilzunehmen. Damals wurden 100 Patenschaften anvisiert. Dank dem jahrelang bestehenden Netzwerk zwischen Einrichtungen, Vereinen und der Freiwilligenagentur, durch eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und des unermüdlichen ehrenamtlichen Engagements der Cottbuser Bürger und Bürgerinnen konnte zum Projektende dieses Ziel sogar übertroffen werden. Zum Ende hin können nun 107 Patenschaften gemeldet werden. „Das ist ein tolles Ergebnis, wobei die Zahl für mich persönlich nicht so wichtig ist, wie die Bekanntschaften die geschaffen wurden und die tollen Erfahrungen die die Teilnehmer*innen und ich selbst machen durften“, fasst Julia Kaiser das Projektergebnis zusammen.

Für das kommende Jahr sind weiterhin viele Formen der einfachen Begegnung geplant. Die Freiwilligenagentur freut sich auf viele interessierte Menschen die sich über den eigenen kulturellen Tellerrand hinweg austauschen möchten. Das Motto in 2017 wird weiterhin lauten, miteinander und voneinander zu lernen, ob in der ehrenamtlichen Alltagsbegleitung oder in Form einer neuentstandenen Freundschaft – da sind sich Dieter, Mourad, Ali und Simone sicher. Die Freiwilligenagentur Cottbus freut sich über viele weitere Patinnen und Paten und bleibt Ansprechpartner vor Ort.

pm/red

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