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Cottbus Montag, 14 November 2016 13:37 |  von (Leserreporter)

Festivalsonntag gehört den Kindern

v.l.n.r.: Jytte-Merle Böhrnsen, Christel Bodenstein, Regisseur Wolfgang Eißler v.l.n.r.: Jytte-Merle Böhrnsen, Christel Bodenstein, Regisseur Wolfgang Eißler Thoralf Haß

Der letzte Tag des Filmfestival Cottbus gehört traditionell den Kindern mit einem Fest in der Stadthalle. Neben vielen Mitmach-Angeboten wie Bastelecke, Glücksrad-Drehen oder Spielmöglichkeiten gehört zu diesem Kindertag auch die jährliche Welturaufführung der Märchen-Neuverfilmung vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

In diesem Jahr hatte der Film „Das singende, klingende Bäumchen“ Premiere, basierend auf dem legendären DEFA-Film von 1957. Neben den zahlreichen großen und kleinen Märchenfilm-Liebhabern waren auch die Hauptdarstellerin Jytte-Merle Böhrnsen sowie Regisseur Wolfgang Eißler anwesend. Einen besonderen Applaus erhielt Christel Bodenstein, die die Prinzessin in der DEFA-Verfilmung verkörperte und auch im neuen Film eine kleine Rolle spielt.

Die Geschichte handelt von einer hochmütigen Prinzessin, die alle Freier ablehnt. Als ein junger Prinz um ihre Hand anhält, verlangt die Prinzessin von ihm, ihr das singende, klingende Bäumchen zu bringen.
Der Prinz macht sich auf die Suche nach dem Bäumchen und findet es bei einem Waldgeist. Um aber das Bäumchen zu bekommen, muss sich der Prinz auf einen Handel mit dem Waldgeist einlassen.
Zurück am Königshof, stellt die Prinzessin fest, dass das Bäumchen weder singt noch klingt. Der Prinz erkennt, dass die hartherzige Prinzessin nicht lieben kann und verlässt das Schloss, um sein Wort beim Waldgeist einzulösen.
Die Prinzessin schickt ihren Vater, den König, los, ihr das Bäumchen zu beschaffen. Auch er lässt sich auf einen Handel mit dem Waldgeist ein: das erste Lebewesen, dass ihm bei seiner Rückkehr begegnet, gehört dem Waldgeist. Zu dumm nur, dass ausgerechnet die ungeduldige Prinzessin das erste Lebewesen ist, dass der König sieht. Fortan muss sie beim Waldgeist leben, der darüber hinaus die schöne Prinzessin in eine hässliche Frau verwandelt. Als der Prinz, der ebenfalls beim Waldgeist lebt, die Prinzessin trifft, ist er alles andere als begeistert...

Gedreht wurden die Filmszenen im Harz, im Potsdamer Schloss Belvedere sowie im Kloster Chorin.
Für den Cineasten bot der Film noch ein kleines Extra, den sich die Filmemacher als Reminiszenz an die DEFA-Verfilmung haben einfallen lassen: das im Schloss an der Wand hängende Porträtbild der verstorbenen Mutter der Prinzessin ist das Plakatmotiv der DEFA-Verfilmung.

Im Anschluss an die Vorführung mussten die beiden Schauspielerinnen und der Regisseur viele Fragen der Kinder beantworten. Die wollten wissen, wie die Prinzessin im Film durch die Luft geschleudert wurde, wie die Zaubertricks des Waldgeistes funktionierten und ob die Verletzungen des Prinzen echt waren. Geduldig gaben die Protagonisten Auskunft und verrieten den einen oder anderen Filmtrick.
Christel Bodenstein zeigte sich im Interview begeistert von der Neuverfilmung, die mit den technischen Möglichkeiten von heute umgesetzt wurde. Als die Anfrage kam, mitzuwirken, zögerte sie nicht lange und sagte zu. Am Set traf sie dann auf ihre „Nachfolgerin“ Jytte-Merle Böhrnsen, die wiederum bereits die Verfilmung von 1957 kannte.

Selbstverständlich standen die beiden Prinzessinnen auch für Autogramm- und Fotowünsche der kleinen Zuschauer zur Verfügung und kamen mit den Gästen ins Gespräch.

Ausgestrahlt wird die Neuverfilmung von „Das singende, klingende Bäumchen“ am 25. Dezember 2016 um 14:45 Uhr im ERSTEN.

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