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Brandenburg Donnerstag, 30 März 2017 23:44 |  von (4)

Franchising – ein Weg in die Selbstständigkeit

Franchising – ein Weg in die Selbstständigkeit

Mc Donald’s, Intercontinental und TUI/First Reisebüros – sie gehören zu den größten Franchisegebern Europas. Für viele Menschen, die den Weg in die Selbstständigkeit wagen, ist dies eine interessante Alternative zur unabhängigen Existenzgründung. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2005 hat sich der Umsatz von Franchiseunternehmen mehr als verdreifacht.

Das Vertriebssystem Franchising

Beim Franchising handelt es sich um eine spezielle Vertriebsform, die das Ziel hat, den Verkauf anzukurbeln. Ein Unternehmen, das seine Geschäftsidee bereits am Markt erprobt hat, vergibt gegen Gebühr eine Lizenz für seine Produkte oder Dienstleistungen an einen Franchisenehmer. Dieser eröffnet an seinem Standort sein Geschäft der lizenzierten Marke, beispielsweise einen Coffeeshop, und kann das technische Know-how, Marketingstrategien und Best Practices des Franchisegebers nutzen.

In Deutschland gibt es aktuell ca. 950 Franchisegeber und etwa 119.000 Franchisenehmer. Sie beschäftigen insgesamt knapp 700.000 Mitarbeiter. Dies entspricht im Durchschnitt einem kleinen Betrieb von fünf bis sechs Angestellten. Franchising hält damit einen Anteil von ca. 5 Prozent an den KMUs in Deutschland. Seit 2005 stieg der Umsatz dieser Vertriebsform von 32,3 Mrd. Euro auf 103,9 Mrd. Euro.

Vor- und Nachteile des Systems

Je nach gewähltem Modell liegen die notwendigen Investitionen zwischen 2.000 und 200.000 Euro. Zusätzlich zur Lizenzgebühr fließt ein Teil des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich an den Franchisegeber. Wer sich selbstständig machen will, aber keine eigene Geschäftsidee hat, kann die eingekaufte Idee am eigenen Standort umsetzen und dabei auf das Benchmarking der anderen Standorte zurückgreifen. Für viele ergibt sich hieraus ein Vorteil.

Im Gegensatz zu einem unabhängigen Unternehmer hat der Franchisenehmer allerdings keine volle unternehmerische Freiheit und uneingeschränkte Gestaltungsfreiheit, da die Vorgaben des Franchisegebers eingehalten werden müssen. Darüber hinaus trägt er das wirtschaftliche Risiko ebenso wie ein unabhängiger Unternehmer allein.

Alle Branchen vertreten

Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen entwickeln ihr Geschäftsmodell zum Franchisekonzept. Im Franchiseverzeichnis der DUB finden Interessierte eine Übersicht zu den vertretenen Firmen. Der Dienstleistungszweig ist dabei mit knapp 40 Prozent führend. Hierzu zählen beispielsweise Beratung & Consulting, Vertrieb sowie Marketing und Medien. An zweiter Stelle steht der Handel (30 Prozent), ob Körperpflege und Kosmetik, Tee oder Bio-Produkte. Er ist dicht gefolgt von dem Bereich Gastronomie, Touristik und Freizeit (22 Prozent). Schließlich gehören etwa 10 Prozent zum Handwerk. Die genannten Zahlen basieren auf einer Erhebung des Deutschen Franchiseverbands.

Bild: © istock.com/skynesher

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