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Brandenburg Donnerstag, 16 März 2017 23:03 |  von (4)

Immobilien: Kaufen oder mieten?

Immobilien: Kaufen oder mieten?

Der Immobilienmarkt boomt, es wird fleißig gebaut und investiert. Der Grund: Die Zinsen sind niedrig, die Nachfrage groß. Diese Dynamik führt jedoch zu stellenweise stark überhöhten Preisen für Häuser und Wohnungen. Lohnt es sich also derzeit, Wohneigentum zu erwerben oder ist man als Mieter besser dran?

Überteuerte Immobilien

Fakt ist: Sowohl die Kaufpreise für Immobilien als auch die Mieten kennen derzeit nur eine Richtung: aufwärts. Dieser Anstieg wächst aber in beiden Bereichen verschieden stark und ist zudem von Faktoren wie dem Standort des Kauf- bzw. Mietobjekts abhängig. Stichwort Standort: Da es immer mehr Menschen in die Städte und insbesondere in die deutschen Metropolregionen rund um Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Nürnberg und München zieht, steigen Nachfrage und Preise für Wohnraum dort überproportional stark an. In München liegt der Quadratmeterpreis im Schnitt mittlerweile fast bei 8.000 Euro, und auch "Schlusslicht" Nürnberg ist mit über 4.000 Euro nicht gerade ein Schnäppchen. Dieses Preisniveau scheint nicht nur übertrieben, sondern ist es auch: Immobilien sind laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Empirica im Bundesschnitt um 16 % teurer als sie eigentlich wert sind, in München sogar um 75 %.

Mieten und warten

Wer kaufen oder bauen möchte, muss also besonders tief ins Portemonnaie greifen. Interessant ist allerdings, dass die Kaufpreise wesentlich stärker ansteigen als die Mieten: Legt man den Zeitraum von 2007 bis 2016 zugrunde, stiegen die Mieten im Schnitt um 29 %. Die Kaufpreise für Neubauten legten derweil um 63 %, die für Bestandsimmobilien um 59 % zu. Auch in puncto Miete ist der Standort ein wichtiger Faktor. Während in den Metropolregionen Kaltmieten von über 10 Euro pro Quadratmeter an der Tagesordnung sind, finden sich zum Beispiel in Dresden deutlich preiswertere Wohnungen. Laut dem aktuellen Mietspiegel der sächsischen Landeshauptstadt kostet dort der Quadratmeter derzeit im Schnitt nur 6,09 Euro, was einem Anstieg von moderaten 6,8 % innerhalb der letzten zwei Jahre entspricht. Wer also nicht um jeden Preis genau jetzt Wohneigentum erwerben oder selbst bauen möchte, ist gut damit beraten, erst einmal weiter zur Miete zu wohnen und dies am besten außerhalb der überteuerten Metropolregionen. Viele Experten prophezeien der Preisexplosion im Immobiliensektor zudem ein baldiges Ende – wer geduldig ist, wird also möglicherweise viel Geld sparen können. 

Bildrechte: Flickr Property in Europe Images Money CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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