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Brandenburg Montag, 06 März 2017 12:51 |  von Redaktion

Frühjahrsaufforstung des Brandenburger Landesforstbetriebs

Frühjahrsaufforstung des Brandenburger Landesforstbetriebs

Die Pflanzsaison in Wäldern Brandenburgs hat begonnen. Millionen junger Waldbäume und -sträucher verlassen in den nächsten Wochen die Baumschulen. Den Hauptanteil im Landeswald haben Eichen und Buchen.

In der Zeit zwischen Winterausgang und dem Austrieb der Gehölze Mitte April ist Pflanzsaison im Wald. In dieser Zeitspanne können junge Forstpflanzen an ihren endgültigen Bestimmungsort im Wald gepflanzt werden.

Das Saatgut, aus dem die Forstpflanzen in den Baumschulen angezogen werden, stammt überwiegend aus Brandenburgs Wäldern. Bei den Laubbäumen wurden in der letzten Erntesaison fast 160 Tonnen Rohsaatgut eingebracht. So konnten 87 Tonnen Traubeneicheln und 19,5 Tonnen Stieleicheln gesammelt werden. Bei der Rotbuche waren es 41,3 Tonnen, so viel wie seit 2009 nicht mehr. Auch andere Laubbaumarten wie Roteiche, Esskastanie Ahorn, Hainbuche, Winterlinde, Vogelkirsche und Birke konnten reichlich beerntet werden.

Ein reiches Samenjahr nennen Fachleute Vollmast. Ein typisches Vollmastjahr bedeutet, dass die meisten Bäume eines Waldbestands Samenbehang haben und sehr viele Früchte geerntet werden können. Auch die Qualität des Saatguts ist in Vollmastjahren meist überdurchschnittlich. Vollmastjahre sind von vielen Faktoren wie vor allem der Witterung abhängig und treten sehr unregelmäßig, im Durchschnitt etwa alle sieben Jahre auf. Deshalb ist es für den Förster sehr wichtig das Samenpotenzial in solchen Jahren auszunutzen.

Nicht alles in diesem Jahr geerntete Saatgut kommt unmittelbar in den Baumschulen oder Wäldern zur Aussaat. Ein Teil der lagerfähigen Samen wird als Saatgutreserve eingelagert, um in Notfallsituationen wie Windwurfkatastrophen oder großen Brandflächen handlungsfähig zu sein.

In den Baumschulen des Landesbetriebs Forst Brandenburg stehen in diesem Frühjahr rund 1,3 Millionen Pflanzen für die Frühjahrspflanzung bereit. Trauben-und Stieleichen haben mit 35 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Rotbuchen mit 25 Prozent. Diese beiden Arten gehören auf großer Fläche zur  natürlichen Waldvegetation in Brandenburg. Deshalb kommt ihnen beim Umbau des Waldes in stabile Mischwälder die größte Bedeutung zu. Ebenfalls wichtige Laubbaumarten neben Buche und Eiche sind Hainbuche, Winterlinde und Ahorn. Die Gemeine Kiefer ist mit einem Anteil von 20 Prozent an der Aufforstungsfläche vertreten. Insbesondere auf ehemaligen Tagebauen wird sie wegen ihrer geringen Ansprüche an den Standort als erste Waldgeneration geschätzt.

pm/red

Foto: Heike Hering  / www.pixelio.de

 

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