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Brandenburg Freitag, 30 Dezember 2016 12:45 |  von Redaktion

Stabiles WLAN für Reisende in Brandenburg immer wichtiger

Stabiles WLAN für Reisende in Brandenburg immer wichtiger

Umfrage unter 350 Unternehmen des Gastgewerbes: Fast die Hälfte ist unzufrieden mit der Internetversorgung. Die Branche ist bereit, zu investieren.

„Das Internet und vor allem ein unkompliziert nutzbares WLAN – das ist für Gäste in Hotels und Pensionen mittlerweile eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für die Wahl der Unterkunft. Urlauber recherchieren zunehmend erst am Ferienort nach Aktivitäten. Geschäftsreisende möchten auch im Hotel E-Mails lesen und verschicken.“ Das sagt Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Potsdam, zu den Ergebnissen der Umfrage der Brandenburger Industrie- und Handelskammern. „Viele Gäste wollen inzwischen ihre Fotos vom Frühstück oder vom Ausblick aus dem Zimmerfenster sofort mit ihren Freunden teilen. Aber auch für WhatsApp, Instagram oder Twitter wird eine gute Internetverbindung benötigt. Leider ist diese nicht überall verfügbar“.

Für rund 95 Prozent der Brandenburger Unternehmen aus Gast- und Reisegewerbe ist ein Breitband-Internetanschluss sehr wichtig bis wichtig. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten aus dem Beherbergungs- und Gastgewerbe ist jedoch zufrieden mit dem Netz, im Reisegewerbe sind es 65 Prozent.

Als größtes Hemmnis auf dem Weg zu Digitalisierung nennen die Unternehmer die unzureichende Breitbandabdeckung. Auch Probleme mit der IT-Sicherheit und rechtliche Unsicherheiten sehen die Unternehmer kritisch. Die Urteile zur Störerhaftung sowie die Gesetzesänderungen für Registrierkassen waren für die Branche in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. Zunehmend treten branchenfremde Unternehmen - wie aus der digitalen Wirtschaft - in den Markt ein, die Online-Lösungen für Reservierungen, Buchhaltung und viele weitere Prozesse in Gastronomie und Hotellerie anbieten. Diese erhöhen den Wettbewerbsdruck auf das Gastgewerbe.

Die Unternehmen der Reisebranche sehen als größtes Hemmnis die IT-Sicherheit (33 Prozent), gefolgt von rechtlichen Unsicherheiten (30 Prozent), wie bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in nationales Recht. Rund ein Drittel der Befragten des Reisegewerbes ist hingegen optimistisch und sieht keine Hemmnisse. Im Reisegewerbe gehören schon seit langem Software und digitale Medien zum Arbeitsalltag.

Im Gastgewerbe ist das Thema digitale Medien nicht mehr nur Wunsch, sondern Teil des Kerngeschäfts. So möchten die befragten Unternehmen in WLAN für Gäste (55 Prozent), IT-Ausstattung / Hardware (41 Prozent) sowie in Software (39 Prozent) investieren. Die Unternehmen des Reisegewerbes planen Investitionen vorrangig in Software (52 Prozent) und in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter (44 Prozent) sowie in die IT-Sicherheit (43 Prozent). Die Qualifizierung von Mitarbeitern ist dabei eine Schlüsselmaßnahme, um auf die Herausforderungen des digitalen Wandels einzugehen und erfolgreich zu bestehen.

pm/red

Foto: LupoM www.pixelio.de

 

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